Prostatastein
Der Prostatastein bezeichnet eine kleine, kalkhaltige Ablagerung, die sich innerhalb des Drüsengewebes der Prostata bildet, wenn sich eingedicktes Drüsensekret mit Kalzium- sowie anderen Mineralsalzen zu einer festen Struktur verhärtet. Diese Steinbildung tritt bei einem erheblichen Teil der Männer mittleren sowie höheren Lebensalters auf sowie wird bei der überwiegenden Mehrheit der Betroffenen als zufälliger Nebenbefund im Rahmen einer aus anderem Anlass durchgeführten bildgebenden Untersuchung entdeckt, ohne dass die Steine selbst jemals relevante Beschwerden verursachen. Bei einem kleinen Teil der Betroffenen können Prostatasteine jedoch als Nährboden für Bakterien dienen sowie zu wiederkehrenden, schwer zu behandelnden Entzündungen der Prostata beitragen.
Ursachen
Prostatasteine entstehen durch eine Eindickung sowie anschließende Verkalkung des normalerweise flüssigen Drüsensekrets innerhalb der kleinen Drüsengänge der Prostata, wobei dieser Vorgang mit zunehmendem Lebensalter sowie einer gutartigen Vergrößerung der Prostata gehäuft auftritt. Ein gestörter Sekretabfluss innerhalb der Prostata, wie er insbesondere bei einer bereits bestehenden Prostatavergrößerung oder nach wiederholten Entzündungen der Prostata auftreten kann, begünstigt die Steinbildung zusätzlich. Eine genaue, einzelne Ursache für die Entstehung von Prostatasteinen ist bislang nicht abschließend geklärt, wobei ein natürlicher, altersbedingter Alterungsprozess des Drüsengewebes als wichtiger Faktor angesehen wird.
Symptome
Prostatasteine verursachen bei der überwiegenden Mehrheit der betroffenen Männer keinerlei Beschwerden sowie werden als zufälliger Nebenbefund entdeckt. Bei einem kleinen Teil der Betroffenen, insbesondere wenn die Steine mit einer begleitenden Entzündung der Prostata einhergehen, können Beschwerden wie ein Druckgefühl im Damm- oder Beckenbereich, häufiger Harndrang, ein brennendes Gefühl beim Wasserlassen sowie Schmerzen bei der Ejakulation auftreten. Diese Beschwerden ähneln denen einer gewöhnlichen Prostataentzündung sowie können mit dieser wiederkehrend gemeinsam auftreten, wobei die Steine selbst in solchen Fällen als begünstigender Faktor für ein Wiederauftreten der Entzündung gelten.
Diagnostik
Die Diagnose der Prostatasteine wird überwiegend zufällig im Rahmen einer aus anderem Anlass durchgeführten Ultraschalluntersuchung der Prostata gestellt, bei der die Steine als charakteristische, kleine, echoreiche Strukturen mit einem dahinterliegenden Schallschatten sichtbar werden. Bei Beschwerden, die auf eine begleitende Prostataentzündung hindeuten, wird zusätzlich eine Untersuchung des Urins sowie des Prostatasekrets auf Anzeichen einer bakteriellen Infektion durchgeführt. Eine weiterführende Bildgebung ist bei zufällig entdeckten, beschwerdefreien Prostatasteinen in aller Regel nicht notwendig.
Behandlung
Beschwerdefreie Prostatasteine bedürfen in aller Regel keiner spezifischen Behandlung, da sie keinen eigenständigen Krankheitswert besitzen sowie keine Beschwerden verursachen. Bei einer begleitenden, durch die Steine begünstigten wiederkehrenden Prostataentzündung wird eine gezielte, gegebenenfalls über einen längeren Zeitraum fortgeführte Antibiotikabehandlung eingeleitet, wobei angesichts der schlechten Durchdringbarkeit der Steine mit Antibiotika ein vollständiges Verschwinden der zugrunde liegenden bakteriellen Besiedlung mitunter nicht erreicht werden kann. In seltenen, besonders hartnäckigen Fällen mit wiederholten Entzündungen kann eine operative Entfernung der Steine in Betracht gezogen werden.
Verlauf und Prognose
Die Prognose der Prostatasteine ist bei der überwiegenden Mehrheit der beschwerdefreien Betroffenen sehr gut, da die Steine über Jahre unverändert bestehen bleiben können, ohne jemals relevante Beschwerden zu verursachen oder eine Behandlung zu erfordern. Bei einer begleitenden, durch die Steine begünstigten wiederkehrenden Prostataentzündung kann der Verlauf dagegen deutlich langwieriger sowie behandlungsresistenter sein, da die Steine als anhaltender Nährboden für Bakterien fungieren können. Eine regelmäßige urologische Kontrolle wird bei symptomatischen Prostatasteinen empfohlen, um den Behandlungserfolg sowie ein mögliches Wiederauftreten der Beschwerden zu überwachen.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Prostatastein: Ursachen, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Verursachen Prostatasteine meist Beschwerden?
Nein, bei der überwiegenden Mehrheit der betroffenen Männer verursachen sie keinerlei Beschwerden.
Wie werden Prostatasteine meist entdeckt?
Als zufälliger Nebenbefund im Rahmen einer aus anderem Anlass durchgeführten Ultraschalluntersuchung.
Welches Problem können Prostatasteine in seltenen Fällen verursachen?
Sie können als Nährboden für Bakterien dienen und zu wiederkehrenden, schwer behandelbaren Prostataentzündungen beitragen.
Brauchen beschwerdefreie Prostatasteine eine Behandlung?
Nein, sie bedürfen in aller Regel keiner spezifischen Behandlung.
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