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Innere Medizin

Idiopathische thrombozytopenische Purpura (ITP)

Die idiopathische thrombozytopenische Purpura, abgekürzt als ITP bezeichnet, ist eine Autoimmunerkrankung, bei der körpereigene Abwehrstoffe fälschlicherweise gegen die eigenen Blutplättchen gerichtet sind, wodurch diese vorzeitig abgebaut werden sowie ihre Anzahl im Blut deutlich absinkt. Da Blutplättchen eine zentrale Rolle bei der Blutstillung spielen, führt ihr Mangel zu einer erhöhten Blutungsneigung, die sich durch kleine, punktförmige Hauteinblutungen sowie größere blaue Flecken äußert. Die ITP kann sowohl bei Kindern, wo sie häufig nach einer vorausgegangenen Virusinfektion auftritt sowie meist von selbst abheilt, als auch bei Erwachsenen, wo sie eher chronisch verläuft, vorkommen.

Ursachen

Die idiopathische thrombozytopenische Purpura entsteht durch eine fehlgeleitete Immunreaktion, bei der körpereigene Antikörper gegen bestimmte Oberflächenstrukturen der Blutplättchen gerichtet sind, wodurch diese von der Milz vorzeitig aus dem Blutkreislauf entfernt werden. Bei Kindern tritt die ITP häufig innerhalb weniger Wochen nach einer viralen Infektion auf, während bei Erwachsenen die auslösende Ursache häufig nicht identifiziert werden kann, weshalb die Erkrankung ihren Namen als idiopathisch, also ohne erkennbare Ursache, trägt.

Symptome

Die idiopathische thrombozytopenische Purpura äußert sich durch kleine, punktförmige Hauteinblutungen, sogenannte Petechien, sowie größere, spontan auftretende blaue Flecken, die bereits bei geringfügiger oder ganz ohne erkennbare Belastung entstehen können. Zahnfleischbluten, verlängertes Nasenbluten sowie, bei sehr niedrigem Blutplättchenwert, in seltenen Fällen eine bedeutsame innere Blutung können hinzukommen. Fieber sowie ein allgemeines Krankheitsgefühl bestehen bei der ITP im Unterschied zu manchen anderen Blutungserkrankungen in aller Regel nicht.

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Diagnostik

Die Diagnose der ITP wird durch eine Blutuntersuchung mit Nachweis einer deutlich verminderten Blutplättchenzahl bei ansonsten normalem Blutbild gestellt. Da es keinen direkten, beweisenden Test für die ITP gibt, wird die Diagnose durch den sorgfältigen Ausschluss anderer möglicher Ursachen einer verminderten Blutplättchenzahl, insbesondere bestimmter Medikamente, Infektionen oder anderer Bluterkrankungen, gesichert.

Behandlung

Die Behandlung der ITP richtet sich nach dem Ausmaß der Blutplättchenverminderung sowie dem Vorliegen von Blutungssymptomen, wobei eine leichte, beschwerdearme Form bei Kindern häufig lediglich beobachtet wird, da sich die Erkrankung in vielen Fällen von selbst zurückbildet. Bei bedeutsamer Blutungsneigung kommen Kortisonpräparate sowie andere, das Immunsystem beeinflussende Medikamente zum Einsatz, die die Blutplättchenzahl anheben sollen. Bei chronischem, therapieresistentem Verlauf können weitere Behandlungsoptionen, bis hin zur operativen Entfernung der Milz, erwogen werden.

Verlauf und Prognose

Die Prognose der ITP unterscheidet sich zwischen Kindern sowie Erwachsenen erheblich, wobei die Erkrankung bei Kindern in der überwiegenden Mehrheit der Fälle innerhalb weniger Monate von selbst folgenlos abheilt. Bei Erwachsenen verläuft die ITP häufiger chronisch, wobei eine gezielte, individuell angepasste Behandlung bei den meisten Betroffenen eine gute Kontrolle der Blutplättchenzahl sowie eine deutliche Verminderung des Blutungsrisikos ermöglicht.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Was ist die ITP?

Eine Autoimmunerkrankung, bei der körpereigene Abwehrstoffe Blutplättchen zerstören.

Wie unterscheidet sich der Verlauf bei Kindern und Erwachsenen?

Bei Kindern heilt sie meist von selbst, bei Erwachsenen verläuft sie häufiger chronisch.

Was löst die ITP bei Kindern häufig aus?

Eine vorausgegangene virale Infektion.

Wie wird eine bedeutsame Blutungsneigung behandelt?

Mit Kortisonpräparaten sowie weiteren immunmodulierenden Medikamenten.

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