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Reisemedizin & Tropenkrankheiten

Hymenolepiasis (Zwergbandwurmbefall)

Die Hymenolepiasis, umgangssprachlich als Zwergbandwurmbefall bezeichnet, ist eine Darminfektion, die durch den kleinsten der den Menschen befallenden Bandwürmer, Hymenolepis nana, verursacht wird. Diese Erkrankung unterscheidet sich von anderen Bandwurminfektionen dadurch, dass der Zwergbandwurm seinen gesamten Lebenszyklus innerhalb eines einzigen menschlichen Wirtes vollenden kann, ohne einen Zwischenwirt zu benötigen, wodurch sich die Infektion direkt von Mensch zu Mensch sowie durch Selbstinfektion ausbreiten kann. Die Hymenolepiasis tritt besonders häufig bei Kindern in Regionen mit unzureichenden hygienischen Verhältnissen auf.

Ursachen

Die Hymenolepiasis entsteht durch die Aufnahme der Eier des Zwergbandwurms über kontaminierte Nahrung, Wasser oder durch direkten Kontakt mit einer infizierten Person, insbesondere über unzureichend gewaschene Hände. Da der Zwergbandwurm seinen Lebenszyklus vollständig im menschlichen Darm vollenden kann, ist auch eine Selbstinfektion durch die eigenen Ausscheidungen sowie eine Übertragung von Person zu Person innerhalb von Familien oder Gemeinschaftseinrichtungen möglich.

Symptome

Die Hymenolepiasis verläuft bei einem geringen Befall häufig ohne wahrnehmbare Beschwerden, während ein stärkerer Befall zu Bauchschmerzen, Durchfall, einem verminderten Appetit sowie, insbesondere bei Kindern, zu Reizbarkeit sowie Schlafstörungen führen kann. Ein ausgeprägter Befall kann zusätzlich zu einer leichten Gewichtsabnahme beitragen.

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Diagnostik

Die Diagnose der Hymenolepiasis wird durch den mikroskopischen Nachweis der charakteristischen Wurmeier in einer Stuhlprobe gestellt. Da die Eiausscheidung schwanken kann, werden mitunter mehrere Stuhlproben zu unterschiedlichen Zeitpunkten untersucht, um die Diagnose zuverlässig zu sichern.

Behandlung

Die Behandlung der Hymenolepiasis besteht in einer gezielten, wurmabtötenden medikamentösen Behandlung, die angesichts des besonderen, im Darm ablaufenden Lebenszyklus des Zwergbandwurms mitunter über einen längeren Zeitraum oder in wiederholten Einnahmen erfolgt, um auch die im Darm nachreifenden Entwicklungsstadien zuverlässig zu erfassen. Eine konsequente Handhygiene während sowie nach der Behandlung ist wichtig, um eine erneute Selbstinfektion zu vermeiden.

Verlauf und Prognose

Die Prognose der Hymenolepiasis ist bei konsequenter, gezielter Behandlung gut, wobei sich die Beschwerden nach erfolgreicher Wurmbeseitigung zurückbilden. Angesichts der Möglichkeit einer Selbstinfektion sowie einer Übertragung innerhalb von Familien oder Gemeinschaftseinrichtungen wird bei bestätigtem Befall häufig auch eine Untersuchung sowie gegebenenfalls Mitbehandlung enger Kontaktpersonen empfohlen, um eine erneute Ansteckung zu vermeiden.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Was ist das Besondere am Zwergbandwurm?

Er kann seinen gesamten Lebenszyklus in einem einzigen menschlichen Wirt vollenden, ohne Zwischenwirt.

Wie erfolgt die Übertragung?

Über kontaminierte Nahrung, Wasser oder direkten Kontakt, auch durch Selbstinfektion.

Wer ist besonders häufig betroffen?

Kinder in Regionen mit unzureichenden hygienischen Verhältnissen.

Warum kann die Behandlung länger dauern?

Um auch im Darm nachreifende Entwicklungsstadien zuverlässig zu erfassen.

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