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Reisemedizin & Tropenkrankheiten

Opisthorchiasis (Katzenleberegelbefall)

Die Opisthorchiasis, umgangssprachlich auch als Katzenleberegelbefall bezeichnet, ist eine durch den Leberegel Opisthorchis verursachte parasitäre Infektion der Gallenwege, die insbesondere in Teilen Südostasiens sowie Osteuropas vorkommt. Die Übertragung erfolgt durch den Verzehr von rohem oder unzureichend gegartem Süßwasserfisch, der die infektiösen Larvenstadien des Wurms enthält. Nach dem Verzehr wandern die Larven in die Gallenwege, wo sie sich zu erwachsenen Würmern entwickeln sowie sich dort über viele Jahre ansiedeln können, was bei anhaltendem Befall zu chronischen Gallenwegsproblemen führen kann.

Ursachen

Die Opisthorchiasis entsteht durch den Verzehr von rohem, ungenügend gegartem oder unsachgemäß eingelegtem Süßwasserfisch, der die infektiösen Larvenstadien des Leberegels enthält. Nach der Aufnahme wandern die Larven vom Dünndarm über die Gallengänge in die Gallenwege, wo sie sich zu erwachsenen Würmern entwickeln, die sich dort über Jahre bis Jahrzehnte ansiedeln sowie Eier produzieren können.

Symptome

Die Opisthorchiasis verläuft bei einem leichten Befall häufig ohne wahrnehmbare Beschwerden, während ein stärkerer oder langjähriger Befall zu Oberbauchbeschwerden, insbesondere im rechten Oberbauch, Verdauungsbeschwerden sowie, bei sehr ausgeprägter Infestation, zu Zeichen einer Gallenwegsentzündung führen kann. Ein langjähriger, unbehandelter Befall wird mit einem erhöhten Risiko für bestimmte Gallenwegserkrankungen in Verbindung gebracht.

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Diagnostik

Die Diagnose der Opisthorchiasis wird durch den mikroskopischen Nachweis charakteristischer Wurmeier in einer Stuhlprobe gestellt. Eine sorgfältige Ernährungsanamnese, insbesondere hinsichtlich des Verzehrs von rohem Süßwasserfisch in endemischen Regionen, unterstützt die Diagnosestellung zusätzlich. Eine Ultraschalluntersuchung der Gallenwege kann bei ausgeprägtem Befall begleitende Veränderungen zeigen.

Behandlung

Die Behandlung der Opisthorchiasis besteht in einer gezielten, wurmabtötenden medikamentösen Behandlung, die in aller Regel als kurze Einnahme über ein bis zwei Tage erfolgt sowie bei der überwiegenden Mehrheit der Betroffenen zu einer erfolgreichen Beseitigung der Würmer führt.

Verlauf und Prognose

Die Prognose der Opisthorchiasis ist bei rechtzeitiger, gezielter Behandlung sehr gut, wobei sich die Beschwerden nach erfolgreicher Wurmbeseitigung rasch bessern. Ein langjähriger, unbehandelter Befall kann dagegen zu chronischen Gallenwegsproblemen führen, weshalb eine rechtzeitige Diagnosestellung sowie Behandlung sowie das Meiden von rohem Süßwasserfisch in endemischen Regionen zur Vorbeugung von Bedeutung sind.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wodurch wird die Opisthorchiasis übertragen?

Durch den Verzehr von rohem oder unzureichend gegartem Süßwasserfisch.

Wo siedeln sich die Würmer im Körper an?

In den Gallenwegen.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Durch den mikroskopischen Nachweis von Wurmeiern im Stuhl.

Wie kann vorgebeugt werden?

Durch das Meiden von rohem Süßwasserfisch in endemischen Regionen.

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