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Reisemedizin & Tropenkrankheiten

Ankylostomiasis (Hakenwurmbefall)

Die Ankylostomiasis, umgangssprachlich als Hakenwurmbefall bezeichnet, ist eine durch bestimmte Fadenwürmer der Gattung Ancylostoma verursachte Darminfektion, die in zahlreichen tropischen sowie subtropischen Regionen weltweit vorkommt. Die Übertragung erfolgt typischerweise, wenn die Larven des Wurms durch die bloße Haut, meist an den Füßen, in den Körper eindringen, nachdem eine betroffene Person barfuß über mit Stuhl kontaminierten Erdboden gelaufen ist. Im Darm angesiedelt, ernähren sich die erwachsenen Würmer von Blut, wodurch eine anhaltende Infestation zu einer chronischen Blutarmut führen kann.

Ursachen

Die Ankylostomiasis entsteht durch das Eindringen von Hakenwurmlarven durch die intakte Haut, meist an den Füßen, wenn eine Person barfuß über feuchten, mit menschlichem Stuhl kontaminierten Erdboden läuft. Die Larven wandern anschließend über die Blutbahn zur Lunge sowie von dort über die Luftröhre in den Rachen, werden verschluckt sowie siedeln sich schließlich im Dünndarm an, wo sie zu erwachsenen Würmern heranreifen. Unzureichende sanitäre Verhältnisse sowie das Fehlen von Schuhwerk begünstigen die Übertragung erheblich.

Symptome

Die Ankylostomiasis äußert sich zunächst durch eine juckende Hautreaktion an der Eintrittsstelle der Larven, gefolgt von vorübergehenden Beschwerden während der Larvenwanderung durch die Lunge, insbesondere Husten sowie ein Engegefühl in der Brust. Im Darm angesiedelt, verursachen die blutsaugenden Würmer bei einem stärkeren Befall Bauchschmerzen, Durchfall sowie, bei länger anhaltender Infestation, eine zunehmende Blutarmut mit Müdigkeit, Blässe sowie verminderter Leistungsfähigkeit.

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Diagnostik

Die Diagnose der Ankylostomiasis wird durch den mikroskopischen Nachweis charakteristischer Wurmeier in einer Stuhlprobe gestellt. Eine Blutuntersuchung zeigt bei stärkerem Befall häufig eine Blutarmut sowie eine erhöhte Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen, der sogenannten Eosinophilen, die auf eine Wurminfektion hinweisen.

Behandlung

Die Behandlung der Ankylostomiasis besteht in einer gezielten, wurmabtötenden medikamentösen Behandlung, die in aller Regel als kurze, wenige Tage dauernde Einnahme erfolgt sowie bei der überwiegenden Mehrheit der Betroffenen zu einer vollständigen Beseitigung der Würmer führt. Bei einer bereits eingetretenen, bedeutsamen Blutarmut wird zusätzlich eine gezielte Eisensubstitution empfohlen.

Verlauf und Prognose

Die Prognose der Ankylostomiasis ist bei rechtzeitiger, gezielter Behandlung sehr gut, wobei sich die Beschwerden sowie eine begleitende Blutarmut innerhalb einiger Wochen deutlich bessern. Eine unbehandelt anhaltende, schwere Infestation kann insbesondere bei Kindern zu einer ausgeprägten, entwicklungshemmenden Blutarmut führen, weshalb eine rechtzeitige Diagnosestellung sowie Behandlung sowie das Tragen von Schuhwerk in endemischen Regionen zur Vorbeugung von erheblicher Bedeutung sind.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wie erfolgt die Ansteckung mit Hakenwürmern?

Durch das Eindringen von Larven durch die bloße Haut, meist an den Füßen, beim Barfußlaufen über kontaminierten Boden.

Welche Komplikation kann bei anhaltendem Befall entstehen?

Eine chronische Blutarmut, da die Würmer sich von Blut ernähren.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Durch den mikroskopischen Nachweis von Wurmeiern im Stuhl.

Wie kann vorgebeugt werden?

Durch das Tragen von Schuhwerk in endemischen Regionen.

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