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Innere Medizin

Cannabiose (Hanfstaublunge)

Die Cannabiose, auch als Hanfstaublunge bezeichnet, ist eine berufsbedingte Atemwegserkrankung, die durch das wiederholte Einatmen von organischem Staub aus der Verarbeitung von Hanffasern entsteht. Diese Erkrankung zählt zur Gruppe der sogenannten organischen Staublungenerkrankungen, bei denen im Unterschied zu mineralischen Stäuben eine allergische oder entzündliche Reaktion der Atemwege auf pflanzliche Bestandteile sowie begleitende Mikroorganismen im Vordergrund steht. Beschäftigte in der Hanfverarbeitung, insbesondere beim Öffnen sowie Verspinnen der Fasern, sind besonders betroffen.

Ursachen

Die Cannabiose entsteht durch das wiederholte Einatmen von organischem Staub, der bei der Verarbeitung von Hanffasern entsteht, wobei sowohl Bestandteile der Pflanzenfasern selbst als auch begleitende Bakterien sowie Schimmelpilze, die sich auf dem Rohmaterial ansiedeln können, zu einer entzündlichen beziehungsweise allergischen Reaktion der Atemwege beitragen. Eine regelmäßige, langjährige berufliche Exposition begünstigt die Entstehung der Erkrankung.

Symptome

Die Cannabiose äußert sich durch asthmaähnliche Beschwerden, insbesondere ein Engegefühl in der Brust, pfeifende Atemgeräusche sowie Husten, die typischerweise während oder kurz nach der beruflichen Staubexposition auftreten sowie sich an arbeitsfreien Tagen bessern können. Bei wiederholter, langjähriger Exposition kann sich eine chronische, dauerhaft bestehende Atemwegsverengung entwickeln.

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Diagnostik

Die Diagnose der Cannabiose wird durch eine sorgfältige Berufsanamnese mit Erfassung des zeitlichen Zusammenhangs zwischen Staubexposition sowie Beschwerden gestellt, ergänzt durch eine Lungenfunktionsprüfung, die während sowie außerhalb der Arbeitszeit durchgeführt wird, um den arbeitsbezogenen Charakter der Atemwegsverengung zu bestätigen. Eine Röntgenaufnahme der Lunge dient dem Ausschluss anderer Lungenerkrankungen.

Behandlung

Die Behandlung der Cannabiose besteht in erster Linie in der Vermeidung einer weiteren Staubexposition, insbesondere durch technische Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz sowie das Tragen geeigneter Atemschutzmasken. Bei bereits bestehenden, asthmaähnlichen Beschwerden kommen atemwegserweiternde sowie entzündungshemmende Medikamente zum Einsatz, wie sie auch bei anderen Formen des Asthma bronchiale angewendet werden.

Verlauf und Prognose

Die Prognose der Cannabiose ist bei rechtzeitiger Erkennung sowie konsequenter Vermeidung der auslösenden Staubexposition gut, wobei sich die Atemwegsbeschwerden nach Beendigung der Exposition bei den meisten Betroffenen deutlich bessern. Eine fortgesetzte, langjährige Exposition trotz bestehender Beschwerden kann dagegen zu einer chronischen, weniger gut rückbildungsfähigen Atemwegsverengung führen, weshalb ein frühzeitiger, konsequenter Arbeitsschutz von erheblicher Bedeutung ist.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Was verursacht die Cannabiose?

Das berufliche Einatmen von organischem Staub aus der Hanfverarbeitung.

Welche Beschwerden treten typischerweise auf?

Asthmaähnliche Beschwerden, insbesondere Engegefühl in der Brust sowie pfeifende Atmung.

Wann verstärken sich die Beschwerden?

Während oder kurz nach der beruflichen Staubexposition.

Wie wird sie behandelt?

Durch Vermeidung der Staubexposition sowie atemwegserweiternde Medikamente.

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