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Haut & Hautkrankheiten

Zerkariendermatitis (Badedermatitis)

Die Zerkariendermatitis, umgangssprachlich auch als Badedermatitis oder Schwimmerjucken bezeichnet, ist eine juckende Hautreizung, die entsteht, wenn die mikroskopisch kleinen, frei im Wasser schwimmenden Larvenstadien bestimmter, auf Vögel oder Säugetiere spezialisierter Pärchenegel beim Baden in Süß- oder Brackwasser in die menschliche Haut eindringen. Da der Mensch für diese Parasiten keinen geeigneten Wirt darstellt, sterben die eingedrungenen Larven innerhalb der Haut rasch ab, wobei diese Immunreaktion des Körpers auf die abgestorbenen Larven die charakteristischen, juckenden Hautveränderungen verursacht. Die Zerkariendermatitis tritt gehäuft in stehenden oder langsam fließenden Gewässern mit einer hohen Population von Wasservögeln sowie Wasserschnecken auf, die als natürliche Zwischenwirte für die Entwicklung der Parasiten notwendig sind.

Ursachen

Die Zerkariendermatitis entsteht durch das Eindringen der frei im Wasser schwimmenden Larvenstadien tierischer Pärchenegel in die menschliche Haut, wobei diese Parasiten ihren natürlichen Entwicklungszyklus normalerweise zwischen Wasservögeln oder bestimmten Säugetieren sowie Wasserschnecken als Zwischenwirten vollziehen. Ein Aufenthalt in stehenden oder langsam fließenden, warmen Gewässern mit einer hohen Population dieser Zwischenwirte, wie sie insbesondere in flachen Uferzonen von Seen sowie Teichen vorkommen, begünstigt eine Ansteckung erheblich. Da der Mensch für diese tierspezifischen Parasiten kein geeigneter Wirt ist, kann sich die Erkrankung nicht von Mensch zu Mensch ausbreiten sowie die eingedrungenen Larven sterben innerhalb der menschlichen Haut ab.

Symptome

Die Zerkariendermatitis äußert sich durch ein zunächst leichtes Kribbeln, das kurz nach dem Verlassen des Wassers auftritt, gefolgt von einem innerhalb weniger Stunden bis eines Tages zunehmenden, teils intensiven Juckreiz sowie kleinen, geröteten Hautquaddeln an den zuvor unbedeckten Körperstellen. Diese Hautveränderungen erreichen typischerweise nach ein bis zwei Tagen ihre stärkste Ausprägung sowie können bei einer bereits vorbestehenden Sensibilisierung, etwa bei wiederholten Kontakten in der Vergangenheit, besonders ausgeprägt ausfallen. Allgemeine Krankheitszeichen wie Fieber treten bei der Zerkariendermatitis in aller Regel nicht auf.

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Diagnostik

Die Diagnose der Zerkariendermatitis wird überwiegend klinisch anhand des charakteristischen, juckenden Hautbefundes in Kombination mit einem zeitnahen Aufenthalt in einem Süß- oder Brackwassergewässer gestellt, wobei eine gezielte Befragung nach dem Ort sowie dem zeitlichen Zusammenhang mit dem Wasserkontakt für die Verdachtsdiagnose von erheblicher Bedeutung ist. Eine weiterführende, spezifische Labordiagnostik ist angesichts des harmlosen, selbstlimitierenden Charakters der Erkrankung in aller Regel nicht notwendig. Eine Abgrenzung zu anderen, ebenfalls mit Juckreiz einhergehenden Hautreaktionen erfolgt anhand des typischen zeitlichen Verlaufs sowie der Verteilung der Hautveränderungen.

Behandlung

Die Behandlung der Zerkariendermatitis erfolgt überwiegend symptomatisch mittels juckreizlindernder Cremes oder Lotionen sowie gegebenenfalls eines oral eingenommenen Antihistaminikums, um den störenden Juckreiz zu lindern. Ein kühlendes, feuchtes Auflegen von Umschlägen auf die betroffenen Hautstellen kann die Beschwerden zusätzlich mindern. Eine spezifische, gegen die abgestorbenen Larven gerichtete Behandlung ist nicht notwendig, da diese vom körpereigenen Immunsystem selbstständig abgebaut werden.

Verlauf und Prognose

Die Prognose der Zerkariendermatitis ist sehr gut, da es sich um eine harmlose, selbstlimitierende Hautreaktion handelt, die innerhalb weniger Tage bis maximal zwei Wochen ohne bleibende Hautveränderungen vollständig abklingt. Eine erneute Zerkariendermatitis bei wiederholtem Kontakt mit demselben Gewässer ist möglich sowie kann bei bereits sensibilisierten Personen mitunter sogar ausgeprägter verlaufen als die erste Episode. Ein rasches Abtrocknen sowie Abduschen der Haut unmittelbar nach dem Verlassen des Wassers kann das Eindringen weiterer Larven sowie damit das Ausmaß der Hautreaktion wirksam vermindern.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wodurch entsteht die Zerkariendermatitis?

Durch das Eindringen von Larven tierischer Pärchenegel aus dem Wasser in die menschliche Haut beim Baden.

Ist die Erkrankung ansteckend?

Nein, sie kann sich nicht von Mensch zu Mensch ausbreiten, da der Mensch für diese Parasiten kein geeigneter Wirt ist.

Was hilft gegen den Juckreiz?

Juckreizlindernde Cremes, ein Antihistaminikum sowie kühlende, feuchte Umschläge.

Wie kann man vorbeugen?

Durch rasches Abtrocknen und Abduschen der Haut unmittelbar nach dem Verlassen des Wassers.

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