Zerebrale Ischämie beim Neugeborenen
Die zerebrale Ischämie beim Neugeborenen ist eine unzureichende Durchblutung des Gehirns in den ersten Lebenstagen, durch die das empfindliche Hirngewebe nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird. Sie kann zu einer Schädigung des Hirngewebes führen und erfordert eine rasche intensivmedizinische Betreuung.
Ursachen
Ursächlich ist eine Kreislaufinstabilität mit unzureichender Durchblutung des Gehirns, die verschiedene Auslöser haben kann, etwa Komplikationen während der Geburt, eine schwere Infektion oder eine angeborene Herzfehlbildung. Frühgeborene sind aufgrund ihrer noch unreifen Kreislaufregulation besonders gefährdet.
Symptome
Betroffene Neugeborene können auffällig ruhig, trinkschwach oder im Gegenteil sehr unruhig sein, mit Krampfanfällen, einer veränderten Muskelspannung oder Atemunregelmäßigkeiten als möglichen Zeichen der Hirnschädigung. Das Beschwerdebild reicht von leichten bis zu schweren Ausprägungen.
Diagnostik
Die Diagnose wird durch eine Bildgebung des Kopfes, meist eine Ultraschalluntersuchung durch die offene Fontanelle oder eine Magnetresonanztomografie, gestellt, mit der das Ausmaß der Durchblutungsstörung sichtbar gemacht werden kann. Ergänzend wird häufig eine Ableitung der Hirnströme durchgeführt, um Krampfanfälle zu erkennen.
Behandlung
Die Behandlung erfolgt intensivmedizinisch mit dem Ziel, die Durchblutung und Sauerstoffversorgung des Gehirns rasch zu stabilisieren und weitere Schädigungen zu vermeiden. Je nach Ursache und Ausmaß können spezialisierte Verfahren wie eine kontrollierte Kühlung des Kindes eingesetzt werden.
Verlauf und Prognose
Der Verlauf hängt wesentlich vom Ausmaß und der Dauer der Durchblutungsstörung ab: Bei leichteren Formen erholen sich viele Kinder gut, während ausgedehntere Schädigungen das Risiko für bleibende neurologische Beeinträchtigungen erhöhen. Eine engmaschige Nachsorge in den ersten Lebensjahren hilft, mögliche Entwicklungsstörungen frühzeitig zu erkennen.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Zerebrale Ischämie beim Neugeborenen: Ursachen, Bedeutung, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Was geschieht bei einer zerebralen Ischämie?
Das Gehirn wird nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.
Wer ist besonders gefährdet?
Frühgeborene aufgrund ihrer noch unreifen Kreislaufregulation.
Wie wird die Diagnose gestellt?
Durch eine Bildgebung des Kopfes, etwa eine Ultraschalluntersuchung oder Magnetresonanztomografie.
Welches spezialisierte Verfahren kann eingesetzt werden?
Eine kontrollierte Kühlung des Kindes, je nach Ursache und Ausmaß der Schädigung.
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