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Allergie & Stoffwechsel

Syndrom der inadäquaten Sekretion von Adiuretin (SIADH)

Das Syndrom der inadäquaten Sekretion von Adiuretin, abgekürzt als SIADH bezeichnet, beschreibt eine übermäßige, den tatsächlichen Bedürfnissen des Körpers nicht angemessene Ausschüttung des Hormons Adiuretin, auch als antidiuretisches Hormon bekannt, das normalerweise die Wasserrückresorption in den Nieren reguliert. Diese übermäßige Hormonausschüttung führt dazu, dass der Körper zu viel Wasser zurückhält, wodurch sich das Blutnatrium zunehmend verdünnt sowie eine potenziell gefährliche Hyponatriämie entsteht. Das SIADH ist eine wichtige, häufige Ursache für eine erniedrigte Natriumkonzentration im Blut, die stets eine gezielte Ursachenabklärung erfordert.

Ursachen

Das SIADH entsteht durch eine übermäßige, unangemessene Ausschüttung von Adiuretin, die durch verschiedene zugrunde liegende Ursachen ausgelöst werden kann, insbesondere bestimmte Lungenerkrankungen, insbesondere eine Lungenentzündung oder ein Lungenkarzinom, das selbst Adiuretin-ähnliche Substanzen produzieren kann, sowie Erkrankungen des zentralen Nervensystems, insbesondere ein Schlaganfall, eine Hirnhautentzündung oder ein Schädel-Hirn-Trauma. Auch bestimmte Medikamente, insbesondere manche Antidepressiva sowie Schmerzmittel, können ein SIADH auslösen.

Symptome

Das SIADH äußert sich, entsprechend dem Ausmaß der zugrunde liegenden Hyponatriämie, durch ein breites Spektrum an Beschwerden, die von Kopfschmerzen, Übelkeit sowie einer allgemeinen Verwirrtheit bei einer leichteren, langsam entstandenen Verdünnung des Blutnatriums bis zu Krampfanfällen sowie Bewusstlosigkeit bei einer ausgeprägten, insbesondere rasch entstandenen Hyponatriämie reichen. Interessanterweise besteht bei den Betroffenen trotz des Wasserüberschusses im Körper in aller Regel keine sichtbare Schwellung, da das überschüssige Wasser gleichmäßig im gesamten Körper verteilt wird.

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Diagnostik

Die Diagnose des SIADH wird durch eine Blutuntersuchung mit Nachweis einer erniedrigten Natriumkonzentration bei gleichzeitig unangemessen konzentriertem Urin gestellt, was auf die übermäßige Wasserrückhaltung durch das Adiuretin hinweist. Eine sorgfältige Suche nach der zugrunde liegenden Ursache, insbesondere eine bildgebende Untersuchung der Lunge sowie des Gehirns sowie eine Überprüfung der eingenommenen Medikamente, schließt sich an, wobei andere mögliche Ursachen einer Hyponatriämie sorgfältig ausgeschlossen werden.

Behandlung

Die Behandlung des SIADH besteht in erster Linie in einer gezielten Flüssigkeitsbeschränkung, die den Körper zu einer allmählichen Normalisierung der Natriumkonzentration im Blut zwingt. Bei einer ausgeprägten, akut entstandenen sowie symptomatischen Hyponatriämie kann eine vorsichtige, ärztlich engmaschig überwachte Natriumkorrektur mittels konzentrierter Kochsalzlösung notwendig werden, wobei eine zu rasche Korrektur angesichts des Risikos einer zentralen pontinen Myelinolyse sorgfältig vermieden werden muss. Eine zugrunde liegende Ursache wird gezielt mitbehandelt.

Verlauf und Prognose

Die Prognose des SIADH hängt entscheidend von der zugrunde liegenden Ursache sowie der Geschwindigkeit sowie Sorgfalt der eingeleiteten Behandlung ab. Bei einer erfolgreich behobenen Ursache, insbesondere einer ausgeheilten Lungenentzündung oder einem abgesetzten, auslösenden Medikament, normalisiert sich der Natriumspiegel bei den meisten Betroffenen. Eine unbehandelt fortbestehende oder zu rasch korrigierte Hyponatriämie kann dagegen zu schwerwiegenden neurologischen Komplikationen führen, weshalb eine sorgfältige, ärztlich überwachte Behandlung von entscheidender Bedeutung ist.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Was passiert beim SIADH?

Eine übermäßige, unangemessene Ausschüttung des wasserzurückhaltenden Hormons Adiuretin.

Welche Folge hat das für das Blutnatrium?

Es sinkt durch die Wasserrückhaltung ab, es entsteht eine Hyponatriämie.

Was ist die wichtigste Behandlungsmaßnahme?

Eine gezielte Flüssigkeitsbeschränkung.

Welches Risiko besteht bei zu rascher Natriumkorrektur?

Das Risiko einer zentralen pontinen Myelinolyse.

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