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Allergie & Stoffwechsel

Pyridoxinmangel (Vitamin-B6-Mangel)

Der Pyridoxinmangel bezeichnet einen Mangel an Vitamin B6, einem wasserlöslichen Vitamin, das für zahlreiche Stoffwechselprozesse, insbesondere den Aminosäurestoffwechsel sowie die Bildung roter Blutkörperchen sowie bestimmter Botenstoffe des Nervensystems, von wesentlicher Bedeutung ist. Ein Pyridoxinmangel entsteht meist durch eine unzureichende Zufuhr über die Nahrung, eine gestörte Aufnahme im Darm oder die Einnahme bestimmter Medikamente sowie kann zu einem breiten Spektrum an Beschwerden führen, die von Hautveränderungen bis zu neurologischen Symptomen reichen.

Ursachen

Der Pyridoxinmangel entsteht am häufigsten durch eine unzureichende Zufuhr über die Nahrung, insbesondere bei einer einseitigen Ernährung oder chronischem Alkoholmissbrauch. Bestimmte Medikamente, insbesondere das Tuberkulosemedikament Isoniazid sowie bestimmte Antiepileptika, können den Vitamin-B6-Bedarf erhöhen oder dessen Verstoffwechselung stören. Auch eine chronische Nierenerkrankung sowie bestimmte erbliche Stoffwechselstörungen können einen Pyridoxinmangel begünstigen.

Symptome

Der Pyridoxinmangel äußert sich durch eine schuppige Hautentzündung, insbesondere im Bereich des Gesichts sowie der Kopfhaut, eine Entzündung der Mundwinkel sowie Zunge, eine Blutarmut sowie, bei ausgeprägtem Mangel, neurologische Beschwerden, insbesondere ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Extremitäten sowie, insbesondere bei Säuglingen, epileptische Krampfanfälle. Reizbarkeit, Verwirrtheit sowie eine allgemeine Schwäche können zusätzlich auftreten.

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Diagnostik

Die Diagnose des Pyridoxinmangels wird durch eine Blutuntersuchung mit Bestimmung des Vitamin-B6-Spiegels gestellt, ergänzt durch eine sorgfältige Ernährungsanamnese sowie eine Überprüfung der eingenommenen Medikamente auf einen möglichen, mangelbegünstigenden Wirkstoff. Eine Blutbildkontrolle sowie eine neurologische Untersuchung dienen der Erfassung möglicher Begleiterscheinungen des Mangels.

Behandlung

Die Behandlung des Pyridoxinmangels besteht in einer gezielten Substitution von Vitamin B6 sowie, bei entsprechender Ursache, einer Anpassung der auslösenden Medikation oder Ernährung. Menschen, die dauerhaft ein Medikament mit erhöhtem Vitamin-B6-Bedarf einnehmen, insbesondere Isoniazid, erhalten in aller Regel bereits vorbeugend eine begleitende Vitamin-B6-Gabe.

Verlauf und Prognose

Die Prognose des Pyridoxinmangels ist bei rechtzeitiger Erkennung sowie gezielter Substitution sehr gut, wobei sich die Haut- sowie Blutbildveränderungen unter Behandlung innerhalb weniger Wochen deutlich bessern. Neurologische Beschwerden können sich, insbesondere bei rechtzeitiger Behandlung, ebenfalls zurückbilden, wobei ein langjähriger, unbehandelter Mangel zu bleibenden Nervenschädigungen führen kann, weshalb eine frühzeitige Diagnosestellung sowie Behandlung von erheblicher Bedeutung ist.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Was ist Pyridoxin?

Vitamin B6, wichtig für Aminosäurestoffwechsel und Blutbildung.

Welches Medikament erhöht den Vitamin-B6-Bedarf besonders?

Das Tuberkulosemedikament Isoniazid.

Welche neurologischen Beschwerden können auftreten?

Kribbeln in den Extremitäten sowie, bei Säuglingen, Krampfanfälle.

Wie wird der Mangel behandelt?

Durch eine gezielte Substitution von Vitamin B6.

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