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Symptome

Hämoglobinurie

Die Hämoglobinurie bezeichnet den Nachweis von freiem Hämoglobin, dem roten Blutfarbstoff, im Urin, der durch einen vermehrten Zerfall roter Blutkörperchen direkt innerhalb der Blutgefäße entsteht. Bei diesem Vorgang wird der freigesetzte Blutfarbstoff in solchen Mengen freigesetzt, dass die körpereigenen Bindungsmechanismen überlastet werden sowie das überschüssige Hämoglobin über die Nieren in den Urin gelangt. Die Hämoglobinurie ist von der weitaus häufigeren Hämaturie, bei der ganze, intakte rote Blutkörperchen im Urin nachweisbar sind, klar zu unterscheiden sowie weist auf einen spezifischen, im Blutkreislauf stattfindenden Zerstörungsprozess der roten Blutkörperchen hin.

Ursachen

Die Hämoglobinurie entsteht durch einen akuten, innerhalb der Blutgefäße stattfindenden Zerfall roter Blutkörperchen, der durch verschiedene Ursachen ausgelöst werden kann, insbesondere eine Fehltransfusion mit unverträglichem Blut, bestimmte schwere Infektionen, insbesondere Malaria, eine ausgeprägte körperliche Belastung, wie sie etwa bei Langstreckenläufern auftreten kann, sowie bestimmte erbliche oder erworbene Erkrankungen der roten Blutkörperchen.

Symptome

Die Hämoglobinurie äußert sich durch einen auffällig dunkel, rot- bis braunfarben verfärbten Urin, der sich von einer echten Blutbeimengung durch die fehlende Anwesenheit intakter roter Blutkörperchen unterscheidet. Begleitend können, je nach zugrunde liegender Ursache, Fieber, Rückenschmerzen, eine allgemeine Schwäche sowie eine Gelbfärbung der Haut auftreten. Bei einem sehr ausgeprägten, plötzlichen Zerfall roter Blutkörperchen kann zusätzlich eine akute Nierenschädigung entstehen.

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Diagnostik

Die Diagnose der Hämoglobinurie wird durch eine Urinuntersuchung gestellt, bei der freies Hämoglobin, jedoch keine intakten roten Blutkörperchen, nachgewiesen werden, was die Abgrenzung zu einer echten Hämaturie ermöglicht. Eine Blutuntersuchung mit Bestimmung der roten Blutkörperchen sowie spezifischer Abbauprodukte bestätigt den zugrunde liegenden, verstärkten Zerfall der roten Blutkörperchen. Eine gezielte Suche nach der auslösenden Ursache, insbesondere einer Infektion oder einer zugrunde liegenden Bluterkrankung, schließt sich an.

Behandlung

Die Behandlung der Hämoglobinurie richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache, wobei eine auslösende Infektion, insbesondere eine Malaria, gezielt behandelt wird sowie bei einer Fehltransfusion die sofortige Beendigung der Transfusion sowie eine intensivmedizinische Überwachung notwendig sind. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr unterstützt die Nierenfunktion sowie hilft, einer akuten Nierenschädigung durch den vermehrten Blutfarbstoffanfall vorzubeugen.

Verlauf und Prognose

Die Prognose der Hämoglobinurie hängt entscheidend von der zugrunde liegenden Ursache sowie deren rechtzeitiger Behandlung ab. Bei einer erfolgreich behobenen, auslösenden Ursache normalisiert sich die Urinfarbe rasch, wobei bei einem sehr ausgeprägten, akuten Zerfall roter Blutkörperchen eine begleitende, akute Nierenschädigung die Prognose deutlich beeinflussen kann. Eine rasche ärztliche Abklärung sowie Behandlung sind daher von erheblicher Bedeutung.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wie unterscheidet sich Hämoglobinurie von Hämaturie?

Bei der Hämoglobinurie sind keine intakten roten Blutkörperchen im Urin nachweisbar.

Was kann eine Hämoglobinurie auslösen?

Eine Fehltransfusion, Malaria oder eine ausgeprägte körperliche Belastung.

Welche Komplikation droht bei ausgeprägtem Zerfall?

Eine akute Nierenschädigung.

Was unterstützt die Nierenfunktion in der Behandlung?

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.

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