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Innere Medizin

Prostatadysplasie (Prostatische intraepitheliale Neoplasie)

Die Prostatadysplasie, medizinisch als prostatische intraepitheliale Neoplasie bezeichnet, beschreibt eine mikroskopisch feststellbare Veränderung der Zellen innerhalb der Drüsengänge der Prostata, bei der die betroffenen Zellen ein von der Norm abweichendes, unregelmäßiges Erscheinungsbild aufweisen, ohne dass die für eine echte Krebserkrankung charakteristische Durchbrechung der umgebenden Gewebeschicht vorliegt. Dieser Befund wird ausschließlich im Rahmen einer feingeweblichen Untersuchung einer Gewebeprobe der Prostata festgestellt sowie in eine leichte sowie eine als bedeutsamer geltende, hochgradige Form unterschieden. Während die Prostatadysplasie selbst keine Krebserkrankung darstellt sowie keine unmittelbare Behandlung erfordert, gilt insbesondere die hochgradige Form als möglicher Vorläuferbefund, der eine engmaschige urologische Überwachung notwendig macht.

Ursachen

Die genaue Ursache der Prostatadysplasie ist bislang nicht abschließend geklärt, wobei ähnlich wie bei der Entstehung von Prostatakrebs ein Zusammenspiel aus genetischer Veranlagung, hormonellen Einflüssen sowie einem mit zunehmendem Lebensalter ansteigenden Risiko als wahrscheinlich angesehen wird. Eine familiäre Häufung von Prostatakrebs sowie ein höheres Lebensalter zählen zu den bekannten Risikofaktoren für das Auftreten einer Prostatadysplasie. Da die Prostatadysplasie sowie der Prostatakrebs teils gemeinsame, zugrunde liegende Entstehungsmechanismen aufweisen, wird die Dysplasie von vielen Fachleuten als möglicher, jedoch nicht zwingend fortschreitender Vorläuferbefund einzelner Krebsformen angesehen.

Symptome

Die Prostatadysplasie verursacht keinerlei eigene, spürbare Beschwerden, da es sich um einen rein mikroskopischen Befund handelt, der ausschließlich im Rahmen einer feingeweblichen Untersuchung einer Gewebeprobe festgestellt werden kann. Weder das Wasserlassen noch die allgemeine Prostatafunktion werden durch die Dysplasie selbst beeinträchtigt, weshalb Betroffene in aller Regel erst durch das Ergebnis einer aus anderem Anlass, etwa zur Abklärung eines erhöhten PSA-Wertes, entnommenen Gewebeprobe von dem Befund erfahren.

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Diagnostik

Die Diagnose der Prostatadysplasie wird ausschließlich durch eine feingewebliche, mikroskopische Untersuchung einer Gewebeprobe der Prostata gestellt, die im Rahmen einer gezielten Biopsie, meist zur Abklärung eines erhöhten PSA-Wertes oder eines auffälligen Tastbefundes, entnommen wird. Dabei wird zwischen einer leichtgradigen sowie einer hochgradigen Form unterschieden, wobei insbesondere die hochgradige Form aufgrund ihrer stärkeren Assoziation mit einem möglicherweise bereits vorhandenen oder sich entwickelnden Prostatakrebs von größerer klinischer Bedeutung ist. Bei Nachweis einer hochgradigen Prostatadysplasie wird häufig eine erneute, gezielte Gewebeentnahme nach einem bestimmten Zeitintervall empfohlen.

Behandlung

Eine spezifische Behandlung der Prostatadysplasie selbst existiert nicht sowie ist angesichts des Fehlens einer eigenständigen Krankheitsbedeutung auch nicht notwendig. Bei Nachweis einer leichtgradigen Form wird in aller Regel keine über die übliche Vorsorge hinausgehende zusätzliche Maßnahme empfohlen. Bei Nachweis einer hochgradigen Prostatadysplasie wird dagegen eine engmaschigere urologische Überwachung mit regelmäßiger Kontrolle des PSA-Wertes sowie gegebenenfalls einer erneuten, gezielten Gewebeentnahme nach einem festgelegten Zeitintervall empfohlen, um eine mögliche, sich erst später entwickelnde Krebserkrankung frühzeitig zu erkennen.

Verlauf und Prognose

Die Prognose der Prostatadysplasie ist bei der leichtgradigen Form sehr gut, da diese in aller Regel keine weitergehende Bedeutung besitzt sowie nicht mit einem deutlich erhöhten Krebsrisiko einhergeht. Bei der hochgradigen Form besteht ein moderat erhöhtes Risiko, dass bei einer erneuten Gewebeentnahme im weiteren Verlauf tatsächlich eine Krebserkrankung nachgewiesen wird, weshalb eine konsequente, engmaschige Nachsorge von entscheidender Bedeutung ist. Eine Prostatadysplasie entwickelt sich jedoch keineswegs bei jedem Betroffenen zwangsläufig zu einer Krebserkrankung, sodass eine sachliche, nicht unnötig beunruhigende Aufklärung der Betroffenen über die tatsächliche Bedeutung des Befundes wichtig ist.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Ist die Prostatadysplasie eine Krebserkrankung?

Nein, es handelt sich um eine Zellveränderung ohne die für Krebs charakteristische Gewebedurchbrechung.

Wie wird die Prostatadysplasie festgestellt?

Ausschließlich durch eine mikroskopische Untersuchung einer entnommenen Gewebeprobe.

Welche Form ist von größerer klinischer Bedeutung?

Die hochgradige Form, die eine engmaschigere urologische Überwachung erfordert.

Entwickelt sich die Dysplasie immer zu Krebs?

Nein, sie entwickelt sich keineswegs bei jedem Betroffenen zwangsläufig zu einer Krebserkrankung.

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