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Häufige Erkrankungen

Pleurodynia epidemica (Bornholm-Krankheit)

Die Pleurodynia epidemica, im deutschsprachigen Raum auch als Bornholm-Krankheit bezeichnet, ist eine durch bestimmte Coxsackieviren verursachte Infektionskrankheit, die durch anfallsartige, äußerst heftige Schmerzen im Bereich des Brustkorbs oder des Oberbauchs gekennzeichnet ist, welche durch eine Entzündung der die Brust- sowie Bauchhöhle sowie die Muskulatur des Zwerchfells umgebenden Gewebeschichten verursacht werden. Die Erkrankung tritt häufig in kleineren, örtlich begrenzten Ausbrüchen auf, insbesondere in den Sommer- sowie Herbstmonaten, wobei Kinder sowie junge Erwachsene am häufigsten betroffen sind. Trotz der oft äußerst quälenden, mitunter an einen ernsten inneren Notfall erinnernden Schmerzintensität verläuft die Pleurodynia epidemica in aller Regel gutartig sowie heilt innerhalb weniger Tage vollständig folgenlos aus.

Ursachen

Die Pleurodynia epidemica wird durch eine Infektion mit bestimmten, dem Genus der Coxsackieviren zugehörigen Erregern verursacht, die überwiegend über eine Tröpfchen- oder Schmierinfektion von Mensch zu Mensch übertragen werden sowie insbesondere in den Sommer- sowie Herbstmonaten gehäuft zirkulieren. Ein enger Kontakt innerhalb von Familien, Schulen oder Kindergärten begünstigt eine rasche Ausbreitung der Erkrankung innerhalb kleinerer, örtlich begrenzter Gemeinschaften erheblich. Kinder sowie junge Erwachsene sind aufgrund einer noch nicht vollständig ausgebildeten Immunität gegenüber den auslösenden Viren besonders häufig betroffen.

Symptome

Die Pleurodynia epidemica äußert sich durch plötzlich einsetzende, anfallsartige sowie äußerst heftige, stechende Schmerzen im Bereich des Brustkorbs oder des Oberbauchs, die sich bei tiefer Atmung, Husten oder Bewegung deutlich verstärken sowie über wenige Minuten bis Stunden in wiederkehrenden Attacken auftreten. Begleitend bestehen Fieber, Kopfschmerzen sowie ein allgemeines Krankheitsgefühl, wobei die Schmerzintensität mitunter so ausgeprägt ist, dass zunächst an einen ernsten inneren Notfall, etwa eine Lungenembolie oder einen Herzinfarkt, gedacht werden muss. Die Beschwerden klingen bei der überwiegenden Mehrheit der Betroffenen innerhalb weniger Tage vollständig ab.

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Diagnostik

Die Diagnose der Pleurodynia epidemica wird überwiegend klinisch anhand des charakteristischen, anfallsartigen Schmerzmusters in Kombination mit einem möglichen zeitgleichen Auftreten ähnlicher Beschwerden im unmittelbaren Umfeld der betroffenen Person gestellt. Angesichts der teils äußerst ausgeprägten, mit ernsten inneren Notfällen verwechselbaren Schmerzintensität wird bei entsprechendem klinischem Bild zunächst eine gezielte Untersuchung durchgeführt, um schwerwiegendere Ursachen der Brust- oder Bauchschmerzen, insbesondere Erkrankungen des Herzens oder der Lunge, sicher auszuschließen. Ein molekularbiologischer oder serologischer Erregernachweis kann die Diagnose in unklaren Fällen zusätzlich bestätigen.

Behandlung

Die Behandlung der Pleurodynia epidemica erfolgt überwiegend symptomatisch mittels schmerzlindernder sowie fiebersenkender Medikamente sowie körperlicher Schonung während der akuten Schmerzphase, da für die auslösenden Coxsackieviren keine spezifische, ursächliche Behandlung zur Verfügung steht. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sowie eine beruhigende Aufklärung über den gutartigen, selbstlimitierenden Charakter der Erkrankung tragen erheblich zur Linderung der oft als sehr beunruhigend empfundenen Beschwerden bei. Eine spezifische medikamentöse Behandlung ist in aller Regel nicht notwendig.

Verlauf und Prognose

Die Prognose der Pleurodynia epidemica ist trotz der oft äußerst heftigen Schmerzintensität sehr gut, wobei die Erkrankung bei der überwiegenden Mehrheit der Betroffenen innerhalb weniger Tage bis maximal einer Woche vollständig sowie ohne bleibende Folgen ausheilt. Ein Wiederauftreten der charakteristischen Schmerzattacken innerhalb desselben Krankheitsverlaufs kommt gelegentlich vor, bevor die Erkrankung endgültig abklingt. Schwerwiegende Komplikationen, insbesondere eine Mitbeteiligung des Herzmuskels, treten nur äußerst selten auf, sollten jedoch bei einem ungewöhnlich schweren oder protrahierten Verlauf in Betracht gezogen werden.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Warum wird die Erkrankung auch Bornholm-Krankheit genannt?

Nach einem historisch dokumentierten Ausbruch auf der dänischen Insel Bornholm.

Welche Viren verursachen die Erkrankung?

Bestimmte Coxsackieviren.

Warum kann die Erkrankung zunächst beunruhigend wirken?

Weil die Schmerzintensität so ausgeprägt sein kann, dass an einen ernsten inneren Notfall gedacht werden muss.

Wie ist die Prognose?

Sehr gut — die Erkrankung heilt meist innerhalb weniger Tage vollständig folgenlos aus.

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