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Vergiftungen

Phenolvergiftung

Die Phenolvergiftung entsteht durch Haut- oder Schleimhautkontakt, das Einatmen von Dämpfen oder das Verschlucken der ätzenden Chemikalie Phenol, die in bestimmten Desinfektionsmitteln, Kunststoffen und industriellen Prozessen vorkommt. Phenol wird auch über intakte Haut in nennenswerter Menge aufgenommen, was die Vergiftung besonders tückisch macht.

Ursachen

Häufige Ursachen sind Hautkontakt mit phenolhaltigen Produkten am Arbeitsplatz, das versehentliche Verschlucken konzentrierter Lösungen oder das Einatmen von Dämpfen in schlecht belüfteten Räumen. Da Phenol auch über unverletzte Haut aufgenommen wird, kann bereits ein großflächiger Hautkontakt zu einer bedeutsamen Vergiftung führen.

Symptome

Bei Hautkontakt kommt es zunächst zu einem charakteristischen weißlichen Verätzungsfleck, oft mit anfänglich nur geringem Schmerzempfinden, da Phenol die Hautnerven betäubt. Systemisch können Schwindel, Herzrhythmusstörungen, Krampfanfälle sowie eine Schädigung von Leber und Nieren auftreten.

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Diagnostik

Die Diagnose stützt sich auf die Krankengeschichte mit Angaben zur Exposition sowie die Untersuchung der betroffenen Haut- oder Schleimhautbereiche. Bei Verdacht auf eine systemische Vergiftung werden Herzrhythmus sowie Leber- und Nierenwerte überwacht.

Behandlung

Bei Hautkontakt ist ein rasches, ausgiebiges Abwaschen mit geeigneten Mitteln entscheidend, da Wasser allein die Aufnahme von Phenol nicht immer ausreichend verhindert. Bei systemischen Beschwerden ist eine umgehende notärztliche Behandlung mit Überwachung von Herz-Kreislauf-Funktion und Organen erforderlich.

Verlauf und Prognose

Bei rascher Erstversorgung und begrenztem Hautkontakt ist die Prognose meist gut. Bei ausgedehntem Hautkontakt, Verschlucken oder systemischer Vergiftung besteht ein ernstes, potenziell lebensbedrohliches Risiko mit möglicher Organschädigung.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Warum ist Hautkontakt mit Phenol besonders tückisch?

Weil es die Hautnerven betäubt und dadurch anfangs kaum Schmerzen verursacht, obwohl bereits eine bedeutsame Menge aufgenommen werden kann.

Wie sollte Phenol von der Haut entfernt werden?

Rasch und ausgiebig mit geeigneten Mitteln, da Wasser allein die Aufnahme nicht immer ausreichend verhindert.

Welche Organe können durch Phenol geschädigt werden?

Vor allem Leber und Nieren, zusätzlich kann das Herz für Rhythmusstörungen empfindlicher werden.

Wo kommt Phenol vor?

Unter anderem in bestimmten Desinfektionsmitteln, Kunststoffen und industriellen Prozessen.

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