Ein Angebot von Personal Paramedic e.K. · DGUV-anerkannte Ausbildungsstätte (8.2018)
Weitere Notfälle

Traumatisches Hirnödem

Das traumatische Hirnödem ist eine Schwellung des Gehirns, die als Reaktion auf eine Kopfverletzung entsteht. Da das Gehirn im starren Schädelknochen nur begrenzt Platz hat, kann die Schwellung zu einem gefährlichen Anstieg des Hirndrucks führen und muss deshalb engmaschig überwacht und rasch behandelt werden.

Ursachen

Ursache ist eine Kopfverletzung, bei der das Hirngewebe direkt geschädigt wird oder eine Störung der Blut-Hirn-Schranke zu einer vermehrten Ansammlung von Flüssigkeit im Hirngewebe führt. Auch begleitende Blutungen oder ein Sauerstoffmangel im Rahmen der Verletzung können die Schwellung verstärken.

Symptome

Betroffene zeigen zunehmende Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen sowie eine fortschreitende Bewusstseinstrübung. Bei ausgeprägtem Druckanstieg im Schädel können sich Pupillenveränderungen, Lähmungen oder Krampfanfälle entwickeln, die auf eine lebensbedrohliche Situation hinweisen.

Anzeige

Diagnostik

Die Diagnose erfolgt durch eine Computertomografie oder Magnetresonanztomografie des Kopfes, die das Ausmaß der Schwellung sowie mögliche begleitende Verletzungen zeigt. Bei schweren Verläufen wird häufig zusätzlich der Hirndruck über eine spezielle Messsonde kontinuierlich überwacht.

Behandlung

Die Behandlung erfolgt intensivmedizinisch mit Maßnahmen zur Senkung des Hirndrucks, etwa durch eine angepasste Lagerung, bestimmte Medikamente oder eine kontrollierte Beatmung. In schweren Fällen kann eine operative Entlastung durch eine vorübergehende Entfernung eines Teils des Schädelknochens erforderlich werden.

Verlauf und Prognose

Der Verlauf hängt wesentlich vom Ausmaß der ursprünglichen Hirnverletzung sowie der Höhe und Dauer des erhöhten Hirndrucks ab. Mit rechtzeitiger, intensiver Behandlung lässt sich der Hirndruck bei vielen Betroffenen kontrollieren, bei sehr ausgeprägtem oder anhaltendem Druckanstieg besteht jedoch ein erhebliches Risiko für bleibende Hirnschäden.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

Anzeige
FAQ

Häufige Fragen

Warum ist ein Hirnödem so gefährlich?

Weil das Gehirn im starren Schädelknochen nur begrenzt Platz hat und die Schwellung zu einem gefährlichen Druckanstieg führen kann.

Wie wird der Hirndruck überwacht?

Bei schweren Verläufen häufig kontinuierlich über eine spezielle, in das Gehirn eingebrachte Messsonde.

Welche Warnzeichen deuten auf einen gefährlichen Druckanstieg hin?

Zunehmende Bewusstseinstrübung, Pupillenveränderungen, Lähmungen oder Krampfanfälle.

Wann ist eine operative Entlastung nötig?

Bei sehr ausgeprägtem, medikamentös nicht beherrschbarem Hirndruckanstieg.

Erste Hilfe lernen statt nur nachlesen

Im Kurs übst du die Handgriffe unter Anleitung — Theorie und Praxis zusammen.

Kurs finden Inhouse anfragen