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Häufige Erkrankungen

Katzenkratzkrankheit

Die Katzenkratzkrankheit ist eine durch das Bakterium Bartonella henselae verursachte Infektionskrankheit, die überwiegend durch einen Kratzer oder Biss einer, meist jungen sowie klinisch gesund erscheinenden, Katze auf den Menschen übertragen wird. Nach dem Eindringen der Erreger über die verletzte Hautstelle entwickelt sich innerhalb weniger Tage bis Wochen eine charakteristische, schmerzhafte Schwellung der zur betroffenen Körperregion gehörenden Lymphknoten, die bei der überwiegenden Mehrheit der Betroffenen ohne spezifische Behandlung von selbst wieder abklingt. Bei einem kleinen Teil der Betroffenen, insbesondere bei einer geschwächten Immunabwehr, kann die Katzenkratzkrankheit jedoch einen schwereren, mehrere Organe betreffenden Verlauf nehmen.

Ursachen

Die Katzenkratzkrankheit entsteht durch die Übertragung des Bakteriums Bartonella henselae, das im Speichel sowie in den Krallen infizierter Katzen vorkommt, über einen Kratzer, Biss oder engen Hautkontakt mit einer infizierten Katze, wobei betroffene Tiere selbst meist keine erkennbaren Krankheitszeichen zeigen. Kätzchen sowie streunende Katzen tragen den Erreger deutlich häufiger in sich als ältere, domestizierte Katzen, weshalb der Kontakt mit jungen Tieren ein besonders hohes Übertragungsrisiko darstellt. Eine Übertragung des Erregers durch Katzenflöhe zwischen Katzen untereinander trägt zur weiten Verbreitung des Erregers in der Katzenpopulation zusätzlich bei.

Symptome

Die Katzenkratzkrankheit äußert sich durch eine kleine, gerötete Hautveränderung an der Eintrittsstelle des Erregers, gefolgt von einer über ein bis drei Wochen zunehmenden, schmerzhaften Schwellung der zur betroffenen Körperregion gehörenden Lymphknoten, die je nach Lage der ursprünglichen Verletzung meist in der Achselhöhle, der Leiste oder am Hals auftritt. Begleitend können leichtes Fieber, Müdigkeit sowie ein allgemeines Krankheitsgefühl bestehen. Bei einem kleinen Teil der Betroffenen, insbesondere bei geschwächter Immunabwehr, kann sich die Infektion auf innere Organe, insbesondere die Leber, die Milz oder das Auge, ausbreiten sowie zu einem deutlich schwereren Krankheitsbild führen.

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Diagnostik

Die Diagnose der Katzenkratzkrankheit wird durch eine sorgfältige Befragung nach einem vorausgegangenen Katzenkontakt in Kombination mit dem charakteristischen klinischen Bild einer schmerzhaften, regionalen Lymphknotenschwellung gestellt, wobei ein Nachweis spezifischer Antikörper gegen den Erreger im Blut die Verdachtsdiagnose zusätzlich bestätigen kann. Ein molekularbiologischer Erregernachweis aus einer Gewebeprobe des betroffenen Lymphknotens kann in unklaren Fällen zusätzliche Sicherheit geben. Eine Abgrenzung zu anderen, ebenfalls mit einer Lymphknotenschwellung einhergehenden Erkrankungen ist angesichts der teils unspezifischen Symptomatik mitunter erforderlich.

Behandlung

Die Behandlung der Katzenkratzkrankheit erfolgt bei der überwiegenden Mehrheit der Betroffenen mit intakter Immunabwehr überwiegend abwartend sowie unterstützend mittels schmerzlindernder Medikamente, da die Erkrankung in aller Regel innerhalb weniger Wochen bis Monate von selbst folgenlos ausheilt. Bei besonders ausgeprägten, schmerzhaften Lymphknotenschwellungen kann eine gezielte Antibiotikabehandlung den Krankheitsverlauf verkürzen. Bei einem schwereren, mehrere Organe betreffenden Verlauf, insbesondere bei geschwächter Immunabwehr, wird eine intensivierte, über mehrere Wochen fortgeführte Antibiotikabehandlung eingeleitet.

Verlauf und Prognose

Die Prognose der Katzenkratzkrankheit ist bei der überwiegenden Mehrheit der Betroffenen mit intakter Immunabwehr sehr gut, wobei die Lymphknotenschwellung innerhalb weniger Wochen bis Monate von selbst vollständig zurückgeht. Bei einem schwereren, mehrere Organe betreffenden Verlauf, insbesondere bei geschwächter Immunabwehr, ist die Prognose bei rechtzeitig eingeleiteter, gezielter Antibiotikabehandlung ebenfalls gut, wobei die Behandlungsdauer in diesen Fällen deutlich länger ausfallen kann. Eine erneute Ansteckung nach vorsichtigem Umgang mit Katzen, insbesondere durch das Vermeiden von Kratzern sowie eine gute Handhygiene nach Katzenkontakt, kann wirksam vorgebeugt werden.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wie wird die Katzenkratzkrankheit übertragen?

Durch einen Kratzer, Biss oder engen Hautkontakt mit einer infizierten, meist klinisch gesund erscheinenden Katze.

Welche Tiere tragen das Bakterium besonders häufig?

Kätzchen sowie streunende Katzen deutlich häufiger als ältere, domestizierte Katzen.

Wie äußert sich die Erkrankung typischerweise?

Durch eine schmerzhafte Schwellung der zur betroffenen Körperregion gehörenden Lymphknoten.

Wie ist die Prognose bei intakter Immunabwehr?

Sehr gut — die Erkrankung heilt in aller Regel innerhalb weniger Wochen bis Monate von selbst folgenlos aus.

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