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Reisemedizin & Tropenkrankheiten

Colorado-Zeckenfieber

Das Colorado-Zeckenfieber ist eine durch ein bestimmtes Virus verursachte Infektionskrankheit, die über den Stich infizierter Holzböcke, einer bestimmten Zeckenart, übertragen wird sowie vor allem in bergigen, bewaldeten Regionen des westlichen Nordamerikas, insbesondere in den Rocky Mountains sowie angrenzenden Gebieten, auftritt. Die Erkrankung ist nach dem US-Bundesstaat Colorado benannt, in dem sie erstmals wissenschaftlich beschrieben wurde, sowie zählt in den betroffenen Regionen zu den häufigeren, durch Zecken übertragenen Viruserkrankungen. Ein charakteristisches Merkmal des Colorado-Zeckenfiebers ist ein zweiphasiger Fieberverlauf, bei dem sich nach einer kurzen, scheinbaren Besserung ein zweiter Fieberschub anschließt, bevor die Erkrankung endgültig abklingt.

Ursachen

Das Colorado-Zeckenfieber entsteht durch die Übertragung des zugrunde liegenden Virus über den Stich infizierter Holzböcke, die sich in bergigen, bewaldeten Regionen des westlichen Nordamerikas in Höhenlagen zwischen etwa 1200 sowie 3000 Metern vermehren. Ein Aufenthalt in bekannten Endemiegebieten während der Hauptaktivitätszeit der übertragenden Zecken, insbesondere in den Frühlings- sowie Frühsommermonaten, stellt den wichtigsten Risikofaktor für eine Ansteckung dar. Wanderer, Camper sowie Personen mit beruflicher Tätigkeit im Freien in den betroffenen Regionen sind für eine Ansteckung besonders anfällig.

Symptome

Das Colorado-Zeckenfieber äußert sich durch einen plötzlichen Fieberbeginn, begleitet von Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Lichtempfindlichkeit sowie einem allgemeinen Krankheitsgefühl. Ein charakteristisches Merkmal ist der zweiphasige Fieberverlauf, bei dem das Fieber nach zwei bis drei Tagen für ein bis zwei Tage abklingt, bevor sich ein zweiter, meist der ersten Phase ähnlicher Fieberschub anschließt. Ein vorübergehender Hautausschlag sowie eine leichte Blutungsneigung können bei einem Teil der Betroffenen zusätzlich auftreten, wobei schwere, insbesondere das Nervensystem betreffende Verläufe vor allem bei Kindern beschrieben wurden.

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Diagnostik

Die Diagnose des Colorado-Zeckenfiebers wird durch einen molekularbiologischen oder serologischen Erregernachweis im Blut gestellt, wobei eine sorgfältige Anamnese mit gezielter Frage nach einem Zeckenstich sowie einem Aufenthalt in bekannten Endemiegebieten des westlichen Nordamerikas für die Verdachtsdiagnose von erheblicher Bedeutung ist. Eine Blutuntersuchung kann eine vorübergehende Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen sowie der Blutplättchen zeigen, die richtungsweisend für die Diagnose sein kann. Eine Abgrenzung zu anderen, durch Zecken übertragenen Erkrankungen ist angesichts teils überlappender Symptome mitunter erforderlich.

Behandlung

Eine spezifische, ursächliche Behandlung des Colorado-Zeckenfiebers existiert nicht, weshalb sich die Behandlung auf eine symptomatische Linderung der Beschwerden konzentriert, die fiebersenkende sowie schmerzlindernde Medikamente, ausreichende Flüssigkeitszufuhr sowie körperliche Schonung umfasst. Eine engmaschige Beobachtung des charakteristischen, zweiphasigen Krankheitsverlaufs ist sinnvoll, um eine mögliche Verschlechterung während des zweiten Fieberschubs rechtzeitig zu erkennen. Bei einem schweren, das Nervensystem betreffenden Verlauf, wie er vor allem bei Kindern beschrieben wurde, ist eine intensivierte, unterstützende Behandlung notwendig.

Verlauf und Prognose

Die Prognose des Colorado-Zeckenfiebers ist bei der überwiegenden Mehrheit der Betroffenen gut, wobei die Erkrankung nach dem charakteristischen, zweiphasigen Fieberverlauf innerhalb von ein bis zwei Wochen ohne bleibende Schäden folgenlos ausheilt. Bei einem kleinen Teil der Betroffenen, insbesondere bei Kindern, wurden seltene, schwerere Verlaufsformen mit Beteiligung des Nervensystems beschrieben, die eine ernstere Prognose aufweisen. Ein wirksamer Zeckenschutz während des Aufenthalts in bekannten Endemiegebieten sowie eine sorgfältige, tägliche Absuche nach Zecken stellen die wichtigsten Maßnahmen zur Vorbeugung einer Ansteckung dar.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wo kommt das Colorado-Zeckenfieber vor?

In bergigen, bewaldeten Regionen des westlichen Nordamerikas, insbesondere in den Rocky Mountains.

Was ist das charakteristische Merkmal des Krankheitsverlaufs?

Ein zweiphasiger Fieberverlauf mit einer kurzen, scheinbaren Besserung zwischen zwei Fieberschüben.

Wer ist für einen schweren Verlauf besonders gefährdet?

Vor allem Kinder, bei denen seltene, das Nervensystem betreffende Verlaufsformen beschrieben wurden.

Wie wird die Erkrankung übertragen?

Über den Stich infizierter Holzböcke, einer bestimmten Zeckenart.

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