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Reisemedizin & Tropenkrankheiten

Rifttalfieber

Das Rifttalfieber ist eine durch das Rifttalfiebervirus verursachte Infektionskrankheit, die überwiegend Nutztiere wie Rinder, Schafe sowie Ziegen befällt, jedoch auch auf den Menschen übertragen werden kann, sowie vor allem in weiten Teilen Afrikas sowie in Teilen der arabischen Halbinsel verbreitet ist. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt überwiegend durch den direkten Kontakt mit Blut oder Gewebe infizierter Tiere, insbesondere im Rahmen der Schlachtung oder Geburtshilfe bei Nutztieren, sowie seltener über den Stich infizierter Mücken. Während die weit überwiegende Mehrheit der menschlichen Infektionen mild oder ohne relevante Beschwerden verläuft, kann sich bei einem kleinen Teil der Betroffenen eine schwere, mitunter lebensbedrohliche Komplikation entwickeln, insbesondere eine Beteiligung der Augen, des Nervensystems oder eine schwere Blutungsneigung.

Ursachen

Das Rifttalfieber entsteht beim Menschen am häufigsten durch den direkten Kontakt mit Blut, Körperflüssigkeiten oder Gewebe infizierter Nutztiere, wie er insbesondere bei der Schlachtung, der Geburtshilfe oder der Versorgung erkrankter Tiere auftritt, weshalb Landwirte, Tierärzte sowie Schlachthofpersonal in Endemiegebieten einem besonders hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind. Eine seltenere Übertragung erfolgt über den Stich infizierter Mücken, die das Virus zwischen Tieren sowie gelegentlich auf den Menschen übertragen. Größere Ausbrüche unter Nutztieren, wie sie nach ungewöhnlich starken Regenfällen mit vermehrter Mückenvermehrung auftreten können, gehen mit einem erhöhten Risiko menschlicher Erkrankungsfälle einher.

Symptome

Das Rifttalfieber verläuft bei der weit überwiegenden Mehrheit der Betroffenen ohne relevante Beschwerden oder mit einem milden, grippeähnlichen Krankheitsbild, das sich durch Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen sowie eine allgemeine Erschöpfung äußert sowie meist innerhalb weniger Tage von selbst abklingt. Bei einem kleinen Teil der Betroffenen können sich schwerere Komplikationen entwickeln, insbesondere eine Entzündung der Netzhaut des Auges mit möglicher Sehverschlechterung, eine Entzündung des Gehirns mit Verwirrtheit sowie epileptischen Anfällen oder eine ausgeprägte, hämorrhagische Verlaufsform mit schwerer Blutungsneigung sowie Leberversagen.

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Diagnostik

Die Diagnose des Rifttalfiebers wird durch einen molekularbiologischen oder serologischen Erregernachweis im Blut gestellt, wobei eine sorgfältige Anamnese mit gezielter Frage nach einem Aufenthalt in Endemiegebieten sowie einem möglichen Kontakt mit Nutztieren oder deren Gewebe von entscheidender Bedeutung für die Verdachtsdiagnose ist. Eine Blutuntersuchung kann bei einem schweren Verlauf deutlich erhöhte Leberwerte sowie eine verminderte Zahl der Blutplättchen zeigen. Eine augenärztliche Untersuchung wird bei jedem Verdacht auf eine Beteiligung der Netzhaut unverzüglich durchgeführt.

Behandlung

Eine spezifische, ursächliche Behandlung des Rifttalfiebers existiert nicht, weshalb sich die Behandlung der häufigen, milden Verlaufsform auf eine symptomatische Linderung mittels fiebersenkender Medikamente sowie ausreichender Flüssigkeitszufuhr beschränkt. Bei einer schweren, hämorrhagischen Verlaufsform ist eine intensivmedizinische Behandlung mit Kreislaufunterstützung sowie gegebenenfalls Bluttransfusionen notwendig, während eine Beteiligung des Nervensystems eine unterstützende, intensivmedizinische Behandlung erfordert. Eine gezielte augenärztliche Behandlung wird bei einer nachgewiesenen Netzhautbeteiligung eingeleitet, um das Ausmaß einer möglichen Sehverschlechterung zu begrenzen.

Verlauf und Prognose

Die Prognose des Rifttalfiebers ist bei der weit überwiegenden Mehrheit der Betroffenen mit einer milden Verlaufsform sehr gut, wobei die Erkrankung innerhalb weniger Tage bis Wochen ohne bleibende Schäden folgenlos ausheilt. Bei den selteneren, schweren Komplikationen, insbesondere der hämorrhagischen Verlaufsform sowie der Beteiligung des Nervensystems, ist die Prognose deutlich ernster, wobei diese Verlaufsformen mit einer relevanten Sterblichkeit verbunden sind. Eine Beteiligung der Netzhaut kann trotz Behandlung zu einer dauerhaften Sehverschlechterung führen, weshalb eine frühzeitige augenärztliche Abklärung bei entsprechenden Warnzeichen dringend empfohlen wird.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wie wird das Rifttalfieber meist auf den Menschen übertragen?

Durch direkten Kontakt mit Blut oder Gewebe infizierter Nutztiere, insbesondere bei Schlachtung oder Geburtshilfe.

Wer ist besonders gefährdet?

Landwirte, Tierärzte sowie Schlachthofpersonal in Endemiegebieten.

Welche seltene, schwere Komplikation kann das Auge betreffen?

Eine Entzündung der Netzhaut mit möglicher, dauerhafter Sehverschlechterung.

Wie verläuft die Erkrankung meist?

Bei der weit überwiegenden Mehrheit mild oder ohne relevante Beschwerden.

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