Ein Angebot von Personal Paramedic e.K. · DGUV-anerkannte Ausbildungsstätte (8.2018)
Vergiftungen

Kadmiumvergiftung

Die Kadmiumvergiftung entsteht durch die Aufnahme des Schwermetalls Kadmium, das in bestimmten Batterien, Pigmenten und industriellen Prozessen vorkommt. Während eine akute Vergiftung meist durch Einatmen hoher Konzentrationen entsteht, resultiert eine chronische Belastung häufig aus langjähriger beruflicher Exposition und kann zu bleibenden Nieren- und Knochenschäden führen.

Ursachen

Akute Vergiftungen entstehen meist durch das Einatmen kadmiumhaltiger Dämpfe bei Schweiß- oder Lötarbeiten an kadmiumhaltigen Materialien, chronische Belastungen durch langjährige berufliche Exposition in der Batterieherstellung, Metallverarbeitung oder bei der Herstellung bestimmter Pigmente. Auch der Konsum von Tabak führt zu einer gewissen zusätzlichen Kadmiumbelastung.

Symptome

Die akute Vergiftung äußert sich mit Husten, Atemnot und Fieber, die sich zu einem gefährlichen Lungenödem entwickeln können. Die chronische Belastung verursacht schleichend eine Schädigung der Nierenfunktion sowie eine Verminderung der Knochendichte, die zu Knochenschmerzen und einer erhöhten Bruchanfälligkeit führen kann.

Anzeige

Diagnostik

Die Diagnose erfolgt durch den Nachweis von Kadmium im Blut oder Urin. Bei chronischer Belastung werden zusätzlich die Nierenfunktion sowie, bei entsprechenden Beschwerden, die Knochendichte kontrolliert.

Behandlung

Bei akuter Vergiftung steht die intensivmedizinische Überwachung der Lungenfunktion im Vordergrund, da sich das Lungenödem verzögert entwickeln kann. Bei chronischer Belastung ist die wichtigste Maßnahme die sofortige Beendigung der weiteren Exposition, eine spezifische Behandlung zur Entfernung des bereits im Körper gespeicherten Kadmiums existiert nur eingeschränkt.

Verlauf und Prognose

Bei rechtzeitiger Behandlung der akuten Vergiftung ist die Prognose meist gut. Chronische Belastungen können jedoch zu bleibenden Nieren- und Knochenschäden führen, die sich auch nach Beendigung der Exposition nur teilweise zurückbilden, weshalb eine frühzeitige Erkennung besonders wichtig ist.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

Anzeige
FAQ

Häufige Fragen

Welche Organe sind bei chronischer Kadmiumbelastung besonders gefährdet?

Vor allem die Nieren und die Knochen.

Wer ist besonders gefährdet?

Menschen mit langjähriger beruflicher Exposition, etwa in der Batterieherstellung oder Metallverarbeitung.

Warum ist eine Überwachung bei akuter Vergiftung wichtig?

Weil sich ein gefährliches Lungenödem verzögert entwickeln kann.

Bilden sich chronische Schäden nach Beendigung der Exposition zurück?

Nur teilweise, weshalb eine frühzeitige Erkennung besonders wichtig ist.

Erste Hilfe lernen statt nur nachlesen

Im Kurs übst du die Handgriffe unter Anleitung — Theorie und Praxis zusammen.

Kurs finden Inhouse anfragen