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Verbrennungen & Umwelt

Hitzeödem

Das Hitzeödem bezeichnet eine meist symmetrisch auftretende, harmlose Schwellung vor allem im Bereich der Knöchel sowie der Unterschenkel, die durch anhaltende große Hitze begünstigt wird, wenn sich die Blutgefäße der Haut zur besseren Wärmeabgabe erweitern sowie dadurch vermehrt Flüssigkeit aus den kleinsten Blutgefäßen in das umliegende Gewebe austritt. Diese Form der Schwellung tritt besonders häufig bei Menschen auf, die sich noch nicht ausreichend an ein heißes Klima gewöhnt haben, sowie bei längerem Sitzen oder Stehen ohne ausreichende Bewegung der Beinmuskulatur. Das Hitzeödem gilt als vergleichsweise harmlose, überwiegend kosmetisch störende Begleiterscheinung großer Hitze, die sich in aller Regel innerhalb weniger Tage nach einer entsprechenden Gewöhnung von selbst zurückbildet.

Ursachen

Das Hitzeödem entsteht durch eine hitzebedingte Erweiterung der kleinen Blutgefäße der Haut, die der besseren Wärmeabgabe des Körpers dient, wobei durch diese Gefäßerweiterung vermehrt Flüssigkeit aus den Blutgefäßen in das umliegende Gewebe austritt, ohne dass diese Flüssigkeit ausreichend über die Lymphgefäße abtransportiert werden kann. Ein längeres, unbewegtes Sitzen oder Stehen begünstigt die Wasseransammlung in den unteren Extremitäten zusätzlich, da die normalerweise unterstützende Muskelpumpe der Beine in dieser Situation kaum aktiv ist. Menschen, die sich erst kürzlich in einem heißen Klima aufhalten sowie noch nicht ausreichend daran gewöhnt sind, sind für die Entwicklung eines Hitzeödems besonders anfällig.

Symptome

Das Hitzeödem äußert sich durch eine meist symmetrisch auftretende, eindrückbare Schwellung vor allem im Bereich der Knöchel sowie der Unterschenkel, die sich typischerweise im Laufe des Tages verstärkt sowie nach einer nächtlichen Ruhephase mit erhöht gelagerten Beinen wieder deutlich zurückbildet. Die betroffene Haut ist dabei in aller Regel nicht gerötet, nicht überwärmt sowie nicht schmerzhaft, was das Hitzeödem von einer entzündlichen oder durch eine Venenthrombose bedingten Schwellung unterscheidet. Allgemeine Krankheitszeichen wie Fieber oder eine Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens fehlen beim reinen Hitzeödem.

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Diagnostik

Die Diagnose des Hitzeödems wird überwiegend klinisch anhand des typischen, symmetrischen sowie schmerzlosen Erscheinungsbildes in Kombination mit dem Zusammenhang zu anhaltender großer Hitze gestellt, wobei eine sorgfältige körperliche Untersuchung wichtig ist, um andere, ernsthaftere Ursachen einer Beinschwellung, insbesondere eine Venenthrombose, eine Herzschwäche oder eine Nierenerkrankung, sicher auszuschließen. Bei einer einseitigen, schmerzhaften oder mit einer Rötung einhergehenden Schwellung ist stets eine weiterführende ärztliche Abklärung notwendig. Eine gezielte Befragung nach Vorerkrankungen des Herzens, der Nieren oder der Venen ergänzt die klinische Einschätzung.

Behandlung

Die Behandlung des Hitzeödems besteht in erster Linie in einem regelmäßigen Hochlagern der Beine sowie einer moderaten körperlichen Bewegung, um die Muskelpumpe der Beine zu aktivieren sowie den venösen sowie lymphatischen Rückfluss zu unterstützen. Das Tragen von leichter, luftdurchlässiger Kleidung sowie das Aufsuchen kühlerer Umgebungen können die Beschwerden zusätzlich lindern, während auf harntreibende Medikamente zur Behandlung eines reinen Hitzeödems in aller Regel verzichtet werden sollte, da diese keinen ursächlichen Behandlungseffekt besitzen sowie unerwünschte Nebenwirkungen verursachen können. Eine langsame Gewöhnung an das heiße Klima über mehrere Tage bis Wochen führt bei den meisten Betroffenen zu einer deutlichen Besserung.

Verlauf und Prognose

Die Prognose des Hitzeödems ist sehr gut, wobei sich die Schwellung bei der überwiegenden Mehrheit der Betroffenen im Rahmen einer natürlichen Anpassung des Körpers an die Hitze innerhalb weniger Tage bis Wochen von selbst deutlich zurückbildet. Eine anhaltende oder sich trotz Hochlagerung sowie Bewegung verschlechternde Schwellung sollte jedoch stets Anlass für eine ärztliche Abklärung sein, da sie auf eine andere, ernsthaftere zugrunde liegende Erkrankung hindeuten kann. Nach einer ausreichenden Gewöhnung an das jeweilige Klima tritt ein Hitzeödem bei erneuter Hitzeeinwirkung in aller Regel deutlich seltener oder gar nicht mehr auf.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wer ist für ein Hitzeödem besonders anfällig?

Menschen, die sich noch nicht ausreichend an ein heißes Klima gewöhnt haben.

Woran erkennt man, dass die Schwellung harmlos ist?

Die Haut ist nicht gerötet, nicht überwärmt und nicht schmerzhaft, und die Schwellung ist meist symmetrisch.

Was hilft am besten gegen das Hitzeödem?

Regelmäßiges Hochlagern der Beine sowie moderate körperliche Bewegung.

Warum sollten harntreibende Medikamente vermieden werden?

Weil sie beim reinen Hitzeödem keinen ursächlichen Effekt haben und unerwünschte Nebenwirkungen verursachen können.

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