Durch Läuse übertragenes Rückfallfieber
Das durch Läuse übertragene Rückfallfieber ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die durch bestimmte Borrelien-Bakterien verursacht wird sowie durch die Kleiderlaus von Mensch zu Mensch übertragen wird. Diese Erkrankung ist durch ihr charakteristisches Muster wiederkehrender Fieberschübe gekennzeichnet, die sich mit fieberfreien Phasen abwechseln. Das durch Läuse übertragene Rückfallfieber tritt besonders unter beengten, hygienisch schwierigen Lebensbedingungen auf, insbesondere in Krisen- sowie Flüchtlingssituationen, sowie kann sich bei mangelnder Kontrolle epidemisch ausbreiten.
Ursachen
Das durch Läuse übertragene Rückfallfieber wird durch das Bakterium Borrelia recurrentis verursacht, das durch den Menschen selbst als einziges bekanntes Erregerreservoir sowie die Kleiderlaus als Überträger von Mensch zu Mensch weitergegeben wird. Die Übertragung erfolgt dabei nicht direkt durch den Laus-Biss, sondern indem infizierte Läuse beim Zerdrücken auf der Haut, etwa durch Kratzen, ihre erregerhaltige Körperflüssigkeit freisetzen, die über kleine Hautverletzungen in den Körper gelangt. Beengte Wohnverhältnisse mit mangelnder Möglichkeit zur Körper- sowie Kleiderhygiene begünstigen die Ausbreitung von Kleiderläusen sowie damit der Erkrankung erheblich.
Symptome
Das durch Läuse übertragene Rückfallfieber äußert sich durch plötzlich einsetzendes, hohes Fieber, das von Schüttelfrost, Kopf- sowie Muskelschmerzen begleitet wird sowie nach einigen Tagen abrupt endet, bevor es nach einer fieberfreien Phase von etwa einer Woche erneut auftritt. Dieses charakteristische Muster wiederkehrender Fieberschübe gibt der Erkrankung ihren Namen. Eine Vergrößerung von Milz sowie Leber sowie, bei schwerem Verlauf, eine Gelbfärbung der Haut können die Erkrankung zusätzlich begleiten.
Diagnostik
Die Diagnose des durch Läuse übertragenen Rückfallfiebers wird durch den direkten mikroskopischen Nachweis der Borrelien in einem während einer Fieberattacke entnommenen Blutausstrich gestellt, da die Erregerzahl im Blut zwischen den Fieberattacken deutlich abnimmt. Eine sorgfältige Anamnese, insbesondere hinsichtlich beengter Wohnverhältnisse sowie eines möglichen Läusebefalls, unterstützt die Diagnosestellung zusätzlich.
Behandlung
Die Behandlung des durch Läuse übertragenen Rückfallfiebers besteht in einer gezielten antibiotischen Behandlung, die bei den meisten Betroffenen zu einer raschen Besserung führt. Eine konsequente Behandlung des zugrunde liegenden Läusebefalls, einschließlich der gründlichen Reinigung von Kleidung sowie Bettwäsche, ist zur Vermeidung einer erneuten Ansteckung sowie einer weiteren Ausbreitung der Erkrankung von entscheidender Bedeutung.
Verlauf und Prognose
Die Prognose des durch Läuse übertragenen Rückfallfiebers ist bei rechtzeitiger antibiotischer Behandlung insgesamt gut, wobei die meisten Betroffenen sich rasch erholen. Unbehandelt oder unter erschwerten Lebensbedingungen, insbesondere bei begleitender Mangelernährung, kann die Erkrankung jedoch einen schwereren Verlauf nehmen, weshalb eine rasche Diagnosestellung sowie Behandlung, insbesondere in Krisen- sowie Flüchtlingssituationen, von erheblicher Bedeutung ist.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Durch Läuse übertragenes Rückfallfieber: Ursachen, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Wie wird das Rückfallfieber übertragen?
Durch Kleiderläuse, deren erregerhaltige Körperflüssigkeit beim Zerdrücken in die Haut gelangt.
Was ist charakteristisch für den Krankheitsverlauf?
Wiederkehrende Fieberschübe, die sich mit fieberfreien Phasen abwechseln.
Unter welchen Bedingungen tritt die Erkrankung besonders häufig auf?
Unter beengten, hygienisch schwierigen Lebensbedingungen, etwa in Krisensituationen.
Was ist zur Vermeidung einer erneuten Ansteckung wichtig?
Eine konsequente Behandlung des zugrunde liegenden Läusebefalls.
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