Dolichozephalie
Die Dolichozephalie ist eine langgestreckte, schmale Schädelform, die bei Säuglingen häufig durch eine anhaltend einseitige Lagerung des Kopfes entsteht. Sie tritt besonders häufig bei früh geborenen Kindern auf, die aus medizinischen Gründen längere Zeit in seitlicher Position gelagert werden.
Ursachen
Die langgestreckte Schädelform entsteht durch einen anhaltenden Druck auf die Seiten des noch weichen, formbaren Schädels, häufig bedingt durch eine über Wochen bevorzugte seitliche Lagerung des Kopfes. Besonders früh geborene Kinder sind betroffen, da ihr Schädel noch weicher und formbarer ist und sie während einer intensivmedizinischen Behandlung häufig in seitlicher Lage liegen.
Symptome
Kennzeichnend ist eine im Vergleich zur Breite auffällig lange Schädelform, ohne dass die Entwicklung des Gehirns dadurch beeinträchtigt wird. Weitere Beschwerden bestehen in aller Regel nicht.
Diagnostik
Die Diagnose wird durch die körperliche Untersuchung des Kopfes gestellt, bei der Form und Proportionen des Schädels beurteilt werden. Weitere Untersuchungen sind bei einer typischen, unkomplizierten Dolichozephalie in der Regel nicht notwendig.
Behandlung
Sobald es der Gesundheitszustand des Kindes erlaubt, helfen ein regelmäßiger Lagerungswechsel sowie ausreichend Bauchlage unter Aufsicht im Wachzustand, um die weitere Ausprägung der Schädelform zu begrenzen. Bei ausgeprägten Formen kann in bestimmten Fällen eine Helmtherapie erwogen werden.
Verlauf und Prognose
Mit konsequenter Lagerungsänderung bessert sich die Schädelform bei den meisten Kindern im Laufe der ersten Lebensmonate deutlich. Die Entwicklung des Gehirns ist durch die Dolichozephalie selbst nicht beeinträchtigt, sodass die Prognose insgesamt sehr gut ist.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Dolichozephalie: Ursachen, Bedeutung, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Wer ist besonders von einer Dolichozephalie betroffen?
Vor allem früh geborene Kinder, die während einer intensivmedizinischen Behandlung häufig in seitlicher Lage liegen.
Beeinträchtigt die Schädelform die Gehirnentwicklung?
Nein, die Entwicklung des Gehirns ist dadurch nicht beeinträchtigt.
Was hilft, die Schädelform zu begrenzen?
Ein regelmäßiger Lagerungswechsel sowie ausreichend Bauchlage unter Aufsicht im Wachzustand.
Wann wird eine Helmtherapie erwogen?
Bei ausgeprägten Formen, die sich durch Lagerungsänderung nicht ausreichend bessern.
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