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Frauengesundheit

Zervixriss unter der Geburt

Der Zervixriss unter der Geburt bezeichnet einen Einriss des Gebärmutterhalses, jenes ringförmigen, unteren Abschnitts der Gebärmutter, der sich während der Geburt normalerweise schrittweise sowie kontrolliert öffnet, um dem Kind den Durchtritt in den Geburtskanal zu ermöglichen. Ein solcher Riss entsteht, wenn die auf den Gebärmutterhals einwirkenden Kräfte während der Austreibungsphase dessen Dehnungsfähigkeit übersteigen, insbesondere bei einer sehr raschen Geburt, einer instrumentellen Entbindung mittels Zange oder Saugglocke oder wenn versucht wird, das Kind bei einem noch nicht vollständig geöffneten Muttermund zu entbinden. Ein Zervixriss kann von einer kleinen, oberflächlichen Verletzung bis zu einem ausgedehnten, stark blutenden Riss reichen, der eine unverzügliche operative Versorgung erfordert.

Ursachen

Der Zervixriss unter der Geburt entsteht durch eine übermäßige, die Dehnungsfähigkeit des Gebärmutterhalses übersteigende Kraft während der Austreibungsphase, wobei eine ungewöhnlich rasch verlaufende Geburt, eine instrumentelle Entbindung mittels Zange oder Saugglocke sowie eine Entbindung bei einem noch nicht vollständig geöffneten Muttermund zu den häufigsten Ursachen zählen. Ein ungewöhnlich großer kindlicher Kopf sowie eine bereits vorbestehende Vernarbung des Gebärmutterhalses nach einer früheren Operation können das Risiko für einen Zervixriss zusätzlich erhöhen. Ein aktives, vorzeitiges Pressen der gebärenden Frau vor der vollständigen Öffnung des Muttermundes begünstigt einen Zervixriss ebenfalls.

Symptome

Der Zervixriss unter der Geburt äußert sich durch eine typischerweise hellrote, kontinuierlich fließende Blutung, die unmittelbar nach der Geburt des Kindes auftritt sowie trotz einer gut kontrahierten, festen Gebärmutter fortbesteht, was einen wichtigen Unterschied zu einer durch eine schlaffe Gebärmutter verursachten Blutung darstellt. Bei einem ausgedehnten Riss kann sich zusätzlich eine erhebliche, rasch fortschreitende mütterliche Kreislaufinstabilität mit Blässe, beschleunigtem Puls sowie Blutdruckabfall entwickeln, wenn die Blutung nicht rechtzeitig erkannt sowie behandelt wird.

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Diagnostik

Die Diagnose des Zervixrisses wird durch eine sorgfältige, systematische Inspektion des Gebärmutterhalses unmittelbar nach der Geburt gestellt, bei der der gesamte Gebärmutterhals mittels spezieller Instrumente sowie einer guten Beleuchtung Schritt für Schritt auf mögliche Einrisse untersucht wird. Diese Untersuchung wird bei jeder anhaltenden, hellroten Blutung trotz gut kontrahierter Gebärmutter sowie routinemäßig nach jeder instrumentellen Entbindung durchgeführt, um auch kleinere, leicht übersehbare Risse sicher zu erfassen.

Behandlung

Die Behandlung des Zervixrisses besteht in einer operativen Naht des Risses, die in aller Regel unmittelbar nach der Geburt unter ausreichender Schmerzlinderung durchgeführt wird, um die Blutung rasch zum Stillstand zu bringen sowie eine regelrechte Wundheilung zu ermöglichen. Bei einem sehr ausgedehnten oder schwer zugänglichen Riss kann eine Verlegung in den Operationssaal mit besserer Beleuchtung sowie Instrumentierung notwendig werden. Eine begleitende Kreislaufstabilisierung mittels Flüssigkeits- oder Bluttransfusion wird bei einem bereits eingetretenen, relevanten Blutverlust zusätzlich durchgeführt.

Verlauf und Prognose

Die Prognose des Zervixrisses ist bei einer rechtzeitig erkannten sowie fachgerecht versorgten Verletzung sehr gut, wobei die Naht in aller Regel innerhalb weniger Wochen folgenlos verheilt. Ein unerkannt gebliebener oder unzureichend versorgter Zervixriss kann dagegen zu einem erheblichen, lebensbedrohlichen Blutverlust führen, weshalb die sorgfältige, systematische Inspektion des Gebärmutterhalses nach jeder Geburt mit erhöhtem Risiko von entscheidender Bedeutung ist. Bei künftigen Schwangerschaften kann eine durch einen ausgedehnten Zervixriss bedingte Vernarbung des Gebärmutterhalses in seltenen Fällen die Dehnungsfähigkeit bei einer erneuten Geburt beeinflussen.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Was ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal der Blutung?

Sie fließt kontinuierlich, hellrot, trotz einer gut kontrahierten, festen Gebärmutter.

Welche Faktoren begünstigen einen Zervixriss?

Eine sehr rasche Geburt, eine instrumentelle Entbindung sowie eine Entbindung bei noch nicht vollständig geöffnetem Muttermund.

Wie wird die Verletzung diagnostiziert?

Durch eine sorgfältige, systematische Inspektion des Gebärmutterhalses unmittelbar nach der Geburt.

Wie wird der Zervixriss behandelt?

Durch eine unverzügliche operative Naht des Risses.

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