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Frauengesundheit

Vulvavarizen

Die Vulvavarizen bezeichnen krampfaderartig erweiterte Venen im Bereich der Vulva, der äußeren weiblichen Geschlechtsorgane, die besonders häufig während der Schwangerschaft auftreten. Diese Gefäßerweiterung entsteht durch die während der Schwangerschaft erhöhte Blutmenge in Kombination mit dem zunehmenden Druck der wachsenden Gebärmutter auf die großen Beckenvenen, wodurch der venöse Rückfluss aus dem Beckenbereich erschwert wird. Vulvavarizen können unterschiedlich stark ausgeprägt sein sowie bilden sich bei der überwiegenden Mehrheit der Betroffenen nach der Geburt innerhalb einiger Wochen bis Monate von selbst zurück.

Ursachen

Vulvavarizen entstehen durch das Zusammenwirken mehrerer, während der Schwangerschaft auftretender Faktoren, insbesondere der erhöhten Blutmenge im Körper, einer hormonell bedingten Erschlaffung der Venenwände sowie des zunehmenden mechanischen Drucks der wachsenden Gebärmutter auf die großen Beckenvenen, wodurch der venöse Rückfluss aus dem Beckenbereich sowie den äußeren Geschlechtsorganen erschwert wird. Eine bereits vor der Schwangerschaft bestehende Neigung zu Krampfadern sowie mehrere vorausgegangene Schwangerschaften begünstigen das Auftreten zusätzlich.

Symptome

Vulvavarizen äußern sich durch sichtbar erweiterte, teils knotige Venen im Bereich der äußeren weiblichen Geschlechtsorgane, die von einem Schwere-, Spannungs- oder Druckgefühl begleitet sein können, das sich nach längerem Stehen typischerweise verstärkt sowie im Liegen nachlässt. Ein Jucken oder ein leichtes Brennen kann zusätzlich auftreten. Die Beschwerden nehmen im Verlauf der Schwangerschaft häufig zu, da sowohl die Blutmenge als auch der Druck der wachsenden Gebärmutter kontinuierlich ansteigen.

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Diagnostik

Die Diagnose der Vulvavarizen wird durch eine körperliche Untersuchung gestellt, bei der die charakteristische, sichtbare Venenerweiterung im Bereich der äußeren Geschlechtsorgane beurteilt wird. Eine Ultraschalluntersuchung mit Dopplertechnik kann das Ausmaß der Gefäßerweiterung sowie einen möglichen Zusammenhang mit einer Kompression der großen Beckenvenen zusätzlich objektivieren.

Behandlung

Die Behandlung der Vulvavarizen während der Schwangerschaft besteht überwiegend in unterstützenden Maßnahmen, insbesondere dem Tragen einer speziellen, stützenden Unterwäsche, ausreichend Bewegung sowie dem Hochlegen der Beine, um den venösen Rückfluss zu erleichtern. Eine spezifische, invasive Behandlung wird während der Schwangerschaft angesichts der zu erwartenden spontanen Rückbildung nach der Geburt in aller Regel nicht empfohlen. Bei nach der Geburt fortbestehenden, ausgeprägten Vulvavarizen kann eine gezielte Behandlung erwogen werden.

Verlauf und Prognose

Die Prognose der Vulvavarizen ist sehr gut, da sich diese Gefäßerweiterung bei der überwiegenden Mehrheit der betroffenen Frauen innerhalb weniger Wochen bis Monate nach der Geburt, wenn die Blutmenge sowie der Druck auf die Beckenvenen wieder auf das normale Maß zurückgehen, von selbst vollständig zurückbildet. Bei einem kleineren Teil der Betroffenen können einzelne, weniger ausgeprägte Venenerweiterungen bestehen bleiben, die bei Bedarf gezielt behandelt werden können.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wann treten Vulvavarizen besonders häufig auf?

Während der Schwangerschaft.

Wodurch werden sie verursacht?

Durch die erhöhte Blutmenge sowie den Druck der wachsenden Gebärmutter auf die Beckenvenen.

Bilden sie sich nach der Geburt zurück?

Ja, bei der überwiegenden Mehrheit der Betroffenen innerhalb weniger Wochen bis Monate.

Was hilft während der Schwangerschaft?

Stützende Unterwäsche, Bewegung sowie das Hochlegen der Beine.

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