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Nervensystem & Gehirn

Zerebrale Atherosklerose

Die zerebrale Atherosklerose bezeichnet die fortschreitende Ablagerung von Fetten, Kalk sowie Bindegewebe in der Wand der das Gehirn versorgenden Arterien, wodurch sich deren Innendurchmesser allmählich verengt sowie die normale Durchblutung des Gehirns zunehmend beeinträchtigt wird. Diese Gefäßveränderung entwickelt sich meist über viele Jahre bis Jahrzehnte, häufig ohne dass sie zunächst Beschwerden verursacht, sowie stellt eine der wichtigsten zugrunde liegenden Ursachen für einen ischämischen Schlaganfall sowie für eine chronische, fortschreitende Durchblutungsstörung des Gehirns dar.

Ursachen

Die zerebrale Atherosklerose entsteht durch dieselben grundlegenden Mechanismen wie die Atherosklerose anderer Gefäßregionen, wobei eine fortschreitende Ablagerung von Cholesterin sowie anderen Fetten in der innersten Gefäßwandschicht zu einer chronischen Entzündungsreaktion sowie im weiteren Verlauf zur Bildung verkalkter, das Gefäßlumen einengender Ablagerungen führt. Zu den wichtigsten Risikofaktoren zählen Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte, Rauchen, Diabetes mellitus sowie ein fortgeschrittenes Lebensalter.

Symptome

Die zerebrale Atherosklerose verläuft in ihren frühen Stadien meist völlig beschwerdefrei, wobei sich mit zunehmender Verengung der betroffenen Arterien vorübergehende, sich wieder vollständig zurückbildende neurologische Ausfälle, insbesondere eine Schwäche einer Körperhälfte, Sprachstörungen oder Sehstörungen, entwickeln können, die als vorübergehende ischämische Attacke bezeichnet werden sowie ein wichtiges Warnzeichen für einen drohenden Schlaganfall darstellen. Bei einem vollständigen Gefäßverschluss kommt es zu einem ischämischen Schlaganfall mit bleibenden neurologischen Ausfällen.

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Diagnostik

Die Diagnose der zerebralen Atherosklerose wird durch eine gezielte Gefäßdarstellung der hirnversorgenden Arterien, insbesondere eine Ultraschalluntersuchung der Halsschlagadern, eine Magnetresonanz- oder Computertomographieangiographie, gestellt, bei der das Ausmaß der Gefäßverengung sichtbar gemacht wird. Eine Blutuntersuchung auf die zugrunde liegenden Risikofaktoren, insbesondere die Blutfettwerte sowie den Blutzucker, ergänzt die Diagnostik.

Behandlung

Die Behandlung der zerebralen Atherosklerose besteht in erster Linie in einer konsequenten Kontrolle der zugrunde liegenden Risikofaktoren, insbesondere einer wirksamen Blutdruckeinstellung, einer cholesterinsenkenden Behandlung sowie einem Rauchstopp. Eine gerinnungshemmende Behandlung vermindert das Risiko für einen Schlaganfall zusätzlich. Bei einer bedeutsamen Verengung der Halsschlagader kann eine gezielte, gefäßöffnende Behandlung mittels Operation oder Stent erwogen werden.

Verlauf und Prognose

Die Prognose der zerebralen Atherosklerose hängt entscheidend von der konsequenten Kontrolle der zugrunde liegenden Risikofaktoren sowie der rechtzeitigen Behandlung einer bedeutsamen Gefäßverengung ab. Eine konsequente, langfristige Behandlung kann das Fortschreiten der Erkrankung deutlich verlangsamen sowie das Risiko für einen Schlaganfall erheblich vermindern, während eine unbehandelt fortschreitende zerebrale Atherosklerose ein hohes Risiko für wiederholte Schlaganfälle sowie eine zunehmende, chronische Durchblutungsstörung des Gehirns birgt.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Was ist die zerebrale Atherosklerose?

Eine fortschreitende Ablagerung von Fetten und Kalk in den hirnversorgenden Arterien.

Was ist ein wichtiges Warnzeichen?

Eine vorübergehende ischämische Attacke mit sich zurückbildenden neurologischen Ausfällen.

Welche Risikofaktoren begünstigen sie?

Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte, Rauchen und Diabetes mellitus.

Wie wird eine bedeutsame Verengung der Halsschlagader behandelt?

Mittels Operation oder Stent.

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