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Frauengesundheit

Vorzeitige Entbindung ohne spontane Wehen

Eine vorzeitige Entbindung ohne spontane Wehen liegt vor, wenn die Geburt eines Kindes vor dem errechneten Geburtstermin stattfindet, ohne dass zuvor von selbst einsetzende Wehen den Geburtsvorgang eingeleitet haben. Stattdessen wird die vorzeitige Entbindung gezielt aus medizinischen Gründen herbeigeführt, entweder durch eine ärztlich eingeleitete Geburtseinleitung oder durch eine geplante Schnittentbindung. Diese Situation unterscheidet sich damit grundlegend von einer vorzeitigen Entbindung, die durch von selbst einsetzende, vorzeitige Wehen ausgelöst wird, da hier die Entscheidung zur Beendigung der Schwangerschaft bewusst und geplant getroffen wird.

Ursachen

Eine vorzeitige Entbindung ohne spontane Wehen wird notwendig, wenn eine Fortführung der Schwangerschaft ein größeres Risiko für Mutter oder Kind darstellen würde als eine vorzeitige Beendigung. Zu den häufigen Gründen zählen eine schwere Präeklampsie, bei der eine weitere Fortführung der Schwangerschaft die mütterliche Gesundheit gefährden würde, eine ausgeprägte Wachstumsverzögerung des Kindes mit Anzeichen einer unzureichenden Versorgung über die Plazenta, sowie bestimmte mütterliche Erkrankungen, die sich durch eine Fortführung der Schwangerschaft erheblich verschlechtern würden.

Symptome

Eine vorzeitige Entbindung ohne spontane Wehen ist selbst keine eigenständige Erkrankung mit charakteristischen Symptomen, sondern eine medizinisch gezielt getroffene Entscheidung. Die zugrunde liegenden Symptome entsprechen denen der jeweiligen Ursache, die zur Entscheidung für die vorzeitige Entbindung geführt hat, etwa den Beschwerden einer schweren Präeklampsie oder den bei der Ultraschalluntersuchung festgestellten Anzeichen einer kindlichen Wachstumsverzögerung.

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Diagnostik

Der Entscheidung für eine vorzeitige Entbindung ohne spontane Wehen geht eine sorgfältige Abwägung voraus, bei der das Risiko einer Fortführung der Schwangerschaft für Mutter und Kind gegen das Risiko einer Frühgeburtlichkeit des Kindes abgewogen wird. Diese Abwägung stützt sich auf eine umfassende Diagnostik der zugrunde liegenden mütterlichen oder kindlichen Situation, etwa mittels wiederholter Ultraschalluntersuchungen zur Beurteilung des kindlichen Wachstums und Wohlbefindens sowie entsprechender mütterlicher Untersuchungen. Je nach Reifegrad des Kindes kann zudem eine Behandlung zur Unterstützung der kindlichen Lungenreifung vor der geplanten Entbindung erfolgen.

Behandlung

Die vorzeitige Entbindung selbst erfolgt entweder durch eine ärztlich eingeleitete Geburtseinleitung, sofern die mütterliche und kindliche Situation eine vaginale Geburt zulässt, oder durch eine geplante Schnittentbindung, wenn diese aufgrund der zugrunde liegenden Situation die sicherere Wahl darstellt. Vor der geplanten Entbindung eines noch nicht ausgereiften Kindes wird nach Möglichkeit eine medikamentöse Unterstützung der kindlichen Lungenreifung durchgeführt, um die Anpassung des Kindes nach der Geburt zu erleichtern. Die Entbindung erfolgt in einer auf die Versorgung frühgeborener Kinder spezialisierten Einrichtung.

Verlauf und Prognose

Der Verlauf und die Prognose hängen wesentlich vom Reifegrad des Kindes zum Zeitpunkt der vorzeitigen Entbindung sowie von der zugrunde liegenden Ursache ab. Eine sorgfältige, individuelle Abwägung des optimalen Entbindungszeitpunkts trägt wesentlich dazu bei, sowohl die mütterlichen Risiken als auch die Risiken einer zu frühen Geburt für das Kind möglichst gering zu halten. Durch die spezialisierte Versorgung frühgeborener Kinder hat sich die Prognose für vorzeitig entbundene Kinder in den letzten Jahrzehnten deutlich verbessert.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Worin unterscheidet sich diese Situation von einer spontanen Frühgeburt?

Hier wird die Entbindung bewusst und geplant aus medizinischen Gründen herbeigeführt, während bei einer spontanen Frühgeburt von selbst einsetzende, vorzeitige Wehen den Geburtsvorgang auslösen.

Welche Gründe führen am häufigsten zu einer solchen Entscheidung?

Eine schwere Präeklampsie, eine ausgeprägte Wachstumsverzögerung des Kindes oder bestimmte mütterliche Erkrankungen, die sich durch eine Fortführung der Schwangerschaft verschlechtern würden.

Was passiert vor einer geplanten vorzeitigen Entbindung?

Nach Möglichkeit wird eine medikamentöse Unterstützung der kindlichen Lungenreifung durchgeführt, um die Anpassung des Kindes nach der Geburt zu erleichtern.

Wie wird die Entscheidung für den optimalen Zeitpunkt getroffen?

Durch eine sorgfältige Abwägung des Risikos einer Fortführung der Schwangerschaft gegen das Risiko einer Frühgeburtlichkeit, gestützt auf eine umfassende Diagnostik.

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