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Frauengesundheit

Vorher bestehende Hypertonie, die Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett kompliziert

Manche Frauen haben bereits vor Eintritt einer Schwangerschaft eine bekannte Bluthochdruckerkrankung, die unabhängig von der Schwangerschaft besteht und in der Regel auch nach der Entbindung fortbesteht. Im Unterschied zu Bluthochdruckformen, die erst durch die Schwangerschaft selbst ausgelöst werden, handelt es sich hierbei um eine bereits vorher bestehende, eigenständige Erkrankung, die während der gesamten Dauer von Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett besondere Aufmerksamkeit erfordert, da die zusätzliche Kreislaufbelastung durch die Schwangerschaft die bestehende Erkrankung ungünstig beeinflussen kann, ohne dass zwangsläufig eine zusätzliche Präeklampsie hinzutreten muss.

Ursachen

Der bereits vor der Schwangerschaft bestehenden Bluthochdruckerkrankung können unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen, wobei bei den meisten betroffenen Frauen keine einzelne, klar abgrenzbare Ursache gefunden wird und stattdessen eine Kombination aus erblicher Veranlagung, Lebensstilfaktoren wie Übergewicht sowie zunehmendem Alter eine Rolle spielt. Bei einem kleineren Teil der Betroffenen liegt der Bluthochdruckerkrankung eine erkennbare Grunderkrankung zugrunde, etwa eine Nierenerkrankung oder eine hormonelle Störung. Die während der Schwangerschaft physiologisch zunehmende Kreislaufbelastung kann bei einer bereits bestehenden Hypertonie zu einer zusätzlichen Verschlechterung der Blutdruckwerte beitragen.

Symptome

Viele Frauen mit einer bereits vor der Schwangerschaft bestehenden, gut eingestellten Hypertonie bleiben während der Schwangerschaft über weite Strecken beschwerdefrei, sofern der Blutdruck ausreichend kontrolliert werden kann. Bei einer unzureichenden Blutdruckeinstellung oder einem zusätzlichen Anstieg im Verlauf der Schwangerschaft können jedoch Kopfschmerzen, ein Druckgefühl im Kopf sowie in ausgeprägteren Fällen Sehstörungen auftreten. Eine besondere Herausforderung besteht darin, eine reine Verschlechterung der bereits bestehenden Hypertonie von einer zusätzlich auftretenden Präeklampsie zu unterscheiden, da sich beide Zustände in ihren Symptomen überschneiden können.

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Diagnostik

Die Diagnostik erfolgt durch eine regelmäßige Kontrolle des Blutdrucks während der gesamten Schwangerschaft, wobei bereits die erste Vorsorgeuntersuchung dazu dient, den individuellen Ausgangsblutdruck vor Eintritt möglicher schwangerschaftsbedingter Veränderungen zu dokumentieren. Wiederholte Urinuntersuchungen auf eine vermehrte Eiweißausscheidung sowie bei Bedarf weitere Blutuntersuchungen helfen dabei, eine zusätzliche Entwicklung einer Präeklampsie frühzeitig von einer alleinigen Verschlechterung der vorbestehenden Hypertonie zu unterscheiden. Eine enge Abstimmung zwischen der behandelnden hausärztlichen oder internistischen sowie der geburtshilflichen Betreuung ist wichtiger Bestandteil der Versorgung.

Behandlung

Die Behandlung besteht in einer sorgfältigen, an die Schwangerschaft angepassten medikamentösen Blutdruckeinstellung, wobei bestimmte blutdrucksenkende Medikamente aufgrund möglicher Risiken für das ungeborene Kind während der Schwangerschaft gemieden und durch geeignetere Alternativen ersetzt werden müssen. Eine engmaschige Überwachung sowohl der mütterlichen Blutdruckwerte als auch des kindlichen Wachstums und Wohlbefindens ist während der gesamten Schwangerschaft wichtig. Während und nach der Geburt wird der Blutdruck ebenfalls engmaschig kontrolliert, da auch im Wochenbett noch Komplikationen auftreten können.

Verlauf und Prognose

Bei guter Blutdruckeinstellung vor und während der Schwangerschaft ist der Verlauf für die meisten betroffenen Frauen und ihre Kinder günstig, wenn auch mit einem im Vergleich zu Frauen ohne Bluthochdruck etwas erhöhten Risiko für Komplikationen wie eine Wachstumsverzögerung des Kindes. Nach der Entbindung bleibt die zugrunde liegende Hypertonie in der Regel bestehen und erfordert eine fortgesetzte internistische Betreuung. Eine gute Vorbereitung und engmaschige Betreuung bereits vor Eintritt der Schwangerschaft trägt wesentlich zu einem günstigen Verlauf bei.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Worin unterscheidet sich diese Form von einer schwangerschaftsinduzierten Hypertonie?

Sie besteht bereits vor der Schwangerschaft eigenständig, unabhängig davon, und bleibt in der Regel auch nach der Entbindung bestehen, während schwangerschaftsinduzierte Formen erst durch die Schwangerschaft selbst ausgelöst werden.

Können betroffene Frauen während der Schwangerschaft beschwerdefrei bleiben?

Ja, viele Frauen mit gut eingestellter, bereits vor der Schwangerschaft bestehender Hypertonie bleiben während der Schwangerschaft über weite Strecken beschwerdefrei.

Warum ist die Unterscheidung von einer Präeklampsie wichtig?

Weil sich eine reine Verschlechterung der vorbestehenden Hypertonie in den Symptomen mit einer zusätzlich auftretenden Präeklampsie überschneiden kann, beide Zustände aber unterschiedlich eingeordnet und behandelt werden.

Warum werden manche Blutdruckmedikamente während der Schwangerschaft gewechselt?

Bestimmte blutdrucksenkende Medikamente bergen mögliche Risiken für das ungeborene Kind und werden deshalb durch für die Schwangerschaft geeignetere Alternativen ersetzt.

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