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Frauengesundheit

Protrahiert verlaufende Eröffnungsperiode (bei der Geburt)

Die Eröffnungsperiode bezeichnet die erste Phase der Geburt, in der sich der Muttermund unter der Wirkung regelmäßiger Wehen zunehmend öffnet, bis er vollständig geweitet ist und die anschließende Austreibungsphase beginnen kann. Eine protrahiert verlaufende Eröffnungsperiode liegt vor, wenn dieses Voranschreiten der Muttermundöffnung deutlich langsamer verläuft, als es für eine unkomplizierte Geburt üblich ist. Diese Verlangsamung kann verschiedene Ursachen haben und erfordert eine sorgfältige Überwachung, um rechtzeitig zu erkennen, ob unterstützende Maßnahmen notwendig werden oder ob eine andere Form der Geburtsbeendigung in Betracht gezogen werden sollte.

Ursachen

Eine protrahiert verlaufende Eröffnungsperiode kann durch verschiedene Faktoren bedingt sein. Häufig liegt eine unzureichende Kraft oder Koordination der Wehentätigkeit zugrunde, bei der die Gebärmuttermuskulatur nicht ausreichend kräftig oder regelmäßig kontrahiert, um den Muttermund zügig zu öffnen. Auch eine ungünstige Position des kindlichen Kopfes im Verhältnis zum mütterlichen Becken kann das Voranschreiten der Geburt verlangsamen. Bei erstgebärenden Frauen verläuft die Eröffnungsperiode zudem physiologisch häufig etwas langsamer als bei Frauen, die bereits zuvor geboren haben, was bei der Einschätzung berücksichtigt werden muss.

Symptome

Das führende Anzeichen einer protrahiert verlaufenden Eröffnungsperiode ist ein im Vergleich zur erwarteten Geschwindigkeit deutlich verlangsamtes Fortschreiten der Muttermundöffnung trotz anhaltender, regelmäßiger Wehentätigkeit. Die Gebärende kann trotz kräftiger, häufig auch schmerzhafter Wehen über einen längeren Zeitraum kaum eine Zunahme der Muttermundweite verzeichnen. Begleitend kann eine zunehmende körperliche und emotionale Erschöpfung durch die länger als erwartet andauernde Geburtsphase auftreten.

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Diagnostik

Die Diagnostik erfolgt durch eine regelmäßige geburtshilfliche Untersuchung, bei der die Weite des Muttermundes in festgelegten zeitlichen Abständen bestimmt und mit dem für den Geburtsverlauf üblichen Fortschritt verglichen wird. Diese Verlaufsbeobachtung, häufig grafisch in einem sogenannten Partogramm festgehalten, ermöglicht es, eine Verlangsamung des Geburtsfortschritts frühzeitig zu erkennen. Zusätzlich wird die Qualität der Wehentätigkeit sowie die Position des kindlichen Kopfes beurteilt, um mögliche zugrunde liegende Ursachen der Verlangsamung zu identifizieren.

Behandlung

Bei einer durch unzureichende Wehentätigkeit bedingten protrahierten Eröffnungsperiode kann eine gezielte Verstärkung der Wehen durch ein entsprechendes Medikament erwogen werden, um den Geburtsfortschritt zu unterstützen. Auch ein gezielter Blasensprung, sofern die Fruchtblase noch intakt ist, kann in bestimmten Situationen den weiteren Geburtsverlauf begünstigen. Zeigt sich trotz dieser unterstützenden Maßnahmen weiterhin kein ausreichender Fortschritt, oder liegt eine ungünstige Position des kindlichen Kopfes als Ursache vor, wird gemeinsam mit der Gebärenden das weitere Vorgehen besprochen, wobei je nach Situation auch eine Schnittentbindung in Betracht gezogen werden kann.

Verlauf und Prognose

Bei rechtzeitiger Erkennung und gegebenenfalls gezielter Unterstützung der Wehentätigkeit gelingt bei einem erheblichen Teil der betroffenen Frauen dennoch eine vaginale Geburt, wenn auch mit einer insgesamt längeren Geburtsdauer als ursprünglich erwartet. Bleibt der Geburtsfortschritt trotz unterstützender Maßnahmen weiterhin unzureichend, wird die Geburt durch eine Schnittentbindung beendet, um eine übermäßige Belastung für Mutter und Kind zu vermeiden. Eine engmaschige Überwachung während der gesamten Eröffnungsperiode ist entscheidend, um rechtzeitig auf eine Verlangsamung reagieren zu können.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Was ist die Eröffnungsperiode bei der Geburt?

Die erste Phase der Geburt, in der sich der Muttermund unter der Wirkung regelmäßiger Wehen zunehmend öffnet, bis die anschließende Austreibungsphase beginnen kann.

Welche Ursachen kann eine Verlangsamung haben?

Häufig eine unzureichende Kraft oder Koordination der Wehentätigkeit oder eine ungünstige Position des kindlichen Kopfes im Verhältnis zum mütterlichen Becken.

Wie wird der Geburtsfortschritt überwacht?

Durch regelmäßige geburtshilfliche Untersuchungen, bei denen die Muttermundweite bestimmt und mit dem üblichen Geburtsfortschritt verglichen wird, oft in einem sogenannten Partogramm festgehalten.

Führt eine protrahierte Eröffnungsperiode immer zu einer Schnittentbindung?

Nicht zwangsläufig, bei einem erheblichen Teil der betroffenen Frauen gelingt trotz Verlangsamung dennoch eine vaginale Geburt, gegebenenfalls mit unterstützenden Maßnahmen.

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