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Orthopädie & Bewegungsapparat

Posttraumatische Schulterinstabilität

Die posttraumatische Schulterinstabilität bezeichnet eine anhaltende Neigung des Schultergelenks, nach einer vorausgegangenen Schulterverrenkung erneut auszukugeln oder sich teilweise zu verschieben. Sie entsteht, wenn die Weichteile und Bänder, die das Schultergelenk normalerweise stabilisieren, bei der ursprünglichen Verletzung geschädigt wurden und sich nicht ausreichend erholen.

Ursachen

Nach einer Schulterverrenkung können die Gelenklippe, die Gelenkkapsel oder die stabilisierenden Bänder der Schulter beschädigt bleiben, wodurch das Gelenk seine natürliche Führung verliert. Je jünger die betroffene Person bei der ersten Verrenkung und je aktiver sportlich beansprucht die Schulter wird, desto höher ist das Risiko für wiederkehrende Instabilität.

Symptome

Betroffene berichten über ein wiederkehrendes Gefühl der Unsicherheit oder des teilweisen Auskugelns der Schulter, insbesondere bei bestimmten Armbewegungen wie Überkopfbewegungen. Im Verlauf können bereits alltägliche Bewegungen zu einem erneuten, vollständigen Auskugeln führen.

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Diagnostik

Die Diagnose stützt sich auf die klinische Untersuchung mit gezielten Stabilitätstests sowie eine Magnetresonanztomografie der Schulter, die das Ausmaß der Weichteilschädigung und eine mögliche Beteiligung des Knochens sichtbar macht. Die Krankengeschichte mit vorausgegangenen Verrenkungen ist für die Einschätzung des Risikos besonders wichtig.

Behandlung

Bei geringerem Risiko kann zunächst eine gezielte physiotherapeutische Kräftigung der schulterumgebenden Muskulatur versucht werden, um die fehlende Stabilität der Weichteile teilweise auszugleichen. Bei häufig wiederkehrenden Verrenkungen oder hohem Risiko wird meist eine operative Stabilisierung der Schulter empfohlen.

Verlauf und Prognose

Ohne Behandlung nimmt die Häufigkeit erneuter Verrenkungen bei vielen Betroffenen im Verlauf eher zu, was das Risiko für bleibende Knorpel- und Knochenschäden erhöht. Nach erfolgreicher operativer Stabilisierung erreichen die meisten Betroffenen wieder eine gute Schulterstabilität und können ihre gewohnten Aktivitäten fortsetzen.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Warum sind jüngere Menschen besonders gefährdet?

Weil bei ihnen das Risiko für eine erneute Verrenkung nach einer ersten Schulterverrenkung besonders hoch ist, unter anderem durch höhere sportliche Aktivität.

Muss jede Schulterinstabilität operiert werden?

Nein, bei geringerem Risiko kann zunächst eine gezielte physiotherapeutische Kräftigung versucht werden.

Was passiert, wenn die Instabilität unbehandelt bleibt?

Die Häufigkeit erneuter Verrenkungen kann zunehmen, was das Risiko für bleibende Gelenkschäden erhöht.

Kann nach einer Operation wieder Sport getrieben werden?

In der Regel ja, nach einer erfolgreichen Stabilisierung und abgeschlossener Rehabilitation.

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