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Allergie & Stoffwechsel

Nebennierenmarküberfunktion

Die Nebennierenmarküberfunktion bezeichnet eine übermäßige Produktion sowie Ausschüttung der Stresshormone Adrenalin sowie Noradrenalin aus dem Nebennierenmark, dem inneren Bereich der beiden Nebennieren. Diese Überfunktion entsteht in aller Regel durch einen gutartigen, hormonproduzierenden Tumor des Nebennierenmarks, das sogenannte Phäochromozytom, der zu anfallsartigen, teils sehr ausgeprägten Blutdruckkrisen führt. Eine rechtzeitige Erkennung sowie gezielte Behandlung der Nebennierenmarküberfunktion ist von erheblicher Bedeutung, da unbehandelte Blutdruckkrisen zu ernsthaften Herz-Kreislauf-Komplikationen führen können.

Ursachen

Die Nebennierenmarküberfunktion entsteht am häufigsten durch ein Phäochromozytom, einen gutartigen Tumor der hormonproduzierenden Zellen des Nebennierenmarks, der unkontrolliert übermäßige Mengen an Adrenalin sowie Noradrenalin produziert sowie ausschüttet. Diese Tumoren können sowohl eigenständig auftreten als auch im Rahmen bestimmter erblicher Syndrome, die auch andere endokrine Drüsen betreffen, gehäuft vorkommen. Selten kann eine vergleichbare Hormonüberproduktion auch von Tumorgewebe außerhalb der Nebenniere ausgehen.

Symptome

Die Nebennierenmarküberfunktion äußert sich durch anfallsartige, teils sehr ausgeprägte Blutdruckkrisen, die von starken Kopfschmerzen, Herzrasen, übermäßigem Schwitzen, einer ausgeprägten Blässe sowie einem starken Angstgefühl begleitet werden. Diese Attacken können durch bestimmte Auslöser, insbesondere körperliche Anstrengung, Stress oder Druck auf den Bauchraum, provoziert werden sowie einige Minuten bis Stunden andauern. Zwischen den Attacken kann der Blutdruck normal oder ebenfalls dauerhaft erhöht sein.

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Diagnostik

Die Diagnose der Nebennierenmarküberfunktion wird durch eine Bestimmung der Abbauprodukte von Adrenalin sowie Noradrenalin im Urin oder Blut gestellt, die bei einem Phäochromozytom charakteristisch erhöht sind. Eine bildgebende Untersuchung, insbesondere eine Computertomographie oder Magnetresonanztomographie der Nebennieren, dient der genauen Lokalisation des zugrunde liegenden Tumors.

Behandlung

Die Behandlung der Nebennierenmarküberfunktion besteht in der operativen Entfernung des zugrunde liegenden Phäochromozytoms, die nach einer sorgfältigen, medikamentösen Vorbehandlung zur Blockade der Wirkung der überschüssigen Stresshormone erfolgt, um während der Operation gefährliche Blutdruckschwankungen zu vermeiden. Bei nicht operablen oder bösartigen Tumoren kommen zusätzliche medikamentöse sowie, seltener, strahlentherapeutische Behandlungsverfahren zum Einsatz.

Verlauf und Prognose

Die Prognose der Nebennierenmarküberfunktion ist bei einer erfolgreichen operativen Entfernung des zugrunde liegenden, gutartigen Phäochromozytoms sehr gut, wobei sich der Blutdruck sowie die begleitenden Beschwerden bei der überwiegenden Mehrheit der Betroffenen vollständig normalisieren. Eine regelmäßige Nachsorge wird empfohlen, um ein erneutes Auftreten frühzeitig zu erkennen, insbesondere bei einem zugrunde liegenden erblichen Syndrom, das das Risiko für weitere Tumoren erhöhen kann.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Was ist die häufigste Ursache der Nebennierenmarküberfunktion?

Ein gutartiger Tumor, das Phäochromozytom.

Wie äußert sich die Erkrankung typischerweise?

Durch anfallsartige Blutdruckkrisen mit Kopfschmerzen und Herzrasen.

Wie wird sie diagnostiziert?

Durch Bestimmung der Adrenalin- und Noradrenalin-Abbauprodukte im Urin oder Blut.

Wie wird sie behandelt?

Durch die operative Entfernung des Tumors nach medikamentöser Vorbehandlung.

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