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Hals-Nase-Ohren

Mundatmung

Die Mundatmung bezeichnet eine überwiegend über den Mund statt über die Nase erfolgende Atmung, die von der normalen, gesundheitlich vorteilhaften Nasenatmung abweicht, bei der die eingeatmete Luft angewärmt, angefeuchtet sowie von Staub- sowie Krankheitserregerpartikeln gefiltert wird. Eine dauerhafte Mundatmung entsteht meist als Folge einer Behinderung des normalen Luftstroms durch die Nase, kann jedoch auch als erlernte Gewohnheit fortbestehen, selbst wenn die ursprüngliche Ursache bereits behoben wurde. Insbesondere bei Kindern kann eine anhaltende Mundatmung die normale Entwicklung des Gesichtsskeletts sowie der Zahnstellung beeinträchtigen.

Ursachen

Die Mundatmung entsteht am häufigsten durch eine mechanische Behinderung des Luftstroms durch die Nase, insbesondere durch vergrößerte Rachenmandeln bei Kindern, eine chronische Nasenschleimhautschwellung im Rahmen einer allergischen Rhinitis, eine Verkrümmung der Nasenscheidewand oder Nasenpolypen. Bei anhaltend verlegter Nasenatmung gewöhnt sich der Körper zunehmend an die Mundatmung, die auch nach Beseitigung der ursprünglichen Ursache als erlernte Gewohnheit fortbestehen kann.

Symptome

Die Mundatmung äußert sich durch einen ständig oder überwiegend geöffneten Mund, insbesondere während des Schlafes, sowie durch eine trockene Mund- sowie Rachenschleimhaut mit begleitendem Mundgeruch. Ein lautes Schnarchen sowie eine unruhige Nachtruhe können zusätzlich auftreten. Bei Kindern mit langjähriger Mundatmung kann sich im Verlauf ein charakteristisch verändertes Gesichtsprofil mit einem schmalen Oberkiefer sowie einer Fehlstellung der Zähne entwickeln.

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Diagnostik

Die Diagnose der Mundatmung wird durch eine klinische Untersuchung sowie eine sorgfältige Befragung nach dem Atemverhalten, insbesondere während des Schlafes, gestellt. Eine Untersuchung der Nase sowie des Rachens, insbesondere zum Nachweis vergrößerter Rachenmandeln, einer Nasenscheidewandverkrümmung oder von Nasenpolypen, dient der Suche nach der zugrunde liegenden Ursache.

Behandlung

Die Behandlung der Mundatmung richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache, wobei vergrößerte Rachenmandeln operativ entfernt sowie eine allergische Rhinitis gezielt medikamentös behandelt werden können. Eine Verkrümmung der Nasenscheidewand oder ausgeprägte Nasenpolypen können ebenfalls operativ korrigiert werden. Bei einer bereits erlernten Gewohnheit der Mundatmung nach Beseitigung der ursprünglichen Ursache kann eine gezielte, logopädische Atemtherapie zur Umgewöhnung auf die Nasenatmung unterstützend eingesetzt werden.

Verlauf und Prognose

Die Prognose der Mundatmung ist bei rechtzeitiger Beseitigung der zugrunde liegenden Ursache gut, wobei sich die normale Nasenatmung bei den meisten Betroffenen, insbesondere bei Kindern, wieder einstellt. Eine unbehandelt lange bestehende Mundatmung bei Kindern kann jedoch zu einer bleibenden Veränderung der Gesichts- sowie Kieferentwicklung führen, weshalb eine frühzeitige Erkennung sowie gezielte Behandlung von erheblicher Bedeutung ist.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Was ist ein häufiger Auslöser der Mundatmung bei Kindern?

Vergrößerte Rachenmandeln.

Welche Nachteile hat die Mundatmung gegenüber der Nasenatmung?

Die eingeatmete Luft wird nicht angewärmt, angefeuchtet sowie gefiltert.

Welche langfristige Folge kann eine kindliche Mundatmung haben?

Eine veränderte Gesichts- sowie Kieferentwicklung.

Was hilft bei einer bereits erlernten Gewohnheit?

Eine gezielte, logopädische Atemtherapie.

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