Manganmangel
Der Manganmangel bezeichnet einen Mangel des essentiellen Spurenelements Mangan, das der Körper in sehr geringen Mengen für die Funktion zahlreicher Enzyme benötigt, die unter anderem am Aufbau von Knochen sowie Bindegewebe, am Zuckerstoffwechsel sowie am Schutz der Zellen vor schädlichen Stoffwechselprodukten beteiligt sind. Ein Manganmangel beim Menschen ist außerordentlich selten, da Mangan in zahlreichen pflanzlichen Nahrungsmitteln reichlich vorhanden ist sowie der tägliche Bedarf durch eine gewöhnliche, ausgewogene Ernährung bereits zuverlässig gedeckt wird.
Ursachen
Ein Manganmangel entsteht beim Menschen unter normalen Ernährungsbedingungen praktisch nicht, da das Spurenelement in zahlreichen pflanzlichen Nahrungsmitteln, insbesondere Vollkornprodukten, Nüssen sowie grünem Blattgemüse, reichlich enthalten ist. Ein Mangel wurde bislang überwiegend im Rahmen streng kontrollierter, experimenteller Ernährungsstudien sowie bei Menschen mit einer über lange Zeit unzureichend zusammengesetzten, künstlichen Ernährung beobachtet.
Symptome
Ein experimentell erzeugter Manganmangel äußerte sich in wissenschaftlichen Untersuchungen durch Hautveränderungen, eine veränderte Haarfarbe, eine verminderte Blutgerinnung sowie Auswirkungen auf den Knochen- sowie Fettstoffwechsel. Da natürlich auftretender Manganmangel beim Menschen außerordentlich selten ist, sind diese Beschwerden in der klinischen Praxis von untergeordneter Bedeutung.
Diagnostik
Die Diagnose eines Manganmangels wird durch eine Blutuntersuchung mit Bestimmung des Manganspiegels gestellt, wobei diese Untersuchung angesichts der außerordentlichen Seltenheit eines natürlichen Manganmangels nur bei einem sehr spezifischen klinischen Verdacht, insbesondere bei einer langjährigen, unzureichend zusammengesetzten künstlichen Ernährung, erwogen wird.
Behandlung
Die Behandlung eines nachgewiesenen Manganmangels besteht in einer gezielten Substitution des Spurenelements sowie einer Anpassung einer möglicherweise unzureichend zusammengesetzten künstlichen Ernährung. Bei einer normalen, ausgewogenen Ernährung ist eine gezielte Manganzufuhr nicht erforderlich.
Verlauf und Prognose
Die Prognose eines nachgewiesenen, behandelten Manganmangels ist gut, wobei sich die Beschwerden nach einer gezielten Substitution zurückbilden. Angesichts der außerordentlichen Seltenheit dieses Mangels beim Menschen unter normalen Ernährungsbedingungen spielt diese Erkrankung in der alltäglichen medizinischen Praxis eine untergeordnete Rolle.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Manganmangel: Ursachen, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Wie häufig ist Manganmangel beim Menschen?
Außerordentlich selten unter normalen Ernährungsbedingungen.
Wo ist Mangan reichlich enthalten?
In Vollkornprodukten, Nüssen sowie grünem Blattgemüse.
Wann wurde Manganmangel bislang beobachtet?
Überwiegend in experimentellen Ernährungsstudien.
Wie wird ein nachgewiesener Mangel behandelt?
Durch eine gezielte Substitution des Spurenelements.
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