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Häufige Erkrankungen

Geotrichose

Die Geotrichose ist eine seltene Infektionskrankheit, die durch den Schimmelpilz Geotrichum candidum verursacht wird, welcher in der Umwelt weitverbreitet ist sowie unter anderem im Erdboden, in verrottendem Pflanzenmaterial sowie in bestimmten Lebensmitteln, insbesondere Milchprodukten, natürlicherweise vorkommt. Bei Menschen mit einer intakten Immunabwehr verursacht dieser Erreger in aller Regel keine relevante Erkrankung, wohingegen er bei einer geschwächten körpereigenen Immunabwehr, insbesondere bei einer fortgeschrittenen Krebserkrankung, nach einer Organtransplantation oder bei einer fortgeschrittenen HIV-Infektion, verschiedene Formen der Geotrichose hervorrufen kann, die von einer oberflächlichen Schleimhautinfektion bis zu einer schweren, mehrere Organe betreffenden Infektion reichen.

Ursachen

Die Geotrichose entsteht durch eine Infektion mit dem in der Umwelt weitverbreiteten Schimmelpilz Geotrichum candidum, wobei eine gesunde, intakte Immunabwehr eine relevante Erkrankung in aller Regel wirksam verhindert. Eine erheblich geschwächte körpereigene Immunabwehr, insbesondere infolge einer fortgeschrittenen Krebserkrankung, einer Chemotherapie, einer Organtransplantation oder einer fortgeschrittenen HIV-Infektion, stellt den wichtigsten Risikofaktor für die Entwicklung einer relevanten Geotrichose dar. Eine bereits bestehende, langfristige Antibiotikabehandlung kann durch eine Störung des normalen Gleichgewichts der körpereigenen Mikroorganismen die Entwicklung einer oberflächlichen Schleimhautbesiedlung zusätzlich begünstigen.

Symptome

Die Geotrichose äußert sich in ihrer häufigsten, oberflächlichen Form durch weißliche Beläge der Mundschleimhaut, ähnlich einer Candida-Infektion, sowie durch Beschwerden im Bereich der Atemwege, insbesondere Husten sowie Auswurf. Bei einer schwereren, systemischen Verlaufsform, die nahezu ausschließlich bei stark geschwächter Immunabwehr auftritt, können Fieber, eine ausgeprägte Lungenentzündung sowie eine Beteiligung weiterer Organe, einschließlich einer Ausbreitung über die Blutbahn, auftreten. Diese schwere Verlaufsform ist mit einer erheblichen Krankheitslast verbunden.

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Diagnostik

Die Diagnose der Geotrichose wird durch eine mikroskopische sowie kulturelle Untersuchung von Proben der betroffenen Körperregion, etwa eines Schleimhautabstrichs, des Auswurfs oder des Blutes, gestellt, wobei die genaue Abgrenzung von anderen, ähnlichen Pilzerkrankungen, insbesondere einer Candida-Infektion, mitunter eine spezialisierte Labordiagnostik erfordert. Eine Bildgebung mittels Röntgenaufnahme oder Computertomografie des Brustkorbs wird bei Verdacht auf eine Beteiligung der Lunge zusätzlich durchgeführt. Eine gezielte Abklärung der zugrunde liegenden, geschwächten Immunabwehr ist bei jedem Nachweis einer relevanten Geotrichose von erheblicher Bedeutung.

Behandlung

Die Behandlung der Geotrichose erfolgt mittels einer gezielten antimykotischen Behandlung, deren genaue Dauer sowie Intensität sich nach dem Ausmaß der Erkrankung sowie dem Grad der zugrunde liegenden Immunschwäche richtet. Bei einer oberflächlichen Schleimhautinfektion ist häufig eine lokal angewendete antimykotische Behandlung ausreichend, während eine schwere, systemische Verlaufsform eine intravenös verabreichte, intensivierte antimykotische Behandlung erfordert. Eine, sofern möglich, gezielte Verbesserung der zugrunde liegenden Immunschwäche unterstützt den Behandlungserfolg erheblich.

Verlauf und Prognose

Die Prognose der Geotrichose ist bei der häufigen, oberflächlichen Form sowie intakter Immunabwehr sehr gut, wobei die Beschwerden unter gezielter antimykotischer Behandlung rasch abklingen. Bei einer schweren, systemischen Verlaufsform, die nahezu ausschließlich bei stark geschwächter Immunabwehr auftritt, ist die Prognose deutlich ernster, wobei der Behandlungserfolg maßgeblich vom Ausmaß der zugrunde liegenden Immunschwäche sowie der Möglichkeit einer Verbesserung dieser Immunschwäche abhängt. Eine engmaschige Verlaufskontrolle bei Menschen mit bekannter, ausgeprägter Immunschwäche ist zur frühzeitigen Erkennung einer möglichen Geotrichose sinnvoll.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wo kommt der Erreger der Geotrichose vor?

In der Umwelt weitverbreitet, unter anderem im Erdboden sowie in bestimmten Lebensmitteln wie Milchprodukten.

Wer ist für eine relevante Erkrankung besonders gefährdet?

Menschen mit erheblich geschwächter Immunabwehr, etwa durch eine Krebserkrankung oder nach einer Organtransplantation.

Wie äußert sich die häufigste, oberflächliche Form?

Durch weißliche Beläge der Mundschleimhaut, ähnlich einer Candida-Infektion.

Wie wird die Geotrichose behandelt?

Mit einer gezielten antimykotischen Behandlung, deren Intensität sich nach dem Ausmaß der Erkrankung richtet.

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