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Frauengesundheit

Geburtshindernis durch unvollständige Drehung des kindlichen Kopfes

Während des normalen Geburtsvorgangs durchläuft der kindliche Kopf beim Durchtritt durch den Geburtskanal eine charakteristische Reihe von Drehbewegungen, die dazu dienen, den Kopf in eine für die jeweilige Engstelle des mütterlichen Beckens möglichst günstige Position zu bringen. Ein Geburtshindernis durch unvollständige Drehung des kindlichen Kopfes liegt vor, wenn diese natürliche Drehbewegung ausbleibt oder unvollständig verläuft, sodass der kindliche Kopf in einer für den weiteren Durchtritt ungünstigen Position verbleibt und der Geburtsfortschritt dadurch beeinträchtigt wird.

Ursachen

Eine unvollständige Drehung des kindlichen Kopfes kann durch verschiedene Faktoren begünstigt werden, darunter eine unzureichende Kraft der Wehentätigkeit, die für die notwendige Drehbewegung nicht ausreicht, sowie eine besondere Form des mütterlichen Beckens, die die übliche Drehbewegung erschwert. Auch eine schlaffe, wenig unterstützende Beckenbodenmuskulatur sowie eine bestimmte Ausgangsposition des kindlichen Kopfes zu Beginn der Geburt können das Risiko für eine ausbleibende oder unvollständige Drehung erhöhen. Bei erstgebärenden Frauen tritt diese Situation tendenziell etwas häufiger auf als bei Frauen, die bereits zuvor geboren haben.

Symptome

Das führende Anzeichen dieses Geburtshindernisses ist ein trotz kräftiger Wehentätigkeit und aktiven Mitpressens der Gebärenden ausbleibender oder nur sehr langsamer Fortschritt beim Tiefertreten des kindlichen Kopfes, insbesondere in der fortgeschrittenen Austreibungsphase. Bei der geburtshilflichen Untersuchung lässt sich feststellen, dass sich der kindliche Kopf in einer von der üblichen, günstigen Position abweichenden Stellung befindet und die erwartete Drehbewegung nicht oder nur unvollständig erfolgt ist.

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Diagnostik

Die Diagnostik erfolgt durch eine sorgfältige geburtshilfliche Untersuchung, bei der die genaue Position und Drehung des kindlichen Kopfes im Geburtskanal ertastet wird. Diese Untersuchung liefert entscheidende Informationen darüber, in welcher Stellung sich der Kopf befindet und ob eine weitere spontane Drehung im Verlauf der Geburt noch wahrscheinlich ist oder ob eine unterstützende Maßnahme notwendig wird. Eine kontinuierliche Überwachung des Geburtsfortschritts sowie der kindlichen Herzfrequenz begleitet diese Einschätzung.

Behandlung

Bei einer unvollständigen Drehung des kindlichen Kopfes kann zunächst eine Änderung der mütterlichen Position während der Geburt versucht werden, um die natürliche Drehbewegung zu unterstützen. Bleibt der Geburtsfortschritt trotz dieser Maßnahme weiterhin unzureichend, kann eine instrumentelle Entbindung mittels Zange oder Saugglocke erwogen werden, bei der die notwendige Drehung des kindlichen Kopfes gezielt unterstützt werden kann. Ist eine instrumentelle Entbindung nicht möglich oder nicht angezeigt, wird die Geburt durch eine Schnittentbindung beendet.

Verlauf und Prognose

Bei rechtzeitiger Erkennung und angemessener Unterstützung gelingt bei einem erheblichen Teil der betroffenen Frauen dennoch eine vaginale Geburt, sei es durch eine spontane, verzögerte Drehung des kindlichen Kopfes im weiteren Geburtsverlauf oder durch eine instrumentelle Unterstützung. Eine aufmerksame Überwachung während der gesamten Austreibungsphase ist wichtig, um rechtzeitig zu erkennen, ob unterstützende Maßnahmen notwendig werden. Bei angemessener Behandlung ist die Prognose für Mutter und Kind in aller Regel gut.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Warum dreht sich der kindliche Kopf während der Geburt normalerweise?

Um den Kopf in eine für die jeweilige Engstelle des mütterlichen Beckens möglichst günstige Position zu bringen und so den Durchtritt durch den Geburtskanal zu erleichtern.

Welche Faktoren können eine unvollständige Drehung begünstigen?

Eine unzureichende Kraft der Wehentätigkeit, eine besondere Beckenform sowie eine schlaffe Beckenbodenmuskulatur.

Was wird zuerst versucht, um die Drehung zu unterstützen?

Häufig zunächst eine Änderung der mütterlichen Position während der Geburt, um die natürliche Drehbewegung zu fördern.

Was passiert, wenn diese Maßnahme nicht ausreicht?

Dann kann eine instrumentelle Entbindung mittels Zange oder Saugglocke erwogen werden, oder, falls nicht möglich, eine Schnittentbindung.

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