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Kinder & Jugendliche

Angeborene Syphilis (konnatale Syphilis)

Die angeborene Syphilis, auch konnatale Syphilis genannt, entsteht, wenn das Syphilis-Bakterium während der Schwangerschaft von einer infizierten Mutter über den Mutterkuchen auf das ungeborene Kind übertragen wird. Sie kann zu schweren Schädigungen des Kindes führen, ist jedoch durch eine rechtzeitige Behandlung der Mutter gut vermeidbar.

Ursachen

Die Übertragung erfolgt über die Plazenta, wenn eine schwangere Frau eine unbehandelte oder unzureichend behandelte Syphilis-Infektion hat. Das Risiko einer Übertragung ist besonders hoch, wenn die Infektion der Mutter noch frisch und unbehandelt ist.

Symptome

Betroffene Neugeborene können bei der Geburt unauffällig erscheinen oder Zeichen wie Hautausschlag, vergrößerte Leber und Milz, Blutarmut oder Knochenveränderungen zeigen. Unbehandelt können sich im späteren Kindesalter zusätzliche Beschwerden wie Zahn-, Knochen- oder Augenveränderungen entwickeln.

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Diagnostik

Die Diagnose stützt sich auf serologische Tests bei Mutter und Kind sowie, bei Verdacht auf eine bereits erfolgte Infektion, eine körperliche Untersuchung des Neugeborenen auf typische Krankheitszeichen. In Deutschland wird die Syphilis-Infektion routinemäßig bei jeder Schwangeren im Rahmen der Vorsorge getestet.

Behandlung

Die Behandlung erfolgt mit Antibiotika, sowohl bei der infizierten Mutter während der Schwangerschaft als auch beim betroffenen Neugeborenen nach der Geburt. Eine frühzeitige Behandlung der Mutter noch während der Schwangerschaft kann eine Übertragung auf das Kind häufig vollständig verhindern.

Verlauf und Prognose

Bei rechtzeitiger Behandlung der Mutter während der Schwangerschaft ist eine Übertragung auf das Kind meist vermeidbar, und bereits infizierte Neugeborene können bei früher Behandlung gut heilen. Unbehandelt kann die angeborene Syphilis zu schweren, bleibenden Schäden oder zum Tod des Kindes führen.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wie kann eine angeborene Syphilis verhindert werden?

Durch die routinemäßige Testung und rechtzeitige Behandlung der Mutter während der Schwangerschaft.

Zeigen betroffene Neugeborene immer sofort Beschwerden?

Nein, manche erscheinen bei der Geburt zunächst unauffällig, Beschwerden können sich auch erst später zeigen.

Wie wird das Neugeborene behandelt?

Mit Antibiotika, sobald eine Infektion festgestellt oder ein hohes Übertragungsrisiko besteht.

Wird jede Schwangere in Deutschland auf Syphilis getestet?

Ja, dies ist ein routinemäßiger Bestandteil der Schwangerenvorsorge.

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