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Zytokinfreisetzungs-Syndrom

Das Zytokinfreisetzungs-Syndrom bezeichnet eine überschießende, im gesamten Körper wirksame Entzündungsreaktion, die durch eine massive, plötzliche Freisetzung entzündungsfördernder Botenstoffe, sogenannter Zytokine, aus stark aktivierten Immunzellen ausgelöst wird. Diese Reaktion tritt am häufigsten als bekannte, ernst zu nehmende Nebenwirkung bestimmter, moderner immunologischer Krebsbehandlungen auf, insbesondere nach der Verabreichung speziell gegen Krebszellen gerichteter, gentechnisch veränderter Immunzellen sowie bestimmter Antikörperbehandlungen, bei denen das körpereigene Immunsystem gezielt aktiviert wird. Das Zytokinfreisetzungs-Syndrom kann von einer milden, grippeähnlichen Reaktion bis zu einem schweren, lebensbedrohlichen Kreislaufversagen reichen, weshalb eine engmaschige Überwachung nach entsprechenden Behandlungen sowie ein rasches Erkennen erster Warnzeichen von entscheidender Bedeutung sind.

Ursachen

Das Zytokinfreisetzungs-Syndrom entsteht durch eine massive Aktivierung von Immunzellen, die daraufhin in kurzer Zeit große Mengen entzündungsfördernder Botenstoffe freisetzen, wobei dieser Vorgang am häufigsten durch bestimmte moderne, gezielt das Immunsystem aktivierende Krebsbehandlungen ausgelöst wird, insbesondere durch speziell gegen Krebszellen gerichtete, gentechnisch veränderte körpereigene Immunzellen sowie bestimmte Antikörperbehandlungen. Das Ausmaß der Reaktion hängt maßgeblich von der Menge der vorhandenen, durch die Behandlung angegriffenen Zielzellen sowie von individuellen Faktoren der betroffenen Person ab, wobei eine hohe Krankheitslast zum Zeitpunkt der Behandlung das Risiko für eine schwere Ausprägung des Syndroms erhöht.

Symptome

Das Zytokinfreisetzungs-Syndrom äußert sich in seiner milden Form durch Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen sowie ein allgemeines, grippeähnliches Krankheitsgefühl, das meist innerhalb weniger Tage nach der auslösenden Behandlung auftritt. Bei einer schwereren Ausprägung können ein deutlicher Blutdruckabfall, eine beschleunigte Herzfrequenz, Atemnot sowie eine Beeinträchtigung mehrerer Organfunktionen hinzukommen, die bis zu einem lebensbedrohlichen Kreislaufversagen fortschreiten können. Eine begleitende Beteiligung des Nervensystems mit Verwirrtheit, Sprachstörungen oder epileptischen Anfällen kann bei einem schweren Verlauf zusätzlich auftreten.

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Diagnostik

Die Diagnose des Zytokinfreisetzungs-Syndroms wird überwiegend klinisch anhand des zeitlichen Zusammenhangs mit einer vorausgegangenen, immunaktivierenden Behandlung sowie der charakteristischen Symptomatik gestellt, wobei eine Blutuntersuchung deutlich erhöhte Werte bestimmter entzündungsfördernder Botenstoffe sowie allgemeiner Entzündungswerte zeigen kann. Eine kontinuierliche Überwachung von Blutdruck, Herzfrequenz sowie Sauerstoffsättigung ist nach entsprechenden Behandlungen angesichts des Risikos einer raschen Verschlechterung unerlässlich. Eine sorgfältige Einteilung des Schweregrads anhand standardisierter Kriterien ist für die Wahl der geeigneten Behandlungsintensität entscheidend.

Behandlung

Die Behandlung des Zytokinfreisetzungs-Syndroms richtet sich nach dem Schweregrad der Reaktion, wobei eine milde Ausprägung häufig mit fiebersenkenden Medikamenten sowie einer engmaschigen Überwachung ausreichend behandelt werden kann. Bei einer schwereren Ausprägung kommt ein spezifisches, gezielt gegen einen zentralen entzündungsfördernden Botenstoff gerichtetes Medikament zum Einsatz, das die überschießende Entzündungsreaktion rasch sowie wirksam dämpfen kann. Bei einem besonders schweren, mit Kreislaufversagen einhergehenden Verlauf ist eine intensivmedizinische Behandlung mit Kreislaufunterstützung sowie gegebenenfalls einer zusätzlichen, das Immunsystem dämpfenden Kortisonbehandlung notwendig.

Verlauf und Prognose

Die Prognose des Zytokinfreisetzungs-Syndroms ist bei der überwiegenden Mehrheit der Betroffenen mit einer milden bis moderaten Ausprägung gut, wobei sich die Beschwerden unter angemessener Behandlung innerhalb weniger Tage deutlich bessern. Bei einer schweren Ausprägung mit Kreislaufversagen oder ausgeprägter Organbeteiligung ist die Prognose deutlich ernster, wobei eine rasch eingeleitete, gezielte Behandlung für das Überleben der betroffenen Person entscheidend sein kann. Eine engmaschige Überwachung nach entsprechenden immunaktivierenden Behandlungen sowie ein rasches Erkennen erster Warnzeichen sind für eine günstige Prognose von zentraler Bedeutung.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wodurch wird das Zytokinfreisetzungs-Syndrom meist ausgelöst?

Durch bestimmte moderne, immunaktivierende Krebsbehandlungen, insbesondere gentechnisch veränderte Immunzellen sowie bestimmte Antikörperbehandlungen.

Was sind Zytokine?

Entzündungsfördernde Botenstoffe, die bei der Reaktion in großen Mengen freigesetzt werden.

Wie wird eine schwere Ausprägung behandelt?

Mit einem spezifischen, gegen einen zentralen entzündungsfördernden Botenstoff gerichteten Medikament sowie ggf. intensivmedizinischer Kreislaufunterstützung.

Wie wichtig ist die Überwachung nach der auslösenden Behandlung?

Sehr wichtig — ein rasches Erkennen erster Warnzeichen ist für eine günstige Prognose entscheidend.

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