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Vergiftungen

Zinnvergiftung

Die Zinnvergiftung betrifft vor allem bestimmte organische Zinnverbindungen, die in Schiffsanstrichen zur Bewuchsverhinderung sowie als Stabilisatoren in manchen Kunststoffen eingesetzt werden. Während metallisches Zinn selbst kaum giftig ist, können bestimmte organische Zinnverbindungen das Nervensystem schädigen.

Ursachen

Die Vergiftung entsteht meist durch Hautkontakt oder Einatmen bei der beruflichen Herstellung oder Verarbeitung organischer Zinnverbindungen, etwa in der Schiffsanstrichindustrie oder Kunststoffherstellung. Seltener kommt es zu einer Aufnahme über kontaminierte Lebensmittel oder Verpackungen.

Symptome

Je nach aufgenommener Zinnverbindung können Kopfschmerzen, Sehstörungen, Übelkeit sowie, bei stärkerer Belastung, neurologische Beschwerden wie Verwirrtheit, Krampfanfälle oder Bewusstseinsstörungen auftreten. Hautkontakt kann zudem örtliche Reizungen verursachen.

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Diagnostik

Die Diagnose stützt sich auf die Krankengeschichte mit Angaben zur Exposition sowie den Nachweis von Zinn im Blut oder Urin. Bei neurologischen Beschwerden werden zusätzlich gezielte Untersuchungen des Nervensystems durchgeführt.

Behandlung

Die wichtigste Maßnahme ist die sofortige Beendigung der weiteren Exposition sowie, bei Hautkontakt, ein gründliches Waschen der betroffenen Stellen. Bei ausgeprägten neurologischen Beschwerden ist eine intensivmedizinische Überwachung und unterstützende Behandlung erforderlich.

Verlauf und Prognose

Bei rechtzeitiger Beendigung der Exposition und leichteren Beschwerden ist die Prognose meist gut. Bei ausgeprägter neurologischer Beteiligung kann der Verlauf jedoch ernster sein und eine längere Erholungszeit erfordern.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Ist metallisches Zinn giftig?

Nein, metallisches Zinn selbst ist kaum giftig, problematisch sind bestimmte organische Zinnverbindungen.

Wo kommen giftige Zinnverbindungen vor?

Unter anderem in Schiffsanstrichen und als Stabilisatoren in manchen Kunststoffen.

Welches Organsystem kann bei stärkerer Vergiftung betroffen sein?

Das Nervensystem, mit Beschwerden wie Verwirrtheit oder Krampfanfällen.

Was ist die wichtigste Behandlungsmaßnahme?

Die sofortige Beendigung der weiteren Exposition.

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