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Frauengesundheit

Zervikale Intraepitheliale Neoplasie (Zervixdysplasie)

Die zervikale intraepitheliale Neoplasie, häufig als Zervixdysplasie bezeichnet, beschreibt eine im Rahmen der gynäkologischen Krebsvorsorge feststellbare Veränderung der Zellen an der Oberfläche des Gebärmutterhalses, bei der die betroffenen Zellen ein von der Norm abweichendes Erscheinungsbild aufweisen, ohne dass die für eine echte Krebserkrankung charakteristische Durchbrechung der umgebenden Gewebeschicht vorliegt. Diese Zellveränderung wird nach ihrem Schweregrad in eine leichte, mittelgradige sowie hochgradige Form eingeteilt, wobei sie überwiegend durch eine anhaltende Infektion mit bestimmten, als Hochrisikotypen bezeichneten Varianten der humanen Papillomviren verursacht wird. Während die leichte Form bei einem erheblichen Teil der betroffenen Frauen von selbst wieder abheilt, gilt insbesondere die hochgradige Form als bedeutsamer Vorläuferbefund, der unbehandelt über Jahre in eine echte Krebserkrankung des Gebärmutterhalses übergehen kann.

Ursachen

Die zervikale intraepitheliale Neoplasie entsteht überwiegend durch eine anhaltende, über Jahre bestehende Infektion der Zellen des Gebärmutterhalses mit bestimmten, als Hochrisikotypen bezeichneten Varianten der humanen Papillomviren, die sexuell übertragen werden sowie bei einem Teil der infizierten Frauen zu einer fortschreitenden Zellveränderung führen. Rauchen, eine geschwächte Immunabwehr sowie ein früher Beginn sexueller Aktivität mit häufig wechselnden Partnern erhöhen das Risiko für eine anhaltende Infektion sowie die Entwicklung einer relevanten Zellveränderung zusätzlich. Die überwiegende Mehrheit der Infektionen mit humanen Papillomviren heilt jedoch innerhalb von ein bis zwei Jahren durch die körpereigene Immunabwehr von selbst aus, ohne eine relevante Zellveränderung zu hinterlassen.

Symptome

Die zervikale intraepitheliale Neoplasie verursacht keinerlei eigene, spürbare Beschwerden, da es sich um einen rein mikroskopischen beziehungsweise durch spezielle Vorsorgeuntersuchungen feststellbaren Befund handelt. Weder Schmerzen noch Blutungen oder ein veränderter Ausfluss treten direkt durch die Zellveränderung selbst auf, weshalb betroffene Frauen in aller Regel ausschließlich durch das Ergebnis einer routinemäßigen gynäkologischen Krebsvorsorgeuntersuchung von dem Befund erfahren.

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Diagnostik

Die Diagnose der zervikalen intraepithelialen Neoplasie wird zunächst durch eine zytologische Untersuchung eines im Rahmen der Krebsvorsorge entnommenen Abstrichs vom Gebärmutterhals sowie durch einen Test auf humane Papillomviren gestellt, wobei ein auffälliger Befund durch eine gezielte Spiegelung des Gebärmutterhalses sowie eine Gewebeprobenentnahme weiter abgeklärt wird. Diese Gewebeprobe ermöglicht die genaue Einteilung der Zellveränderung in eine leichte, mittelgradige oder hochgradige Form, die für die weitere Behandlungsplanung entscheidend ist. Eine regelmäßige Wiederholung der Vorsorgeuntersuchung nach einem festgelegten Zeitintervall wird bei leichteren Befunden empfohlen.

Behandlung

Die Behandlung der zervikalen intraepithelialen Neoplasie richtet sich nach dem festgestellten Schweregrad, wobei eine leichte Form angesichts der hohen Wahrscheinlichkeit einer spontanen Rückbildung in aller Regel zunächst lediglich engmaschig, mittels wiederholter Kontrolluntersuchungen, beobachtet wird. Bei einer mittelgradigen bis hochgradigen Form wird dagegen häufig eine operative Entfernung des betroffenen Gewebeanteils des Gebärmutterhalses mittels einer schlingenförmigen elektrischen Exzision empfohlen, die den Vorläuferbefund vollständig entfernt sowie damit das Risiko einer späteren Krebsentstehung deutlich vermindert. Diese Behandlung wird ambulant durchgeführt sowie ist mit einer kurzen Erholungszeit verbunden.

Verlauf und Prognose

Die Prognose der zervikalen intraepithelialen Neoplasie ist bei rechtzeitiger Erkennung sowie leitliniengerechter Behandlung sehr gut, wobei die leichte Form bei einem erheblichen Teil der betroffenen Frauen innerhalb von ein bis zwei Jahren von selbst wieder abheilt. Eine unbehandelt bestehende, hochgradige Zellveränderung kann dagegen über einen Zeitraum von mehreren Jahren in eine echte Krebserkrankung des Gebärmutterhalses übergehen, weshalb eine konsequente Teilnahme an der regelmäßigen Krebsvorsorge sowie eine leitliniengerechte Behandlung auffälliger Befunde von entscheidender Bedeutung für die Vorbeugung einer Krebserkrankung sind. Nach einer erfolgreichen operativen Behandlung wird eine engmaschige Nachsorge zur Erfassung eines möglichen Wiederauftretens empfohlen.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wodurch wird die zervikale intraepitheliale Neoplasie überwiegend verursacht?

Durch eine anhaltende Infektion mit bestimmten Hochrisikotypen der humanen Papillomviren.

Heilt die leichte Form oft von selbst?

Ja, bei einem erheblichen Teil der betroffenen Frauen innerhalb von ein bis zwei Jahren.

Wie wird eine hochgradige Form meist behandelt?

Durch eine operative Entfernung des betroffenen Gewebeanteils mittels schlingenförmiger elektrischer Exzision.

Warum ist die regelmäßige Krebsvorsorge wichtig?

Weil eine unbehandelte, hochgradige Zellveränderung über Jahre in eine echte Krebserkrankung übergehen kann.

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