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Reisemedizin & Tropenkrankheiten

Westliche Pferdeenzephalitis (Western Equine Encephalitis)

Die westliche Pferdeenzephalitis ist eine seltene, durch Mücken übertragene Viruserkrankung, die zu einer Entzündung des Gehirns führen kann und vorwiegend in Nord- und Südamerika vorkommt. Der Name geht auf die ursprüngliche Beobachtung bei Pferden zurück, tatsächlich können auch Menschen erkranken, meist jedoch mit deutlich milderem Verlauf.

Ursachen

Die Übertragung erfolgt durch den Stich infizierter Stechmücken, die das Virus zwischen Vögeln als natürlichem Reservoir und gelegentlich Pferden oder Menschen als sogenannten Fehlwirten weitergeben. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch findet nicht statt.

Symptome

Viele Infektionen verlaufen mild oder ohne Beschwerden, mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Kopfschmerzen und Muskelschmerzen. Bei einem kleinen Teil der Betroffenen, besonders Kindern und älteren Menschen, kann sich eine Gehirnentzündung mit Bewusstseinsstörungen, Krampfanfällen oder Lähmungen entwickeln.

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Diagnostik

Die Diagnose stützt sich auf den Nachweis spezifischer Antikörper im Blut oder, bei Verdacht auf eine Gehirnbeteiligung, im Nervenwasser. Die Reiseanamnese mit Aufenthalt in betroffenen Regionen und die Jahreszeit mit erhöhter Mückenaktivität liefern zusätzliche Hinweise.

Behandlung

Eine spezifische, gegen das Virus gerichtete Behandlung existiert nicht, im Vordergrund steht eine unterstützende Behandlung der Beschwerden. Bei einer Gehirnentzündung ist eine intensivmedizinische Überwachung und Behandlung möglicher Komplikationen erforderlich.

Verlauf und Prognose

Die meisten Infektionen heilen folgenlos aus. Bei einer schweren Gehirnentzündung besteht ein Risiko für bleibende neurologische Schäden, insbesondere bei jungen Kindern, weshalb eine sorgfältige Nachsorge nach überstandener Erkrankung wichtig ist.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wie wird die westliche Pferdeenzephalitis übertragen?

Durch den Stich infizierter Stechmücken, eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch findet nicht statt.

Verläuft die Erkrankung bei Menschen immer schwer?

Nein, die meisten Infektionen verlaufen mild oder unbemerkt, nur ein kleiner Teil entwickelt eine Gehirnentzündung.

Wer ist besonders gefährdet für einen schweren Verlauf?

Vor allem Kinder und ältere Menschen.

Wie kann man sich vor einer Ansteckung schützen?

Durch konsequenten Mückenschutz in betroffenen Regionen, etwa mit Repellentien und langer Kleidung.

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