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Reisemedizin & Tropenkrankheiten

Viszerale Leishmaniose (Kala-Azar)

Die viszerale Leishmaniose, auch als Kala-Azar bezeichnet, ist die schwerste Verlaufsform der durch Leishmanien-Parasiten verursachten Erkrankungen, bei der die Erreger, im Unterschied zu den auf die Haut begrenzten Formen, innere Organe befallen, insbesondere Milz, Leber sowie Knochenmark. Die Übertragung erfolgt durch den Stich infizierter Sandmücken, die in tropischen sowie subtropischen Regionen weltweit vorkommen. Die viszerale Leishmaniose verläuft unbehandelt in der überwiegenden Mehrheit der Fälle tödlich, sodass eine rasche Diagnosestellung sowie umgehende Behandlung von entscheidender Bedeutung sind.

Ursachen

Die viszerale Leishmaniose wird durch bestimmte Arten einzelliger Parasiten der Gattung Leishmania verursacht, die durch den Stich infizierter, blutsaugender Sandmücken auf den Menschen übertragen werden. Nach der Übertragung wandern die Parasiten in bestimmte Zellen des körpereigenen Abwehrsystems ein sowie breiten sich über das Blut- sowie Lymphsystem in innere Organe, insbesondere Milz, Leber sowie Knochenmark, aus, wo sie sich weiter vermehren sowie die normale Organfunktion zunehmend beeinträchtigen.

Symptome

Die viszerale Leishmaniose äußert sich durch anhaltendes, häufig unregelmäßiges Fieber, eine ausgeprägte Vergrößerung von Milz sowie Leber, einen deutlichen Gewichtsverlust sowie eine fortschreitende Blutarmut mit begleitender Blässe sowie Schwäche. Eine dunkle Verfärbung der Haut kann im Verlauf zusätzlich auftreten, was der Erkrankung ihren ursprünglichen indischen Namen Kala-Azar, wörtlich 'schwarze Krankheit', gab. Unbehandelt verschlechtert sich der Allgemeinzustand kontinuierlich, wobei eine geschwächte Immunabwehr das Risiko für zusätzliche, schwerwiegende Infektionen erhöht.

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Diagnostik

Die Diagnose der viszeralen Leishmaniose wird durch den direkten mikroskopischen oder kulturellen Nachweis der Parasiten in einer Gewebeprobe, meist aus dem Knochenmark oder der Milz, gestellt. Eine Blutuntersuchung auf spezifische Antikörper kann die Diagnose zusätzlich unterstützen. Eine sorgfältige Reiseanamnese, insbesondere ein Aufenthalt in endemischen Regionen, ist für die rechtzeitige Diagnosestellung von großer Bedeutung.

Behandlung

Die Behandlung der viszeralen Leishmaniose besteht in einer gezielten, systemischen antiparasitären Behandlung, wobei liposomales Amphotericin B heute als wirksamste sowie am besten verträgliche Behandlungsoption gilt. Eine intensivmedizinische Überwachung kann bei schwer erkrankten Patienten notwendig werden, um Komplikationen frühzeitig zu erkennen sowie zu behandeln.

Verlauf und Prognose

Die Prognose der viszeralen Leishmaniose ist bei rechtzeitiger Diagnosestellung sowie wirksamer Behandlung gut, wobei die überwiegende Mehrheit der behandelten Betroffenen vollständig genest. Eine unbehandelt bleibende viszerale Leishmaniose verläuft dagegen in der überwiegenden Mehrheit der Fälle innerhalb weniger Monate tödlich, weshalb eine rasche Diagnosestellung sowie umgehende Behandlung von entscheidender Bedeutung sind.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wodurch wird die viszerale Leishmaniose übertragen?

Durch den Stich infizierter Sandmücken.

Welche Organe sind vorrangig betroffen?

Milz, Leber sowie Knochenmark.

Was bedeutet der Name Kala-Azar?

Wörtlich 'schwarze Krankheit', nach der dunklen Hautverfärbung im Verlauf.

Ist die Erkrankung unbehandelt gefährlich?

Ja, sie verläuft unbehandelt in der überwiegenden Mehrheit der Fälle tödlich.

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