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Augen & Sehkraft

Verbliebener (alter) magnetischer intraokularer Fremdkörper

Ein verbliebener, alter magnetischer intraokularer Fremdkörper bezeichnet ein meist metallisches, magnetisches Teilchen, das im Rahmen einer zurückliegenden, durchdringenden Verletzung des Auges in das Augeninnere gelangt ist und dort, oft unbemerkt, über einen längeren Zeitraum verblieben ist. Im Unterschied zur akuten Erstversorgung einer frischen Augenverletzung mit Fremdkörper geht es bei diesem Krankheitsbild um die langfristigen Folgen eines bereits eingewachsenen oder toleriert liegenden Fremdkörpers, der insbesondere aufgrund seiner magnetischen, meist eisenhaltigen Zusammensetzung im Laufe der Zeit zu einer fortschreitenden, schleichenden Schädigung des umliegenden Augengewebes führen kann.

Ursachen

Die Ursache ist stets eine zurückliegende, durchdringende Verletzung des Auges, bei der ein kleines, magnetisches, meist eisenhaltiges Metallteilchen mit hoher Geschwindigkeit in das Augeninnere eingedrungen ist, etwa bei Arbeiten mit Metall, beim Schleifen, Hämmern oder Bohren ohne ausreichenden Augenschutz. Da die Eintrittsstelle eines solchen Fremdkörpers mitunter sehr klein und die anfänglichen Beschwerden gering sein können, wird die Verletzung nicht immer sofort bemerkt oder ärztlich abgeklärt, sodass der Fremdkörper über Wochen, Monate oder sogar Jahre unentdeckt im Auge verbleibt, bevor er durch die von ihm ausgehenden Folgeschäden auffällt.

Symptome

Ein länger im Auge verbliebener magnetischer Fremdkörper kann durch die langsame Freisetzung von Eisenbestandteilen zu einer schleichenden, oft über Monate fortschreitenden Schädigung verschiedener Augenstrukturen führen, die sich durch eine allmählich zunehmende Sehverschlechterung bemerkbar macht. Betroffene berichten häufig über eine langsam fortschreitende Trübung des Sehvermögens sowie mitunter über eine Veränderung der Irisfarbe des betroffenen Auges. Da die Beschwerden sich meist sehr allmählich entwickeln, wird der Zusammenhang mit einer lange zurückliegenden Verletzung von den Betroffenen selbst häufig nicht mehr hergestellt.

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Diagnostik

Die Diagnostik erfolgt durch eine ausführliche augenärztliche Untersuchung, bei der zunächst eine sorgfältige Anamnese nach zurückliegenden Augenverletzungen erhoben wird, auch wenn diese bereits Jahre zurückliegen können. Eine bildgebende Untersuchung, meist mittels Computertomographie, ermöglicht den zuverlässigen Nachweis sowie die genaue Lokalisation des metallischen Fremdkörpers im Augeninneren. Eine Magnetresonanztomographie ist bei Verdacht auf einen metallischen Fremdkörper im Auge kontraindiziert, da das starke Magnetfeld den Fremdkörper bewegen und dadurch zusätzliche Schäden verursachen könnte.

Behandlung

Die Behandlung besteht in der operativen Entfernung des Fremdkörpers, sobald dieser zuverlässig nachgewiesen und lokalisiert wurde, da ein Verbleiben im Auge mit fortschreitender Zeit zu einer zunehmenden, mitunter irreversiblen Schädigung des Augengewebes führen kann. Aufgrund der magnetischen Eigenschaften des Fremdkörpers kann seine Entfernung unter bestimmten Voraussetzungen mithilfe eines speziellen chirurgischen Magneten erleichtert werden. Begleitend wird das durch den Fremdkörper bereits geschädigte Augengewebe im Rahmen des operativen Eingriffs sorgfältig untersucht und, soweit möglich, versorgt, um das Ausmaß der Folgeschäden zu begrenzen.

Verlauf und Prognose

Die Prognose hängt entscheidend davon ab, wie lange der Fremdkörper bereits im Auge verblieben ist und welches Ausmaß die dadurch verursachte Gewebeschädigung bereits erreicht hat. Wird der Fremdkörper rechtzeitig entfernt, bevor eine ausgeprägte Schädigung eingetreten ist, kann ein weiterer Sehverlust meist erfolgreich verhindert werden. Bei bereits fortgeschrittener, langjähriger Schädigung ist die bereits eingetretene Sehbeeinträchtigung häufig nicht mehr vollständig rückbildungsfähig, auch wenn eine weitere Verschlechterung durch die Entfernung des Fremdkörpers gestoppt werden kann. Eine augenärztliche Abklärung nach jeder Verletzung mit möglicher Beteiligung von Metallsplittern ist daher von großer Bedeutung.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Warum wird eine solche Verletzung nicht immer sofort bemerkt?

Die Eintrittsstelle kann sehr klein und die anfänglichen Beschwerden gering sein, sodass der Fremdkörper mitunter über lange Zeit unentdeckt im Auge verbleibt.

Warum ist die genaue Zusammensetzung des Fremdkörpers wichtig?

Ein magnetischer, meist eisenhaltiger Fremdkörper setzt im Laufe der Zeit Eisenbestandteile frei, die zu einer schleichenden Schädigung des Augengewebes führen können.

Warum darf bei diesem Verdacht keine Magnetresonanztomographie erfolgen?

Weil das starke Magnetfeld den metallischen Fremdkörper bewegen und dadurch zusätzliche Schäden im Auge verursachen könnte.

Kann eine bereits eingetretene Sehverschlechterung durch die Entfernung rückgängig gemacht werden?

Ein weiterer Sehverlust lässt sich meist stoppen, eine bereits eingetretene, ausgeprägte Schädigung ist jedoch häufig nicht mehr vollständig rückbildungsfähig.

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