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Herz & Kreislauf

Trifaszikulärer Block

Der trifaszikuläre Block bezeichnet eine ausgeprägte Störung des herzeigenen Reizleitungssystems, bei der alle drei wichtigen Leitungsbahnen, die die elektrische Erregung von den Vorhöfen zu den Herzkammern weiterleiten, gleichzeitig oder abwechselnd betroffen sind. Diese Erkrankung stellt eine ernsthaftere Form der Erregungsleitungsstörung dar als ein isolierter Schenkelblock, da bei einem trifaszikulären Block ein erhebliches Risiko besteht, dass sich daraus ein kompletter, die elektrische Verbindung zwischen Vorhöfen und Herzkammern vollständig unterbrechender Herzblock entwickelt. Ein trifaszikulärer Block erfordert daher eine sorgfältige kardiologische Abklärung sowie häufig eine gezielte Behandlung.

Ursachen

Der trifaszikuläre Block entsteht am häufigsten als Folge einer fortschreitenden, altersbedingten Degeneration des herzeigenen Reizleitungssystems, wobei auch eine koronare Herzkrankheit mit vorausgegangenem Herzinfarkt, eine Herzmuskelentzündung sowie bestimmte angeborene oder erworbene Herzerkrankungen als Ursache infrage kommen. Bestimmte Medikamente, die die Erregungsleitung im Herzen beeinflussen, können einen bereits bestehenden trifaszikulären Block zusätzlich verschlechtern.

Symptome

Der trifaszikuläre Block kann zunächst beschwerdefrei verlaufen sowie zufällig im Rahmen eines Elektrokardiogramms entdeckt werden. Bei einem Fortschreiten zu einem intermittierenden oder kompletten Herzblock können Schwindel, kurze Ohnmachtsanfälle sowie eine deutlich verlangsamte Herzfrequenz auftreten, die durch die unzureichende elektrische Versorgung der Herzkammern bedingt sind. Diese Symptome stellen ein ernstzunehmendes Warnzeichen dar, das einer umgehenden ärztlichen Abklärung bedarf.

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Diagnostik

Die Diagnose des trifaszikulären Blocks wird durch ein Elektrokardiogramm gestellt, das die charakteristischen Veränderungen aller drei betroffenen Leitungsbahnen zeigt. Bei Verdacht auf zeitweilig auftretende, höhergradige Erregungsleitungsstörungen kann eine Langzeit-Elektrokardiogramm-Aufzeichnung über 24 Stunden oder länger zusätzliche Informationen liefern. Eine elektrophysiologische Untersuchung kann in ausgewählten Fällen das genaue Ausmaß der Erregungsleitungsstörung sowie das Risiko für einen kompletten Herzblock weiter einschätzen.

Behandlung

Die Behandlung des trifaszikulären Blocks richtet sich nach dem Vorliegen von Beschwerden sowie dem eingeschätzten Risiko für einen kompletten Herzblock, wobei bei symptomatischen Betroffenen sowie bei einem hohen Risiko für eine höhergradige Erregungsleitungsstörung die Implantation eines Herzschrittmachers empfohlen wird, der die elektrische Erregung der Herzkammern zuverlässig sicherstellt. Bei beschwerdefreien Betroffenen mit geringerem Risiko kann zunächst eine engmaschige kardiologische Verlaufskontrolle erfolgen.

Verlauf und Prognose

Die Prognose des trifaszikulären Blocks hängt entscheidend vom individuellen Risiko für das Fortschreiten zu einem kompletten Herzblock sowie von einer eventuell zugrunde liegenden Herzerkrankung ab. Bei rechtzeitiger Implantation eines Herzschrittmachers bei entsprechender Indikation ist die Prognose sehr gut, da die normale Herzfrequenz sowie die Blutversorgung des Körpers zuverlässig sichergestellt werden. Unbehandelt kann ein fortschreitender trifaszikulärer Block zu schwerwiegenden, potenziell lebensbedrohlichen Komplikationen führen, weshalb eine regelmäßige kardiologische Nachsorge von erheblicher Bedeutung ist.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Was ist ein trifaszikulärer Block?

Eine ausgeprägte Störung aller drei Hauptleitungsbahnen des herzeigenen Reizleitungssystems.

Welches Risiko birgt er?

Das Risiko für die Entwicklung eines kompletten Herzblocks.

Welche Symptome können auf ein Fortschreiten hinweisen?

Schwindel und kurze Ohnmachtsanfälle.

Wie wird ein hohes Risiko behandelt?

Mit der Implantation eines Herzschrittmachers.

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