Transitorische Neutropenie beim Neugeborenen
Die transitorische Neutropenie beim Neugeborenen ist eine vorübergehende Erniedrigung der neutrophilen Granulozyten, einer wichtigen Gruppe weißer Blutkörperchen zur Infektionsabwehr. Sie entsteht häufig durch mütterliche Antikörper oder im Rahmen einer Infektion und normalisiert sich meist innerhalb weniger Wochen von selbst.
Ursachen
Die Erniedrigung kann durch mütterliche Antikörper entstehen, die über die Plazenta auf das Kind übergehen und dort vorübergehend gegen die neutrophilen Granulozyten des Kindes wirken. Auch eine Infektion oder eine verminderte Bildung im Rahmen einer Frühgeburt kann ursächlich sein.
Symptome
Die meisten Neugeborenen mit einer leichten Neutropenie zeigen keine Beschwerden. Bei einer ausgeprägten Erniedrigung besteht ein erhöhtes Risiko für bakterielle Infektionen, etwa der Haut oder der Atemwege.
Diagnostik
Die Diagnose wird durch eine Blutuntersuchung mit Differenzierung der weißen Blutkörperchen gestellt. Bei Verdacht auf mütterliche Antikörper können diese im kindlichen Blut nachgewiesen werden.
Behandlung
Bei leichter Neutropenie ohne Beschwerden ist keine Behandlung notwendig, es werden jedoch regelmäßige Kontrollen empfohlen. Bei ausgeprägter Neutropenie mit Infektionszeichen wird die Infektion gezielt behandelt.
Verlauf und Prognose
Die Werte normalisieren sich bei den meisten Neugeborenen innerhalb weniger Wochen von selbst, sobald die mütterlichen Antikörper abgebaut sind. Die Prognose ist sehr gut.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Transitorische Neutropenie beim Neugeborenen: Ursachen, Bedeutung, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Was sind neutrophile Granulozyten?
Eine wichtige Gruppe weißer Blutkörperchen zur Infektionsabwehr.
Wodurch kann die Neutropenie entstehen?
Durch mütterliche Antikörper, eine Infektion oder eine verminderte Bildung bei Frühgeburt.
Welches Risiko besteht bei ausgeprägter Neutropenie?
Ein erhöhtes Risiko für bakterielle Infektionen.
Normalisieren sich die Werte meist von selbst?
Ja, innerhalb weniger Wochen, sobald mütterliche Antikörper abgebaut sind.
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