Ein Angebot von Personal Paramedic e.K. · DGUV-anerkannte Ausbildungsstätte (8.2018)
Vergiftungen

Tränengasexposition

Die Tränengasexposition entsteht durch den Kontakt mit chemischen Reizstoffen, die bei Polizeieinsätzen zur Auflösung von Menschenmengen oder in kleineren Mengen in Reizstoffsprays zur Selbstverteidigung eingesetzt werden. Die Substanzen reizen unmittelbar die Augen, die Haut und die Atemwege, meist ohne bleibende Schäden zu hinterlassen.

Ursachen

Die Exposition erfolgt durch gezielten Einsatz von Tränengas bei Menschenansammlungen oder durch den Einsatz von Reizstoffsprays im Rahmen einer Selbstverteidigungssituation. Die genaue Zusammensetzung des Reizstoffs kann je nach verwendetem Produkt variieren.

Symptome

Typisch sind ein sofortiges, starkes Brennen der Augen mit vermehrtem Tränenfluss, Rötung der Haut, Husten sowie ein brennendes Gefühl in Nase und Rachen. Bei Menschen mit vorbestehenden Atemwegserkrankungen wie Asthma können die Beschwerden stärker ausgeprägt sein.

Anzeige

Diagnostik

Die Diagnose ergibt sich in der Regel eindeutig aus dem Ereignis sowie den charakteristischen Beschwerden. Eine weiterführende Diagnostik ist meist nicht erforderlich, außer bei ungewöhnlich starken oder anhaltenden Beschwerden.

Behandlung

Die wichtigste Maßnahme ist das rasche Verlassen der belasteten Umgebung und der Kontakt mit frischer Luft. Die Augen sollten ausgiebig mit klarem Wasser gespült werden, kontaminierte Kleidung sollte entfernt und die Haut gewaschen werden, wobei Reiben der Augen vermieden werden sollte, da dies die Reizung verstärken kann.

Verlauf und Prognose

Die Beschwerden klingen bei den meisten Betroffenen innerhalb von 15 bis 30 Minuten nach Verlassen der belasteten Umgebung und ausreichender Spülung deutlich ab. Bleibende Schäden sind selten, bei Menschen mit vorbestehenden Atemwegserkrankungen oder sehr intensiver, langanhaltender Exposition sollte bei anhaltenden Beschwerden ärztlicher Rat eingeholt werden.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

Anzeige
FAQ

Häufige Fragen

Wie lange dauern die Beschwerden meist an?

In der Regel klingen sie innerhalb von 15 bis 30 Minuten nach Verlassen der belasteten Umgebung deutlich ab.

Sollte man sich die Augen reiben?

Nein, das kann die Reizung verstärken, stattdessen sollten die Augen mit klarem Wasser gespült werden.

Wer ist besonders gefährdet für stärkere Beschwerden?

Menschen mit vorbestehenden Atemwegserkrankungen wie Asthma.

Was ist die wichtigste Sofortmaßnahme?

Die belastete Umgebung zu verlassen und an die frische Luft zu gehen.

Erste Hilfe lernen statt nur nachlesen

Im Kurs übst du die Handgriffe unter Anleitung — Theorie und Praxis zusammen.

Kurs finden Inhouse anfragen