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Haut & Hautkrankheiten

Tinea capitis (Kopfhautpilz)

Die Tinea capitis, umgangssprachlich Kopfhautpilz genannt, ist eine Pilzinfektion der behaarten Kopfhaut, die überwiegend Kinder betrifft. Sie äußert sich typischerweise durch schuppende, gerötete Stellen mit kreisrundem Haarausfall und ist gut behandelbar, sollte jedoch aufgrund ihrer Ansteckungsfähigkeit zügig erkannt und behandelt werden.

Ursachen

Verursacht wird die Tinea capitis durch verschiedene Fadenpilze, die entweder von Mensch zu Mensch, von Tieren wie Katzen oder Meerschweinchen oder über kontaminierte Gegenstände wie Kämme und Mützen übertragen werden. Kinder sind aufgrund ihrer noch unreifen Hautabwehr sowie des engen Kontakts in Gemeinschaftseinrichtungen besonders häufig betroffen.

Symptome

Typisch sind ein oder mehrere runde, scharf begrenzte, schuppende Herde auf der Kopfhaut mit abgebrochenen oder ausgefallenen Haaren im betroffenen Bereich. Je nach auslösendem Pilz kann die Haut stark gerötet und entzündet sein, bis hin zu schmerzhaften, eitrigen Knoten.

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Diagnostik

Die Diagnose stützt sich auf das charakteristische klinische Bild sowie eine mikroskopische und kulturelle Untersuchung von Haar- und Hautschuppenproben, um den auslösenden Pilz zu identifizieren. Eine Untersuchung mit ultraviolettem Licht kann bei manchen Pilzarten ergänzend hilfreich sein.

Behandlung

Da die Pilze bei der Tinea capitis auch in den Haarschaft eindringen, ist im Unterschied zu vielen anderen Hautpilzerkrankungen eine innerlich eingenommene, gegen Pilze gerichtete Behandlung über mehrere Wochen erforderlich. Begleitend werden häufig pilzabtötende Shampoos eingesetzt, um die Ansteckungsfähigkeit rascher zu senken.

Verlauf und Prognose

Mit konsequenter Behandlung heilt die Tinea capitis in aller Regel folgenlos aus, und die Haare wachsen im betroffenen Bereich wieder nach. Ohne Behandlung kann sich die Infektion ausbreiten und in manchen Fällen zu vernarbendem, bleibendem Haarausfall führen, weshalb eine frühzeitige Behandlung wichtig ist.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Ist Kopfhautpilz ansteckend?

Ja, er kann von Mensch zu Mensch, von Tieren oder über kontaminierte Gegenstände wie Kämme übertragen werden.

Warum genügt bei der Tinea capitis keine äußerliche Behandlung allein?

Weil die Pilze auch in den Haarschaft eindringen und nur durch eine innerlich eingenommene Behandlung zuverlässig erreicht werden.

Wachsen die Haare nach der Behandlung wieder nach?

Bei rechtzeitiger Behandlung in der Regel ja, unbehandelt kann es jedoch zu bleibendem, vernarbendem Haarausfall kommen.

Wie lange dauert die Behandlung meist?

Üblicherweise mehrere Wochen, die genaue Dauer richtet sich nach dem auslösenden Pilz und dem Behandlungsverlauf.

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