Persistenz der linken oberen Hohlvene
Die Persistenz der linken oberen Hohlvene ist eine angeborene Gefäßvariante, bei der eine embryonale linke obere Hohlvene bestehen bleibt, die sich normalerweise während der frühen Entwicklung zurückbildet. Sie ist die häufigste angeborene Fehlbildung der großen herznahen Venen und bleibt meist ohne Beschwerden.
Ursachen
Während der frühen Embryonalentwicklung ist zunächst beidseitig eine obere Hohlvene angelegt, wobei sich die linke normalerweise zurückbildet, sobald sich eine Verbindung zwischen beiden Seiten ausbildet. Bleibt diese Rückbildung aus, besteht zusätzlich zur üblichen rechten eine linke obere Hohlvene fort.
Symptome
Die Persistenz selbst verursacht in aller Regel keine Beschwerden, da das Blut über die zusätzliche Vene weiterhin regelrecht zum Herzen zurückfließt. Sie wird meist zufällig im Rahmen einer Untersuchung aus anderem Anlass entdeckt.
Diagnostik
Die Diagnose wird meist zufällig durch eine Ultraschalluntersuchung des Herzens gestellt, bei der die zusätzliche Vene sichtbar wird. Wichtig ist die Kenntnis dieser Variante vor bestimmten herzchirurgischen oder kathetergestützten Eingriffen, um den ungewöhnlichen Gefäßverlauf zu berücksichtigen.
Behandlung
Eine beschwerdefreie Persistenz der linken oberen Hohlvene benötigt keine Behandlung. Es wird lediglich sichergestellt, dass die Variante bei zukünftigen medizinischen Eingriffen bekannt ist.
Verlauf und Prognose
Die Persistenz der linken oberen Hohlvene bleibt in aller Regel über das gesamte Leben folgenlos. Die Prognose ist ausgezeichnet, da es sich um eine harmlose anatomische Normvariante handelt.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Persistenz der linken oberen Hohlvene: Ursachen, Bedeutung, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Was ist die Persistenz der linken oberen Hohlvene?
Das Fortbestehen einer embryonalen linken oberen Hohlvene, die sich normalerweise zurückbildet.
Ist diese Variante gefährlich?
In aller Regel nicht, sie bleibt meist ohne Beschwerden.
Wie wird sie meist entdeckt?
Zufällig durch eine Ultraschalluntersuchung des Herzens.
Warum ist die Kenntnis dieser Variante wichtig?
Um den ungewöhnlichen Gefäßverlauf bei zukünftigen herzchirurgischen oder kathetergestützten Eingriffen zu berücksichtigen.
Weiterlesen
Embryonale Zyste der Tuba uterina
Angeborene, meist harmlose Zyste am Eileiter aus Resten embryonaler Gangstrukturen.
Weiterlesen →FrauengesundheitAngeborene Torsion des Ovars
Verdrehung eines Eierstocks um seine eigene Gefäßachse, die zu akuten Bauchschmerzen führt und rasches Handeln erfordert.
Weiterlesen →Kinder & JugendlicheRachitis
Rachitis: eine Störung der Knochenmineralisierung im Kindesalter.
Weiterlesen →Erste Hilfe lernen statt nur nachlesen
Im Kurs übst du die Handgriffe unter Anleitung — Theorie und Praxis zusammen.