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Nervensystem & Gehirn

Optikusneuritis (Sehnervenentzündung)

Die Optikusneuritis ist eine Entzündung des Sehnervs, die typischerweise zu einer raschen, meist einseitigen Verschlechterung des Sehvermögens führt. Sie tritt häufig bei jüngeren Erwachsenen auf und kann, insbesondere bei jungen Frauen, ein erstes Anzeichen einer Multiplen Sklerose sein, tritt jedoch auch unabhängig davon auf.

Ursachen

Die Optikusneuritis entsteht durch eine entzündliche, meist autoimmun bedingte Schädigung der schützenden Hüllschicht des Sehnervs, ähnlich den Vorgängen bei der Multiplen Sklerose. Seltener liegen andere Autoimmunerkrankungen, Infektionen oder eine Begleitreaktion nach Impfungen zugrunde.

Symptome

Kennzeichnend sind eine innerhalb weniger Tage fortschreitende Sehverschlechterung eines Auges, oft begleitet von Schmerzen bei Augenbewegungen sowie einer Störung des Farbsehens. Manche Betroffene bemerken zusätzlich einen grauen Schleier oder blinde Flecken im Gesichtsfeld.

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Diagnostik

Die Diagnose stützt sich auf die augenärztliche Untersuchung mit Prüfung der Sehschärfe, des Farbsehens und der Pupillenreaktion sowie eine Untersuchung des Augenhintergrunds. Eine Magnetresonanztomografie des Gehirns wird häufig ergänzend durchgeführt, um Hinweise auf eine zugrunde liegende Multiple Sklerose zu erkennen.

Behandlung

Bei den meisten Betroffenen bessert sich das Sehvermögen auch ohne Behandlung im Verlauf mehrerer Wochen. Bei ausgeprägtem Sehverlust wird häufig eine hochdosierte, kurzzeitige Kortisonbehandlung eingesetzt, die die Erholung des Sehvermögens beschleunigen kann, das langfristige Ergebnis jedoch nicht wesentlich verändert.

Verlauf und Prognose

Die Mehrzahl der Betroffenen erlangt innerhalb weniger Monate einen Großteil des Sehvermögens zurück, wobei feinere Sehstörungen wie ein leicht verändertes Farbsehen mitunter bestehen bleiben können. Da die Optikusneuritis ein Frühzeichen einer Multiplen Sklerose sein kann, ist eine weiterführende neurologische Verlaufskontrolle sinnvoll.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Ist die Optikusneuritis immer ein Zeichen für Multiple Sklerose?

Nein, sie kann auch unabhängig davon auftreten, ist jedoch bei einem Teil der Betroffenen ein erstes Anzeichen.

Bessert sich das Sehvermögen von selbst?

Bei den meisten Betroffenen ja, im Verlauf mehrerer Wochen bessert sich das Sehvermögen auch ohne Behandlung deutlich.

Wozu dient die Kortisonbehandlung?

Sie kann die Erholung des Sehvermögens beschleunigen, verändert das langfristige Ergebnis jedoch kaum.

Welche Untersuchung wird zur Abklärung meist ergänzt?

Eine Magnetresonanztomografie des Gehirns, um Hinweise auf eine zugrunde liegende Multiple Sklerose zu erkennen.

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