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Vergiftungen

Kohlendioxidvergiftung

Die Kohlendioxidvergiftung entsteht, wenn sich in geschlossenen Räumen wie Gärkellern, Silos, Brunnenschächten oder Höhlen so viel Kohlendioxid ansammelt, dass es den vorhandenen Sauerstoff verdrängt. Da Kohlendioxid geruchlos ist, wird die Gefahr häufig nicht rechtzeitig bemerkt, was zu einer plötzlichen, lebensbedrohlichen Erstickung führen kann.

Ursachen

Kohlendioxid entsteht unter anderem bei der Gärung von Wein, Bier oder Silage sowie in bestimmten geologischen Formationen und sammelt sich in schlecht belüfteten, tiefliegenden Räumen an, da es schwerer als Luft ist. Besonders gefährlich sind Gärkeller, Jauchegruben, Silos und Brunnenschächte.

Symptome

Bei mäßig erhöhter Konzentration treten Kopfschmerzen, beschleunigte Atmung und Schwindel auf. Bei stark erhöhter Konzentration kann es innerhalb kürzester Zeit zu Bewusstlosigkeit und Atemstillstand kommen, ohne dass vorher deutliche Warnzeichen wahrgenommen werden, da das Gas geruchlos ist.

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Diagnostik

Die Diagnose stützt sich in der akuten Situation auf die Umstände des Auffindens, etwa in einem Gärkeller oder Silo, sowie die klinische Untersuchung von Bewusstsein, Atmung und Kreislauf. Eine gezielte Labordiagnostik ist im Notfall zweitrangig gegenüber der sofortigen Rettung und Behandlung.

Behandlung

Die Rettung aus der belasteten Umgebung darf nur durch Personen mit geeignetem Atemschutz oder nach ausreichender Belüftung des Raumes erfolgen, da sonst weitere Personen ebenfalls bewusstlos werden können. Nach der Rettung ist eine sofortige Sauerstoffgabe sowie, bei Atem- oder Herzstillstand, eine umgehende Wiederbelebung erforderlich.

Verlauf und Prognose

Bei rechtzeitiger Rettung aus mäßig erhöhter Konzentration ist die Prognose meist gut. Bei hoher Konzentration und verzögerter Rettung kann die Erstickung jedoch innerhalb weniger Minuten tödlich enden, weshalb Risikobereiche wie Gärkeller nur mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen und Gasmessgeräten betreten werden sollten.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Warum ist Kohlendioxid so tückisch?

Weil es geruchlos ist und sich die Gefahr oft nicht rechtzeitig bemerkbar macht, bevor es zu Bewusstlosigkeit kommt.

Wo besteht ein erhöhtes Risiko?

In Gärkellern, Silos, Jauchegruben, Brunnenschächten und bestimmten Höhlen.

Warum dürfen nur geschützte Personen zur Rettung in den Gefahrenbereich?

Weil sonst die Gefahr besteht, dass auch die Rettungspersonen bewusstlos werden.

Wie kann man sich vor dieser Gefahr schützen?

Durch ausreichende Belüftung sowie den Einsatz von Gasmessgeräten vor dem Betreten von Risikobereichen.

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