Intrakranielle nichttraumatische Blutung beim Neugeborenen
Die intrakranielle nichttraumatische Blutung beim Neugeborenen ist eine Blutung innerhalb des Schädels, die ohne eine äußere Verletzung während der Geburt auftritt. Sie betrifft vor allem sehr früh geborene Kinder, deren Blutgefäße im Gehirn noch besonders empfindlich und verletzlich sind.
Ursachen
Ursächlich ist meist eine Unreife der kleinen Blutgefäße rund um die Hirnkammern, die bei Frühgeborenen besonders empfindlich sind und durch Schwankungen des Blutdrucks oder der Sauerstoffversorgung leicht einreißen können. Begünstigende Faktoren sind eine sehr frühe Geburt, Atemunterstützung sowie Kreislaufinstabilität in den ersten Lebenstagen.
Symptome
Kleinere Blutungen verlaufen häufig ohne erkennbare Beschwerden und werden nur durch eine gezielte Untersuchung entdeckt. Größere Blutungen können sich durch eine plötzliche Verschlechterung des Allgemeinzustands, Blässe, eine veränderte Muskelspannung oder Krampfanfälle bemerkbar machen.
Diagnostik
Bei Risikokindern, insbesondere sehr früh geborenen Säuglingen, wird routinemäßig eine Ultraschalluntersuchung des Kopfes durch die noch offene Fontanelle durchgeführt, mit der Blutungen zuverlässig erkannt und in ihrem Ausmaß eingeteilt werden können. Bei Bedarf wird die Untersuchung im Verlauf wiederholt, um die Entwicklung der Blutung zu verfolgen.
Behandlung
Eine ursächliche Behandlung der Blutung selbst gibt es nicht, im Vordergrund steht die intensivmedizinische Stabilisierung von Kreislauf, Atmung und Blutgerinnung, um eine Ausweitung der Blutung zu verhindern. Entwickelt sich als Folge ein Aufstau von Hirnwasser, kann eine gezielte Behandlung zur Entlastung der Hirnkammern notwendig werden.
Verlauf und Prognose
Kleinere Blutungen heilen bei vielen Kindern ohne bleibende Folgen ab, während ausgedehntere Blutungen das Risiko für spätere Entwicklungsstörungen erhöhen können. Eine engmaschige Nachsorge in den ersten Lebensjahren hilft, mögliche Entwicklungsverzögerungen frühzeitig zu erkennen und gezielt zu fördern.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Intrakranielle Blutung beim Neugeborenen: Ursachen, Bedeutung, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Wer ist besonders von dieser Blutung betroffen?
Vor allem sehr früh geborene Kinder, deren Hirngefäße noch besonders empfindlich sind.
Wie wird die Blutung entdeckt?
Durch eine Ultraschalluntersuchung des Kopfes durch die noch offene Fontanelle.
Welche Folge kann sich aus der Blutung entwickeln?
Ein Aufstau von Hirnwasser, der gegebenenfalls gezielt behandelt werden muss.
Heilen kleinere Blutungen folgenlos aus?
Bei vielen Kindern ja, ausgedehntere Blutungen erhöhen jedoch das Risiko für spätere Entwicklungsstörungen.
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