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Frauengesundheit

Hypogalaktie

Die Hypogalaktie bezeichnet eine unzureichende, für die vollständige Ernährung des Kindes nicht ausreichende Milchbildung in der weiblichen Brust nach der Geburt, die deutlich häufiger auftritt als die vollständige Form des Milchmangels, die sogenannte Agalaktie. Während die Milchbildung bei den meisten stillenden Frauen innerhalb weniger Tage nach der Geburt ausreichend einsetzt, kann sie bei einem Teil der Frauen aus verschiedenen Gründen unzureichend bleiben, wobei häufig eine Kombination mehrerer, teils beeinflussbarer Faktoren zur unzureichenden Milchbildung beiträgt. Eine gezielte Beratung sowie Unterstützung beim Stillen kann bei einem erheblichen Teil der betroffenen Frauen zu einer deutlichen Verbesserung der Milchbildung führen.

Ursachen

Die Hypogalaktie entsteht am häufigsten durch ein unzureichendes oder zu seltenes Anlegen des Kindes an die Brust, da die Milchbildung maßgeblich durch die regelmäßige, wirksame Entleerung der Brust angeregt wird, sowie durch eine unzureichende Trinktechnik des Kindes, die eine wirksame Milchentleerung verhindert. Weitere Ursachen umfassen eine unzureichende Flüssigkeits- sowie Kalorienzufuhr der stillenden Mutter, erheblichen Stress sowie Schlafmangel sowie bestimmte, seltenere hormonelle Störungen oder eine vorausgegangene Brustoperation, die das für die Milchbildung notwendige Drüsengewebe beeinträchtigt haben könnte.

Symptome

Die Hypogalaktie äußert sich durch eine unzureichende Gewichtszunahme des gestillten Kindes, eine geringe Anzahl nasser Windeln sowie ein anhaltendes, auch nach dem Stillen bestehendes Hungergefühl des Kindes, das sich durch anhaltendes Schreien oder Unruhe äußern kann. Die stillende Mutter bemerkt möglicherweise eine geringere Spannung der Brüste sowie ein Ausbleiben des sogenannten Milcheinschussgefühls, das bei einer ausreichenden Milchbildung typischerweise in den ersten Tagen nach der Geburt auftritt.

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Diagnostik

Die Diagnose der Hypogalaktie wird durch eine sorgfältige Beobachtung des Stillverhaltens, eine regelmäßige Kontrolle des kindlichen Gewichts sowie eine Erfassung der Anzahl nasser sowie voller Windeln gestellt, wobei eine spezialisierte Stillberatung eine gezielte Beurteilung der Anlegetechnik sowie des Saugverhaltens des Kindes ermöglicht. Bei Verdacht auf eine zugrunde liegende hormonelle Ursache oder eine andere medizinische Erklärung kann eine gezielte Blutuntersuchung zusätzliche Hinweise liefern.

Behandlung

Die Behandlung der Hypogalaktie besteht in erster Linie in einer gezielten, professionellen Stillberatung, die eine Optimierung der Anlegetechnik, eine Steigerung der Stillhäufigkeit sowie eine ausreichende Flüssigkeits- sowie Kalorienzufuhr der Mutter umfasst, da diese Maßnahmen bei einem erheblichen Teil der betroffenen Frauen zu einer deutlichen Verbesserung der Milchbildung führen können. Eine zusätzliche, regelmäßige Entleerung der Brust mittels einer Milchpumpe zwischen den Stillmahlzeiten kann die Milchproduktion zusätzlich anregen. Bei einer trotz dieser Maßnahmen fortbestehenden, unzureichenden Milchbildung wird eine ergänzende Zufütterung mit Säuglingsnahrung empfohlen, um eine ausreichende Ernährung des Kindes sicherzustellen.

Verlauf und Prognose

Die Prognose der Hypogalaktie ist bei konsequenter Anwendung gezielter Stillmaßnahmen gut, wobei ein erheblicher Teil der betroffenen Frauen innerhalb weniger Tage bis Wochen eine deutliche Verbesserung der Milchbildung erreicht. Bei einem Teil der Frauen bleibt die Milchbildung trotz aller Maßnahmen dauerhaft unzureichend, sodass eine teilweise oder vollständige Ernährung mit Säuglingsnahrung notwendig bleibt, ohne dass dies die Entwicklung des Kindes beeinträchtigt. Eine unterstützende, nicht wertende Beratung der betroffenen Mutter ist angesichts der häufig damit verbundenen emotionalen Belastung von erheblicher Bedeutung.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wie häufig ist die Hypogalaktie im Vergleich zur Agalaktie?

Deutlich häufiger, da sie eine unzureichende, nicht vollständig fehlende Milchbildung bezeichnet.

Was ist eine häufige, beeinflussbare Ursache?

Ein unzureichendes oder zu seltenes Anlegen des Kindes an die Brust.

Was kann die Milchbildung wirksam unterstützen?

Eine gezielte Stillberatung sowie eine regelmäßige, zusätzliche Entleerung der Brust mittels Milchpumpe.

Was wird bei fortbestehendem Milchmangel empfohlen?

Eine ergänzende Zufütterung mit Säuglingsnahrung.

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